Schlagwort: Fluglärm

  • Hajo Siemes: Gedanken zur Zeit

    Hajo Siemes: Gedanken zur Zeit

    Kolumne von Hajo Siemes

    Fluglärm zu Corona-Zeiten

    Die Einschränkungen die wir zur Zeit in allen Lebensbereichen spüren, hätten wir vor Wochen noch für unmöglich gehalten.  Manches fällt uns schwer, es zu ertragen, die Isolation ist fast unmenschlich, soziale Kontakte fehlen überall.

    Aber dennoch mit zunehmender Zeit, kann man sich an Einschränkungen gewöhnen und findet sogar gutes dabei. Ist es nicht toll, im Garten oder auf dem Balkon oder draußen im freien Gelände sich aufzuhalten, ohne den Fluglärm über Giesenkirchen im zwei Minuten Takt ertragen zu müssen……..Es geht doch auch ohne diesen regen Flugbetrieb und warum sollten die Einschränkungen im Flugbetrieb nicht auch für die Zukunft gelten……..

    Ich höre schon jetzt wieder die sogn. „Wirtschaftsweisen“, die für 2021 wieder ein Wirtschaftswachsrum prognostizieren….Nein, Nein, das brauchen wir nicht. Was wir brauchen ist eine Angleichung der Wirtschaftsleistungen in den ärmeren Ländern und Regionen und einen Stillstand der Wirtschaftsleistungen bei den Ländern auf hohem Niveau, um vor allem Kriege zu verhindern und Armut einzudämmen.

    Diese weltweite Krise ist ein erneutes Aufbäumen gegen den Wirtschaftswahnsinn, den wir in den reichen Industriestaaten betreiben. Nach der Finanzkrise ist nichts passiert, alles geht weiter so wie bisher. Die Spekulanten an den Börsen und in den Finanzmärkten haben weiterhin das Sagen und spekulieren nur der Kapitalmaximierung wegen, unabhängig von den wirklichen Bedürfnissen der Menschen. Die Klimakrise wird immer noch nicht erst genommen, wichtige Maßnahmen und Verbote bleiben aus. Wenn wir diese Corona-Krise überstanden haben, darf es nicht so weiter gehen wie bisher, dann muss auch die Klima Krise endlich ernst genommen werden.

    Statt Wirtschaftswachstum brauchen wir Einschränkungen und Verbote, damit unser Klima, wir und unsere Erde noch ein Chance haben.
    Die wichtigsten Maßnahmen, die sofort umzusetzen wären, sind:

    • Verbot der Massentierhaltung und Einschränkungen in der industrieellen Landwirtschaft
    • Tempobeschränkung auf 120 für allen Autobahnen
    • Vorgaben für die Autoindustrie keine großen und energieträchtigen PKWs mehr herzustellen
    • Flugverbot auf Strecken unter 500 km und deutliche Einschränkungen bei Inlandflügen
    • Ausstieg aus der Kohle, sofort

    Es ist scheinbar genug Geld da, um die Infrastruktur bei Bahn und Bus zu verbessern und umweltfreundliche Energieträger zu fördern. Da müssen nur Gesetze her. Und das dies sehr schnell gehen kann, hat diese Corona Krise gezeigt. Ein weiter so wie bisher ist endgültig an unsere Grenzen und an den Grenzen unseres Planeten angekommen.

    Gez. Hajo Siemes, Grüner Kommunalpolitiker

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  • Aktion „Um 22 Uhr muss Schluss sein“

    Aktion „Um 22 Uhr muss Schluss sein“

    Bürger gegen Fluglärm e.V.
    Kaarster gegen Fluglärm e.V.
    Heimat- und Bürgerverein Lohausen-Stockum e.V. und Arbeitsgemeinschaft „Leben in Lohausen“
    Siedlergemeinschaft Düsseldorf Nord
    Initiative „Gegen Fluglärm MG-Ost“
    Netzwerk Mülheimer Bürger gegen Fluglärm

    Von Jahr zu Jahr steigt die Zahl der Nachtflüge in Düsseldorf. Im vergangenen Jahr starteten bzw. landeten 11.673 Maschinen nach 22 Uhr, in den Sommermonaten waren es alleine 7.326. Es deutet alles darauf hin, dass in diesem Jahr neue Rekorde aufgestellt werden, zumal bereits in den ersten fünf Monaten des Jahres 4.448 Flüge nach 22 Uhr zu verzeichnen sind.

