Museum Abteiberg erhielt Bestnote für sein experimentelles Programm

Museum Abteiberg (1 von 1)Sehr gute Noten erhielt das Städtische Museum Abteiberg jetzt von zehn renommierten Kunstkritikern, die im Auftrag der „Welt am Sonntag“ ihr Urteil über das zu Ende gehende Kunstjahr abgaben.

Platz eins für das „Beste Ausstellungsprogramm“ teilen sich das Kunstmuseum Bonn und das Museum Abteiberg. Das Museum wurde für sein „experimentelles Programm“ ausgezeichnet.

 

Auch das spannungsreiche Programm in 2014 verspricht wieder interessante und abwechslungsreiche Ausstellungen. Noch bis zum 16. März ist die aktuelle und erst vor kurzem eröffnete Ausstellung „In Order to Join“ mit Werken internationaler Künstlerinnen der Nachkriegszeit zu sehen, die zwischen 1947 und 1957 geboren sind.

Einen neuen Blick auf Hans Hollein, Architekt, Designer, Künstler und Kurator, zugleich Erbauer des Museums Abteiberg, ermöglicht das Museum in einer Ausstellung zu dessen 80. Geburtstag vom 12. April bis 28. September.

„Hans Hollein: Alles ist Architektur“ heißt die Ausstellung und ist zugleich die „Geschichte eines interdisziplinär gedachten Werks“.
Das Museum Abteiberg zeigt damit eine Ausstellung, die in Holleins eigenen, einst visionären Räumen eine neue Annäherung an den wichtigen Protagonisten der Architektur- und Designdebatten der 1960er Jahre, die Hintergründe seiner preisgekrönten Architektur und der interdisziplinären Biografie schaffen will.
Es geht um eine Vergegenwärtigung der Entwicklung und Vision seiner architektonischen Arbeit, um eine zeithistorische Betrachtung des ganzheitlichen Gedankens, der am Anfang der sogenannten „postmodernen“ Architektur stand: Holleins künstlerische und aktivistische Arbeit geschah in enger Verbindung zur damaligen Kunst, persönlich zu Joseph Beuys, Claes Oldenburg und Museumskuratoren seiner Generation.

Charakteristisch ist hierfür sein Projekt „Alles ist Architektur.
Eine Ausstellung zum Thema Tod“ im Jahr 1970 in Mönchengladbach, gefolgt von „Werk und Verhalten, Leben und Tod“ zur Kunstbiennale Venedig 1972 und der großen New Yorker Ausstellung „MANtransFORMS“ im Jahr 1975.
Der Berliner Architekt Wilfried Kuehn hat einige Jahre in Wien gearbeitet und eine Gastprofessur an der TU Wien. Gemeinsam mit dem Museum Abteiberg unternahm er umfassende Recherchen im Atelier Hollein, die zu vielen bisher nie gezeigten Dokumenten und Materialien führten. Gemeinsam mit Wilfried Kuehn wird auch die räumliche Konstellation dieser Ausstellung in Holleins Architektur entwickelt. Für detailliertere Informationen zur Konzeption der Ausstellung stehen wir gemeinsam mit Wilfried Kuehn ab sofort gerne zur Verfügung.

Vom 29. Juni bis 31. August wird das erfolgreiche Projekt „Ein ahnungsloser Traum vom Park“ von MAP Markus Ambach Projekte in enger Zusammenarbeit mit dem Museum Abteiberg in seiner nunmehr zweiten Phase fortgesetzt.
In einer Abfolge von drei Phasen will das Projekt den Abteiberg zu einer großen städtischen Sequenz zusammenführen. Thema ist die komplexe Stadtlandschaft zwischen dem Museum Abteiberg und dem neuen Stadtzentrum, die in den Jahren 2015/16 neue Straßenführungen, einen neuen städtischen Platz und neue Verbindungen der Innenstadt zum Hans Jonas-Park und zum Skulpturengarten des Museums Abteiberg hervorbringen wird.

Die Fortsetzung des Projektes wird den städtebaulichen Prozess verfolgen, es werden Veranstaltungen im Skulpturengarten und im Hans Jonas-Park stattfinden, die das Miteinander der Nachbarn am Abteiberg weiter voran treiben.

Zudem soll es zwei  künstlerische Interventionen geben: Christian Odzuck entwickelt sein Projekt für die verwunschene Lichtung im Hans Jonas-Park weiter und Ina Weber schafft eine neue Arbeit für den Skulpturengarten.
Phase 3 beginnt mit der Umsetzung des neuen städtebaulichen Raums in der Mönchengladbacher Innenstadt, flankiert von den Entwicklungen im Rahmen des Masterplan 3.0 und wird ab 2015 Form annehmen.

Das Ausstellungsprogramm schließt im kommenden Jahr mit einer Ausstellung vom 26. Oktober bis 15. Februar 2015 ab, bei der in einer Serie miteinander verwobener Einzelpräsentationen vier Künstler die Parameter der Einzelausstellung im Verhältnis zur Gruppenausstellung untersuchen werden.
Die Ausstellung, die in der Art der „Domino-Effekte“ funktioniert, wird in verschiedene Phasen unterteilt, beginnend mit einer Einzelpräsentation der Arbeiten von Nairy Baghramian, die dann ihrerseits den Künstler Danh Vo einlädt und ihn dazu auffordert, mit seinen Arbeiten in diese Ausgangssituation zu intervenieren.
Der Zusammenhang oder auch die Widersprüchlichkeit des Nebeneinanders unterschiedlicher künstlerischer Praktiken soll hier im Dialog sichtbar gemacht werden. Ebenso in unterschiedlich aufeinanderfolgenden Phasen beteiligt ist die Künstlerin Lutz Bacher.
(pmg)