Schiff auf Kurs gehalten – Haushalt schließt 2019 mit Überschuss von rund 41,6 Mio. Euro ab

Stadtkämmerer Michael Heck

Nach 2017 und 2018 kann nun auch das Jahr 2019 mit einem satten Überschuss von 41,6 Millionen Euro abschließen.

Die Planung ging lediglich von einer Überdeckung von rund einer Millionen Euro aus. Somit stehen die städtischen Finanzen um rund 40,6 Millionen Euro besser da, als geplant.

„Demnach konnte das Schiff auf Kurs gehalten werden“, so Stadtkämmerer Michael Heck. Das positive Jahresergebnis beruht zum einen auf Mehrerträgen, die sich unter anderem aus einer Gesetzesnovellierung des Kinderbildungsgesetzes und aus der Auflösung von Sonderposten ergeben haben.

Darüber hinaus waren gegenüber der Planung geringere Beträge an Gewerbesteuerumlage, für den Fond deutscher Einheit und für Sozialtransferleistungen aufzuwenden.

Auch das nach wie vor niedrige Zinsniveau und die weiterhin guten konjunkturellen Rahmenbedingungen wirkten sich im Jahr 2019 positiv auf das Ergebnis aus. Die konsequente Umsetzung der insgesamt 233 Maßnahmen des Haushaltssanierungsplans (HSP) steuerte 1,7 Millionen Euro bei. Die ursprünglich geplante Konsolidierung für 2019 lag bei 53,0 Millionen Euro, erzielt wurden tatsächlich 54,8 Millionen Euro.

Auch der Schuldenabbau konnte weiter vorangetrieben werden.
2019 konnten Kreditschulden in Höhe von rund 70,6 Millionen Euro abgebaut und damit auch das Zinsrisiko für die Folgejahre minimiert werden. Damit sinkt der Schuldenstand auf rund 971 Millionen Euro erstmals unter die Eine-Milliarde-Grenze.
Stadtkämmerer Michael Heck freut sich zwar über das positive Jahresergebnis 2019, muss die Euphorie aber angesichts der absehbaren finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise auf den städtischen Haushalt deutlich dämpfen: Bei aller Freude, die angesichts solcher Zahlen in den verschiedenen Interessensbereichen aufkommen könnte, mahnt Kämmerer Michael Heck weiterhin mit Augenmaß zu wirtschaften. „Vor allem vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden gesamtwirtschaftlichen Abwärtsbewegung seit März dieses Jahres und der aktuell erst langsam einsetzenden Erholung drohen die geringen finanziellen Spielräume in Gänze dahin zu schmelzen“, betont der Kämmerer.

„Die Corona-Pandemie zeigt, wie schnell externe Einflüsse die Haushaltslage dramatisch verändern können. Mit Blick auf die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Haushalt der Stadt Mönchengladbach ist dringend Hilfe von Bund und Land in Form von dauerhaft und zusätzlich bereitgestellter Finanzausstattung einzufordern, damit die Konsolidierungsbemühungen der vergangenen Jahre nicht vergebens waren“, so Michael Heck weiter.

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