    Vor diesem Hintergrund und der andauernden Untätigkeit des zuständigen Verkehrsministers werden die oben bezeichneten Initiativen gegen Fluglärm die Bevölkerung aufrufen, sich der Forderung „Um 22 Uhr muss Schluss sein!“ anzuschließen. „Wir erwarten von Verkehrsminister Hendrik Wüst, dass er die bestehende Betriebsgenehmigung für den Flughafen Düsseldorf ändert und ein striktes Nachtflugverbot von 22 Uhr bis 6 Uhr, an Sonn- und Feiertagen bis 7 Uhr verhängt,“ so der Vorsitzende der Initiative „Gegen Fluglärm MG-Ost“ Frederick Skupin.

    Die Initiatoren der Initiativen rund um den Flughafen Düsseldorf,  weisen darauf hin, dass das Luftverkehrsgesetz die Bestimmung enthalte, dass auf die Nachtruhe der Bevölkerung in besonderem Maße Rücksicht zu nehmen ist (§ 29b). „Wir werden in den nächsten Wochen die Bevölkerung in MG-Ost bei Infoständen und Hausbesuchen aufrufen, diese Forderung zu unterstützen. Dazu werden Postkarten und Unterschriftenlisten eingesetzt, die nach Ende der Kampagne dem Minister übergeben werden sollen, erklärt Hajo Siemes, Sprecher der Initiative in Mönchengladbach.

    Die Praxis der vergangenen Jahre habe gezeigt, dass die bestehende Betriebsgenehmigung keinen wirksamen Schutz der Anwohner vor Fluglärm in den Nachtstunden bietet. In einem Brief an Verkehrsminister Hendrik Wüst legen die Initiativen gegen Fluglärm dar, dass in der Stunde von 22 Uhr bis 23 Uhr die Anwohner in der jeweiligen Flugrichtung mehr Flügen ausgesetzt sind, als in jeder anderen Stunde des Tages (s. Anlage).

    Seit der Betriebsgenehmigung von 2005 ist die Zahl der Flugbewegungen nach 22 Uhr rapide angestiegen. Betrug deren Zahl z.B. im Juni 2005 noch durchschnittlich 25,2 pro Nacht, so ist die Frequenz auf 45,4 (Juni 2016), d.h. um 20 Flüge pro Nacht angestiegen.

    Das bedeutet für die Menschen, die in der Einflugschneise leben, 45mal pro Nacht Störung ihrer Ruhe, des Schlafes, Beeinträchtigung ihrer Gesundheit, Störung der Entwicklung der Kinder und psychischen Stress. Die negativen Auswirkungen nächtlicher Ruhestörung sind seit langem wissenschaftlich erforscht. Der Gesetzgeber und die Ordnungsbehörden haben beim Straßenverkehr oder bei Veranstaltungen nach 22 Uhr eine Lärmminderung verordnet – nicht so bei Fluglärm. „Die von Nachtflügen betroffenen Menschen sind dem Lärm schutzlos ausgeliefert. Deshalb ist es an der Zeit, dass der verantwortliche Minister handelt und dem nächtlichen Flugverkehr klare Grenzen setzt“, so der Sprecher der Initiative, Hajo Siemes abschließend.

    Anlage: Brief an Verkehrsminister Hendrik Wüst

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  • Initiativen gegen Fluglärm hoffen auf einen Dialog  mit CDU-Verkehrsminister Hendrik Wüst

    Initiativen gegen Fluglärm hoffen auf einen Dialog mit CDU-Verkehrsminister Hendrik Wüst

    Die Initiativen gegen Fluglärm im Umkreis der Landeshauptstadt Düsseldorf vertreten die Interessen von mehr als 40.000 Menschen in dieser Region. Über 1600 Einwendungen gegen die Kapazitätserweiterung des Flughafens Düsseldorf kamen aus dem Osten von Mönchengladbach. Die Initiative „Gegen Fluglärm MG-Ost“, hofft nun, dass die neue Landesregierung der Kapazitätserweiterung widerspricht und der Flughafengesellschaft keine Genehmigung dafür erteilt.

