Niersverband startet zweijähriges Projekt zur Schafsbeweidung
Der Niersverband startet im südlichen Beckenraum des Hochwasserrückhaltebeckens (HRB) Geneicken ein zweijähriges
Projekt zur Schafsbeweidung. Eine kleine Herde Coburger Schafe wird die Fläche im südlichen Beckenraum westlich der Niers während der Vegetationszeit beweiden.
Mit dem Projekt verfolgt der Niersverband das Ziel, die Flächen
naturnah und nachhaltig zu pflegen. Die Beweidung fördert die
Artenvielfalt, erhält strukturreiche Grünlandflächen und trägt dazu bei, den Einsatz maschineller Pflege zu reduzieren.
Damit ist die Maßnahme Teil der ökologischen Entwicklung des HRB und unterstützt den „Blauen Fußabdruck“ des Niersverbands.
Bislang werden die Flächen maschinell gemäht. Im Rahmen des
Projektes übernimmt künftig die Schafsbeweidung diese Aufgabe auf der ausgewählten Teilfläche. Der übrige Beckenraum wird weiterhin wie bisher gepflegt.
Da der südliche Beckenraum höher liegt, wird er erst bei größeren
Hochwasserereignissen überflutet. Für diesen Fall wird Vorsorge
getroffen: Sobald der Wasserstand einen festgelegten Wert erreicht, werden die Tiere vom Schäfer rechtzeitig von der Fläche gebracht.
Für den Niersverband entstehen durch die Schafsbeweidung keine zusätzlichen Unterhaltungskosten. Gleichzeitig entfallen auf der beweideten Fläche Mahd- und Entsorgungskosten. Die Entscheidung für das Projekt wurde jedoch vor allem aus ökologischen und nachhaltigen Gründen getroffen. Ziel ist es praktische Erfahrungen mit einer naturnahen Form der Landschaftspflege zu sammeln und deren Eignung für weitere Flächen zu bewerten.
Nach Abschluss des Projektes werden die ökologischen und
praktischen Erfahrungen ausgewertet. Anschließend wird
entschieden, ob weitere geeignete Flächen für eine Beweidung
freigegeben werden können.

