Raub auf Juwelier aus der Schweiz – Nachtragsmeldung

Polizei - BlaulichtAm Mittwochabend, gegen 21:09 Uhr, kam es zu einem Raub zum Nachteil eines Juweliers aus der Schweiz. Der Geschäftsmann hielt sich zu einem privaten Besuch in Mönchengladbach auf.

Nach jetzigem Erkenntnisstand hat sich gestern folgendes ereignet:

Ein 36jähriger Schweizer aus Genf ist als Juwelier und Angestellter einer mit Edelsteinen handelnden Schweizer Firma in Deutschland auf Geschäftsreise und führt eine Musterkollektion bei sich.
Nachdem sich der 36-Jährige gestern geschäftlich auch in Düsseldorf aufgehalten hatte, besuchte er abends Verwandte in Mönchengladbach.

 

Kurz nach 21:00 Uhr kam es dann bei einer Fahrt durch Mönchengladbach auf dem Weg nach Rheydt zu dem Überfall.

Der 36-Jährige war mit einem geliehenen dunklen Kleinwagen von Peugeot von der Karstraße losgefahren. Seine Fahrt ging über die Hehner Straße stadtauswärts. An der Kreuzung Hehner Straße / Monschauer Straße wollte er nach links in Richtung Aachener Straße abbiegen und stand als einziges Fahrzeug an der Ampel bei Rotlicht auf der Linksabbiegespur. Plötzlich bemerkte er einen Mann an der Beifahrertüre, der mit einer Lederjacke bekleidet war und einen geschlossenen Motorradhelm auf dem Kopf trug.

Der unbekannte Mann schlug die Scheibe der Beifahrertüre ein, sprühte Reizgas in das Wageninnere und nahm die Tasche mit der Edelsteinkollektion durch die nun offene Scheibe heraus. Anschließend flüchtete er. Womit der Räuber flüchtete und in welche Richtung konnte der Überfallene nicht angeben, da er durch das Reizgas entsprechend beeinträchtigt war.

Als der Überfallene wieder sehen konnte, konnte er die Polizei nicht alarmieren, da sich sein Handy mit in der geraubten Tasche befand.

Er wollte deshalb eine Polizeiwache anfahren und fuhr daher vom Tatort nach rechts auf die Monschauer Straße und dann über die Waldnieler Straße wieder nach rechts in Richtung Innenstadt, um die Wache Alter Markt zu erreichen.

Auf der Waldnieler Straße sah er in Höhe der Rudolfstraße ein Pärchen, hielt an und konnte mit dessen Hilfe und Handy schließlich die Polizei alarmieren.
Die existierenden ( hier nicht gezeigten) Pressefotos stammen somit nicht vom Tatort, sondern vom Anhalteort des Überfallenen auf der Waldnieler Straße.
Eine sofort eingeleitete so genannte Ringfahndung verlief bisher ohne Erfolg.

Der 36-Jährige wurde wegen des eingesetzten Reizgases einem Krankenhaus zugeführt. Dort wurde er ambulant behandelt und konnte bereits wieder entlassen werden.

Der Wert der von dem Räuber erbeuteten Edelsteine wird mit 2,8 Millionen Schweizer Franken angegeben. Die Edelsteine befanden sich in einer dunklen Kunstledertasche, ähnlich einem Pilotenkoffer.
Seitens der Polizei wurde eine Ermittlungskommission eingerichtet.

Im Rahmen dieser Ermittlungsarbeit wurde der Tatort abgesucht und eine Anwohnerbefragung durchgeführt.

Die Polizei hofft auf Zeugenhinweise und fragt, wer den kleinen dunklen Peugeot auf seiner Fahrt von der Karstraße bis zur Kreuzung Hehner Straße / Monschauer Straße sah und möglicherweise ein hinter ihm fahrendes anderes Fahrzeug bemerkte.

Auch Verkehrsteilnehmer, die zur Tatzeit über die Monschauer Straße fuhren, könnten etwas gesehen haben. Der 36-Jährige bemerkte als er an der Ampel wartete, dass der Querverkehr auf der Monschauer Straße lief.

Da der Überfall sehr schnell von statten ging und die Fluchtrichtung des Unbekannten nicht bekannt ist, sah möglicherweise einer dieser Verkehrsteilnehmer den Räuber bei seiner Flucht, zu Fuß oder mit einem Fahrzeug.

Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizei unter Telefon 02161-290.