Ist das Verfahren damit abgeschlossen und die Grundlage für weitere Baufortschritte auf dem Areal geschaffen?
Die Stadt Mönchengladbach hat nach eigenen Worten den Weg für die weitere Entwicklung der Seestadt freigemacht.
Am Mittwoch, 28. August, hat der Rat den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 793/O gefasst – die planungsrechtliche Grundlage für die Bebauung des „Seestadt“ genannten Wohnquartiers.
Dieses soll östlich der Breitenbachstraße entstehen und von einem künstlichen Gewässer durchzogen werden. Den Anfang dafür hat Seestadt-Investor Catella mit rund 250 Wohneinheiten im „Südviertel“ der Fläche bereits gemacht.
Ende 2023 allerdings hatte das Oberveraltungsgericht Münster in einem sogenannten Normenkontrollverfahren einzelne Aspekte des B-Plans beanstandet und diesen für unwirksam erklärt.
Die Stadt hat seitdem daran gearbeitet, den Bebauungsplan in Abstimmung mit dem Investor Catella in einem sogenannten ergänzenden Verfahren zu „heilen“.
Dazu wurden zum Beispiel die Lärmschutzfestsetzung und eine Vorgabe zur Mindestgeschossigkeit angepasst.
Im Mai und Juni fand die förmliche Öffentlichkeitsbeteiligung statt. Das Interesse daran war sehr mäßig. Mit dem Satzungsbeschluss durch den Rat konnte das Verfahren nun erfolgreich abgeschlossen werden.
Ob es dabei bleibt, wird sich zeigen, nach dem Ende der Ratssitzung gab es bereits Stimmen, die eine weitere Klage vorhersagen.
Der neue städtebauliche Vertrag zwischen Stadt und Catella soll auch für die Öffentlichkeit einsehbar sein. Darin soll auch der See der Seestadt konkretisiert worden sein.
Dies teilte die Verwaltung in der Ratssitzung öffentlich mit. Nach Maßgabe des Informationsfreiheitsgesetzes NRW (IFG NRW) hat jeder Bürger Anspruch auf Zugang zu den vorhandenen amtlichen Informationen.


Kommentare
2 Kommentare zu „Rat hat gestern „geheilten“ Bebauungsplan zur Seestadt mit nur einer Gegenstimme beschlossen“
Bin mal gespannt wieviel See am Ende übrigbleibt, wenn überhaupt.
Gespannt bin ich auch, wann Catella die idyllischen Fotos auf ihrer „Seestadt“seite korrigiert. Würde ich in dem neuen, teuren „Quartier“ leben, käme ich mir mittlerweile reichlich ver… vor
Also dass der See entsteht hat sich die politische Mehrheit nun tatsächlich besser absichern lassen, als zuvor. Dafür gab es ja ganz viele andere Teile wo zu Gunsten von Catella nachgebessert wurde.
Allerdings darf sich niemand viel von diesem See versprechen, es ist halt eine künstliche Pfütze. So manches Schlagloch kommt schon fast an die Größe und Tiefe ran ;-)