Ratsmehrheit will einen Seniorenrat für die Stadt

Die Zahl der alten Menschen hierzulande nimmt stetig zu: Bereits mehr als fünf Millionen Menschen im Alter von 60 oder mehr Jahren lebten Ende 2019 in NRW – das sind 28 Prozent der gesamten Bevölkerung des Landes.

Diese Bevölkerungsgruppe hat besondere Interessen und Bedürfnisse, die NRW-weit in derzeit 169 Seniorenvertretungen Städten und Gemeinden gebündelt und eingebracht werden. Das soll nach den Vorstellungen der Ratsmehrheit aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP bald auch in Mönchengladbach der Fall sein.

„Wir haben einen Antrag abgestimmt, wonach die Verwaltung die entsprechenden Schritte darstellt, die man benötigt, um auch hier in Mönchengladbach einen Seniorenrat einrichten zu können“, sagt Grünen-Ratsfrau Anita Hoffmann, die bei den Grünen den Arbeitskreis Senioren leitet und auch der Initiative „Seniorenrat MG“ angehört. „Wir sind froh, dass dieses Projekt nach den umfangreichen Bemühungen nun endlich auf die Schiene gesetzt wird“, sagt sie. Hintergrund: Die Initiative hatte zu Beginn dieses Jahres einen Bürgerantrag zur Einrichtung eines Seniorenrates in Mönchengladbach eingebracht.

„Der Seniorenrat als unabhängiges, ehrenamtliches Gremium hat das Ziel, die gesellschaftliche Teilhabe der älteren Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt zu stärken und sich für die Belange älterer Menschen einzusetzen“, beschreibt Nicole Wilms, sozialpolitische Sprecherin der SPD, den Zweck dieses Gremiums. „Er soll Beschlüsse verfassen und sie zur Entscheidung an die entsprechenden Ausschüsse und den Rat weiterleiten“, so Wilms weiter.

Zur Bildung des Seniorenrats wird es Versammlungswahlen geben, das ist FDP-Ratsherr Reiner Gutowski, Mitglied im Sozialausschuss, wichtig. „Beim Seniorenrat handelt es sich aber nicht um ein politisches Organ, denn es werden keine Ratsleute als stimmberechtigte Mitglieder darin vertreten sein“, betont er. Der Seniorenrat sei zur Erfüllung seiner Aufgaben parteipolitisch und konfessionell neutral.

In der Ratssitzung am 6. Oktober soll der Seniorenrat nun endgültig auf den Weg gebracht werden.

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