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Mönchengladbacher Zeitung

Neue Zahlen zeigen: „Die Kitastrophe in NRW setzt sich ungebremst fort“

Das dritte Jahr in Folge haben sich die Schließtage kontinuierlich erhöht – auf jetzt durchschnittlich 23,3 im Kita-Jahr 2024/2025 (nach 22,3 in 2022/2023 und 22,5 in 2023/2024).

Mit 3.447 Einrichtungen hat sogar rund ein Drittel aller Kitas an 27 Tagen im Jahr geschlossen. Das ist ein Anstieg von 73 Prozent innerhalb von 2 Jahren. Die gesetzliche Soll-Vorgabe liegt jedoch bei 20 Tagen. Zudem haben nur noch knapp 58 Prozent der Kitas bis 16.30 Uhr oder länger geöffnet. Im Vorjahr waren es noch mehr als 60 Prozent und Jahr 2021 sogar noch knapp 65 Prozent. 

Hierzu erklärt Dr. Dennis Maelzer, familienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:

„Die Kitastrophe in NRW setzt sich ungebremst fort. Ministerin Paul bekommt sie leider nicht in den Griff. Auf diesem Gebiet sind die Grünen in der Landesregierung eine große Enttäuschung. Was wir jetzt brauchen, ist endlich eine angemessene Kita-Finanzierung, keine Kürzungen bei Kita-Helfern, dafür mehr Investitionen in die Ausbildung, damit nicht tausende Stellen unbesetzt bleiben.

Frau Paul weiß das alles. Sie macht oder kann es aber nicht. Es ist daher geradezu zynisch, dass die Grünen zur Kommunalwahl ,Mehr Knete für Kitas‘ fordern. Es ist doch die grüne Ministerin selbst, die Kita-Träger durch ihre Politik dazu zwingt, beim Personal zu sparen. Die Folgen dieser Politik bekommen Familien jeden Tag hautnah zu spüren. Sie stehen bei dieser Landesregierung leider nicht an erster Stelle.

Wenn Ministerin Paul behauptet, die frühkindliche Bildung würde von ihr priorisiert, dann streut sie den Menschen Sand in die Augen. Tatsache ist: Die Kitas bekommen, was ihnen gesetzlich zusteht. Bei freiwilligen Leistungen wird hingegen gekürzt. So wird der Topf für Kita-Helfer im kommenden Jahr zum dritten Mal hintereinander kleiner.“

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