Rat beauftragt die Verwaltung mit der Erarbeitung eines Masterplans „Nahmobilität“

Mit-dem-Rad-zur-ArbeitDer Rat hat in seiner Sitzung am Mittwoch einstimmig den Beschluss gefasst, die Verwaltung mit der Erarbeitung eines Masterplans Nahmobilität zu beauftragen.
Der Masterplan Nahmobilität ist eine wichtige Grundlage für die Verkehrsentwicklung der Stadt und dient unter anderem als ein bedeutendes Teilkonzept im Rahmen der aktuellen Verkehrsentwicklungsplanung.

Unter Nahmobilität ist die individuelle Fortbewegung zu Fuß und mit dem Fahrrad, aber auch mit Inlinern, Kickboards, Skateboards im räumlichen Nahbereich zu verstehen, im englischen Sprachraum auch „human powered mobility“ genannt.

 

Vorteil der Nahmobilität ist, dass die Menschen sich in der Stadt als ihrem Lebensraum in stadtverträglicher, ressourcen- und energieschonender Weise fortbewegen, dabei keine Schadstoffe und keinen Lärm produzieren und sogar noch etwas für ihre ganz persönliche Gesundheit tun. Nahmobilität steht dabei für einen neuen, gesunden und sportlichen Lebensstil in einer „Stadt der kurzen Wege“, in der Wohnen, Arbeiten und Freizeit nicht weit auseinander liegen müssen.

Die Stadtverwaltung hat bereits einiges zur Förderung des Radverkehrs unternommen: So werden derzeit zahlreiche Einbahnstraßen überprüft, ob eine Freigabe für den Fahrradverkehr in Gegenrichtung erfolgen kann. Hintergrund ist die Vereinfachung von Vorschriften bei der Freigabe von Einbahnstraßen für Radfahrer durch den Bundesverkehrsminister im Jahre 2009. Viele Einbahnstraßen im Stadtgebiet konnten bereits geöffnet werden, allerdings ist in jedem Fall eine Einzelfallprüfung notwendig. Ebenfalls überprüft wird derzeit die Fahrradwegweisung mit den rot-weißen Schildern im Stadtgebiet. Ziel ist die Einrichtung eines durchgängigen Routennetzes zu den drei Nachbarkreisen Viersen, Heinsberg und Neuss, die in den vergangenen Jahren das sogenannte „Knotenpunktsystem“ aus Belgien und den Niederlanden übernommen haben.

Noch fehlender Baustein ist ein gesamtstädtisches Konzept zur Förderung der Nahmobilität. Neben einem stadtweiten Radverkehrsnetz, das weiter verbessert werden soll, werden auch die Wege für Fußgänger unter die Lupe genommen. Hier ist vorgesehen, im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundes ein solches Konzept unter Beteiligung der Bevölkerung und weiterer Akteure zu erstellen. Die Arbeiten daran sollen im Sommer beginnen.
pmg