    Aus den Koalitionsvereinbarungen zwischen CDU und FDP können unterschiedliche Schlüsse gezogen werden. Die Initiativen bitten nun in einem Schreiben an den neuen Vwekehrsminister Wüst um einen konstruktiven Dialog und um einen Gesprächstermin, um die anstehenden Fragen aus dem Koalitionsvertrag zu klären. Außerdem wollen sie die Anliegen der Fluglärmgegner persönlich deutlich vortragen.

    „Aus dem Koalitionspapier kann einerseits entnommen werden, dass die Regionalflughäfen in Weeze, Dortmund und Osnabrück gestärkt werden sollen, andererseits will sich aber die Regierung auch für die Abschaffung der Luftverkehrssteuer einsetzen und somit noch mehr Luftverkehr ermöglichen. Eine Ablehnung der Kapazitätserweiterung geht aus diesen Vereinbarungen nicht hervor. Daher brauchen wir Klarheiten seitens der Landesregierung zum Thema Kapazitätserweiterung und vor allem über die Reduzierung von Lärm und Schadstoffen über unseren Häusern“, so Hajo Siemes, Sprecher der Initiative „Gegen Fluglärm MG-Ost“

    Rückenwind bekommen nun die Initiativen von einer Novelle des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), die im Juli im Bundestag beschlossen wurde.  „Damit werden endlich die europäischen Vorgaben im deutschen Gesetzt angepasst und eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung zur Bedingung für Erweiterungen gemacht“, fasst Hajo Siemes zusammen und geht davon aus, dass die neue Landesregierung dieses Gesetzt anwenden muss, da bisher von der Flughafengesellschaft Düsseldorf, diese umfassende UVP nicht vorgelegt wurde.

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  • Neue Landesregierung in NRW: Koalitionsvertrag enttäuschend für Fluglärmbetroffene

    Neue Landesregierung in NRW: Koalitionsvertrag enttäuschend für Fluglärmbetroffene

    Statement von Helmut Breidenbach, Präsident der Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF):

    „Der Koalitionsvertrag von CDU und FDP in NRW ist enttäuschend für Fluglärmbetroffene.
    Wirksamer Lärmschutz wird im Vertrag nicht angestrebt und wirtschaftlichen Interessen untergeordnet.
    Dort, wo der Fluglärmschutz von der Koalition angesprochen wird, sind die Handlungsmöglichkeiten des Landes auch noch beschränkt. So obliegt die Festlegung der Höhe und der Spreizung der lärmabhängigen Start- und Landeentgelte in erster Linie den Flughäfen in Verhandlungen mit den Fluggesellschaften. Auch die Durchsetzung lärmmindernder Flugverfahren fällt nicht in die Kompetenz des Landes.

    Die lange Dauer der heutigen Genehmigungsverfahren ist vor allem der geringen Transparenz der Planungsverfahren, der mangelnden Beteiligung der Betroffenen bis hin zu deren Täuschung geschuldet und mündet deswegen oft in Gerichtsverfahren. Reine Beschleunigungsverfahren, wie sie der Koalitionsvertrag vorsieht, bringen ohne Beseitigung dieser Ursachen nichts, verschärfen möglicherweise sogar die Konflikte und erreichen damit das Gegenteil.
    Eine Regelung, dass Umweltgutachten nicht nur fünf Jahre, sondern für die Dauer des gesamten Planungs- und Genehmigungsprozesses gültig sein sollen, untergräbt außerdem den Grundsatz, dass in eine vernünftige Abwägung auch neue Umwelterkenntnisse gehören.

