Neuigkeiten aus dem Feuerwehr- und Ordnungsausschuss

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Die Mönchengladbacher SPD informiert:

Am Mittwoch, dem 17. Mai, tagte der Ausschuss für Feuerwehr, öffentliche Ordnung und Katastrophenschutz im Ratssaal Rheydt.
Das Wichtigste aus der Sitzung haben wir für Sie zusammengefasst:

Die Feuerwehr stellte ihren Jahresbericht 2022 vor. 

In den drei Feuer- und vier Rettungswachen arbeiten 403 Mitarbeitende. Hinzu kommen 433 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. 
69.125 Notrufe wurden im Jahr 2022 durch die Feuerwehrleitstelle bearbeitet. Bei 645 Brandeinsätzen wurden 50 Menschen gerettet. 33.247-mal rückten die Rettungswagen im Stadtgebiet aus, davon in 9.293 Fällen mit Notarzt.

Neben der Entwicklung der Einsatzzahlen waren auch die Personalentwicklung und die Materialausstattung Thema der Jahresbilanz.
Wir sagen: Danke an alle Angehörigen der Feuerwehr für ihren unverzichtbaren Einsatz für unsere Stadtgesellschaft!

Im Dezember 2021 hat der Stadtrat die Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplanes verabschiedet. Hintergrund: Alle fünf Jahre wird überprüft, ob Rettungswagen und Notarzt innerhalb der gesetzlichen Hilfsfristen an den Einsatzörtlichkeiten eintreffen. So schreibt der Gesetzgeber vor, dass der Rettungswagen in 90 % aller Alarmierungen binnen acht Minuten beim Patienten sein muss.
Um dies dauerhaft zu gewährleisten, müssen in Koch und in Wickrath u.a. aufgrund gestiegener Einsatzzahlen neue Rettungswachen errichtet werden.
In der Sitzung stellte das Gebäudemanagement der Stadt (gmmg) die Pläne für den Bau der Wachen vor. Eine Fertigstellung der beiden Wachen ist spätestens für das Jahr 2026 vorgesehen. 
Der Ausschuss hat beschlossen, sich zukünftig in jeder zweiten Sitzung über den Sachstand der baulichen Umsetzung durch die Verwaltung berichten zu lassen. 

Nach Beschluss des Ausschusses im Jahr 2021 hat das gmmg in der Sitzung eine Untersuchung des Standortes der Feuer- und Rettungswache I (Von-Groote-Straße) vorgestellt. Hintergrund: Der Standort ist stark sanierungsbedürftig und die räumlichen Kapazitäten sind ausgeschöpft.
Das gmmg hat u.a. aus wirtschaftlichen Gründen die Aufgabe des Standortes und die Errichtung einer neuen Feuer- und Rettungswache I empfohlen.
In den nächsten Monaten wird nach einem geeigneten Grundstück für einen Neubau gesucht.
Für die weiteren Planungen stehen die Gelder im Haushalt bereit.
Der Ausschuss hat außerdem empfohlen, dass der Stadtrat beschließt, den Regelstundensatz für den Verdienstausfall von beruflich selbstständigen ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr von 7,50 auf 25,00 Euro zu erhöhen. Der Höchstbetrag einer alternativen Verdienstausfallpauschale soll zudem von 25,00 Euro pro Stunde dynamisch an den Höchstbetrag der Entschädigungsverordnung für Mitglieder kommunaler Gremien und Ausschüsse angepasst werden.

Dieser beträgt zurzeit 84,00 Euro pro Stunde.
Hintergrund: Regel- und Höchstsatz wurden seit 1998 nicht mehr erhöht. Im Jahr 2003 erfolgte lediglich eine Umstellung der DM-Beträge auf Euro.
Von der Anpassung wird auch ein positiver Effekt auf die Bereitschaft zur ehrenamtlichen Tätigkeit Selbständiger bei der Feuerwehr erhofft