    In entscheidenden landespolitischen Fragen bleiben CDU und FDP hingegen eine Position schuldig, so zum Beispiel bei der beantragten Kapazitätserweiterung am Flughafen Düsseldorf und beim nächtlichen Passagierflugverbot am Flughafen Köln/Bonn. Unklar bleibt auch, ob die Landesregierung die Linie von SPD und Grünen zur baldigen Schließung des Flughafens Essen/Mülheim weiter verfolgt.

    CDU und FDP versäumen auch ein Bekenntnis zu einem neuen NRW-Luftverkehrskonzept, obwohl sie in den letzten Jahren die Vorgängerregierung regelmäßig wegen einer fehlenden Überarbeitung der letzten NRW- Luftverkehrskonzeption aus dem Jahr 2000 kritisiert haben.
    Stattdessen weist der Vertrag auf ein Papier des Bundesverkehrsministers hin, der daran gescheitert ist, ein mit den anderen Ministerien abgestimmtes Luftverkehrskonzept der Bundesregierung zu erstellen. Beschrieben werden dort vorwiegend Förderungsmaßnahmen der Luftverkehrswirtschaft – nahezu völlig ausgeblendet ist der Umweltschutz.
    Umweltpolitisch kontraproduktiv ist auch die geforderte Abschaffung der Luftverkehrssteuer.
    Diese Steuer sorgt für einen wichtigen Beitrag gegen die steuerliche Privilegierung des Flugverkehrs, der von Mineralöl- und Ökosteuer befreit ist.“

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  • Fluglärm über Mönchengladbach: die Statements der Landtagskandidaten im Bezirk MG-Süd

    Fluglärm über Mönchengladbach: die Statements der Landtagskandidaten im Bezirk MG-Süd

    Zur Podiumsdiskussion mit den Landtagskandidatinnen und Kandidaten aus dem Bezirk MG-Süd kamen am vergangenen Dienstag mehr als 50 Interessenten ins Marienheim Meerkamp in Giesenkirchen, um die Meinung der zur Landtagswahl antretenden Kommunalpolitiker zum Thema „Wer schützt uns vor Fluglärm“ zu erfahren.
    Nach Begrüßung, kurzer Einführung durch Frederick Skupin und Hajo Siemes von der Initiative „Gegen Fluglärm MG-Ost“, hatten die Politiker das Wort. Sie konnten ihre Positionen zum Thema Kapazitätserweiterung Flughafen Düsseldorf vorstellen und so den Bürgern eine Hilfe zum Wahlverhalten im Mai 2017 geben.

    Hans Willi Körfges (SPD) spricht sich eindeutig gegen die geplante Erweiterung aus:
    „Wir haben es mit einem Verwaltungsverfahren zu tun. Dieses Planfeststellungsverfahren wird entschieden durch den Minister als Behörde.
    Wir Politiker im Landtag werden das nicht zu entscheiden haben. Eine Verlagerung auf die Schiene wie von den Linken vorgeschlagen, ist total vernünftig. Störung der Nachtruhe ist das Schrecklichste, sie wird leider vom Flughafen billigend in Kauf genommen.
    Auch ich kann niemandem versprechen, dass es so ausgeht wie es sich die betroffenen Anlieger wünschen.
    Der aus dem Jahr 1965 stammende Angerlandvergleich sollte geschärft werden.
    Der Flugverkehr sollte auf die geschäftlich notwendigen Flüge reduziert und die Freizeitflüge dann in NRW verteilt abgewickelt werden. Letztendlich wird es eine juristische Entscheidung geben.
    Man sollte die Normen für Flugzeuge modernen Anforderungen anpassen. Das kann Politik machen und darüber können Steuern und Gebühren gesteuert werden. Weniger Gebühren für leise Flugzeuge, hohe Abgaben für Lärmschleudern. Ich halte die Kapazitätserweiterung für Unsinn, ökologisch nicht vertretbar „.

    Daniel Winkens (FDP), ein politischer Neuling aus Odenkirchen, hatte sicher den schwersten Part.
    Er vertritt offen eine gegensätzliche persönliche Stellung gegen seine Landespartei.
    „Die Tatsache Flugverkehrszunahme im privaten Bereich reicht als Begründung nicht aus für die Erweiterung der Kapazitäten. Meine persönliche Meinung: Nein!“

    Für ein klares Nein tritt auch Torben Schultz (die Linke) ein. Er sieht inhaltlich keinen akzeptablen Grund, den Wünschen der Fughafeneigner zu entsprechen.
    „Lärm ist für alle, auch die Tiere, eine Belastung, auch das Flugbenzin welches vom Himmel fällt ist eine nicht zumutbare Belastung.
    Billigflugangebote dürfen nicht sein, sie verleiten zu noch mehr Privatflügen, Beispiel:“mal eben in London shoppen“.
    Von den Kommunalpolitikern muß Druck aufgebaut werden in Richtung Berlin. Man kann sich nicht herausreden damit, man sei auf dieser Ebene nicht zuständig. Bei entsprechendem Druck auf die Bundestagsabgeordneten würde sich auch in Berlin in Richtung Luftfahrt-Gesetzgebung etwas ändern können. Wir Linke tun das und reden mit unseren Bundestagsabgeordneten darüber“.

    Natürlich ist auch Lena Zingsheim ( Bündnis90/Grüne) gegen die Kapazitäzserweiterung in Düsseldorf.
    Sie sieht hauptsächlich die Bundesregierung in der Pflicht.
    „Der Bund lässt das Land seit 2010 alleine beim angesprochenen Luftverkehrskonzept, das ist schade“.
    Sie sieht viele Möglichkeiten der Vermeidung von Lärm durch Flugverkehr und wird sich dafür einsetzen.

    Ein Nein erklärt auch Frank Boss (CDU) zu seiner Position.
    “ Zukünftig ein Mehr an Lärmbelastung ist eigentlich so nicht hinnehmbar. Ich meine: das Planfeststellungsverfahren ist noch nicht durch.
    Meine Position: strikt gegen eine Kapazitätserweiterung und außerdem für eine weitere Entlastung des Nachtzeitraumes. Ich werde meine Position auch im Falle meiner Wahl im Landtag nicht verlassen.

    Zur Verdeutlichung seiner Aussage hier ein Teil des O-Tons, Dauer: ca. 3 Minuten

     

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  • Podiumsdiskussion mit den Landtagskandidaten aus Mönchengladbach-Süd

    Podiumsdiskussion mit den Landtagskandidaten aus Mönchengladbach-Süd

    Die Bürgerinitiative „Gegen Fluglärm MG-Ost“ veranstaltet mit den Landtagskandidaten aus dem Wahlbezirk MG-Süd eine Podiumsdiskussion zum Thema Fluglärm sowie zum Antrag des Flughafens Düsseldorf zur Kapazitätserweiterung des Flughafens.

    Die Veranstaltung findet statt am:
    Dienstag, 28.3. um 19 Uhr, im Marienheim, Giesenkirchen-Meerkamp, Nesselroderstr. 81.

    „Das Erörterungsverfahren ist abgeschlossen, die betroffenen Städte, Kommunen und Initiativen haben sich in einer Abschlusserklärung eindeutig gegen die Erweiterung des Flugbetriebs aus gesprochen. Nun müssen das Verkehrsministerium NRW und letztlich die Politik entscheiden, ob mit einer Erweiterung der Start und Landebahn, zukünftig die Lärmbelastung für die Bevölkerung von Mönchengladbach-Ost noch größer wird,“ so Hajo Siemes, der Sprecher der Initiative.

    Auf der Podiumsveranstaltung, die von dem Vorsitzenden der Initiative, Frederick Skupin moderiert wird, sollen nun die Politiker aus dem Wahlkreis MG-Süd, der im Landtag vertretenden Parteien, Stellung zu den Fragen der Initiative und der anwesenden Bürgerinnen und Bürger nehmen.

    Eingeladen und im Podium vertreten, sind die örtlich Kandidaten Hans-Willi Körfges SPD, Frank Boss CDU, Daniel Winkens FDP und die Kandidatin der Grünen Lena Zingsheim.

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  • Zu starker Fluglärm über Mönchengladbach bei Ostwind  Flughafen Düsseldorf will noch mehr Starts und Landungen

    Zu starker Fluglärm über Mönchengladbach bei Ostwind
    Flughafen Düsseldorf will noch mehr Starts und Landungen

    Der Flughafen Düsseldorf möchte seine Kapazität erweitern und in Zukunft bis zu 60 Flugbewegungen pro Stunde also auch Landungen abwickeln können.
    Bisher sind es laut Internetseite des Flughafens Düsseldorf 47 Flugbewegungen pro Stunde.
    Mehr Landungen bedeuten dann auch mehr Fluglärm insgesamt für die östlichen Mönchengladbacher Stadtteile.

    Seit letztem Jahr gibt es wiederholte Beschwerden aus den Stadtteilen Giesenkirchen, Dohr und auch Odenkirchen bei der Stadtverwaltung.
    Dieses Fluglärm-Problem wird offensichtlich dadurch erzeugt, dass der Stadtteil Giesenkirchen in der direkten Verlängerung der beiden Start-/Landebahnen vom Flughafen Düsseldorf liegt. Die Entfernung beträgt 12,9 Nautische Meilen (NM) (ca. 23,9 km).
    Der überwiegende Teil der Anflüge nutzt das sogenannte Instrumentenlandesystem (ILS). Hierbei werden die Luftfahrzeuge im Anflug so geführt, dass diese spätestens bei einer Entfernung von 10 NM auf dem ILS sind.
    Nach internationalen Richtlinien müssen es mindestens 12 NM sein.
    Laut der Deutschen Flugsicherung werden die Luftfahrzeuge bei verschiedenen Entfernungen auf die Anfluggrundlinie gesetzt, um die notwendigen Sicherheitsabstände zwischen den Anflügen gewährleisten zu können. Diese Flexibilität muss erhalten werden, um die anfallende Verkehrsmenge am Flughafen Düsseldorf abwickeln zu können.

    Sollte der Düsseldorfer Flughafen seinen Antrag für eine Kapazitätserweiterung beim Landesverkehrsministerium genehmigt bekommen, ist auch Mönchengladbach davon betroffen. Das gilt vor allem für die östlichen Stadtteile. Die Stadt liegt zwar nicht im sogenannten relevanten Lärmwirkungsbereich des Flughafens Düsseldorf, trotzdem kommen wiederholt Beschwerden über Fluglärm aus den Stadtteilen Giesenkirchen, Dohr und Odenkirchen.

    Das teilte Jürgen Beckmann, Leiter des städtischen Fachbereichs Stadtentwicklung und Planung jetzt im Planungs- und Bauausschuss mit.

    lärm2Die Verwaltung erklärt sich dies wie folgt: Um genügend Sicherheitsabstand bei den einzelnen Landeanflügen gewährleisten zu können, werden die Luftfahrzeuge vor der Landung laut der Deutschen Flugsicherung auf eine Anfluggrundlinie gesetzt. Sie befindet sich vor allem bei Ostwindlagen auch über dem Mönchengladbacher Stadtgebiet, genauer im Bereich Giesenkirchen, der quasi in einer Verlängerung der beiden Start-/Landebahnen liegt. Das ist etwa an 20 bis 30 Prozent der Tage im Jahr und vor allem bei guten Wetterlagen der Fall. Bei windstillen Verhältnissen liegt die Entscheidung über die Richtung der Anflüge im Ermessen der Deutschen Flugsicherung.

    Bisher hat das Landesverkehrsministerium den Antrag des Flughafens Düsseldorf auf Planfeststellung mit einer Änderung der Betriebsgenehmigung auf seine Vollständigkeit geprüft. Da noch Anpassungen vorgenommen werden müssen, hat sich die öffentliche Auslegung des Antrags verzögert.

    Sobald der Antrag öffentlich ausgelegt ist, haben Behörden und Träger öffentlicher Belange, zu denen in diesem Fall auch die Stadt Mönchengladbach zählt, insgesamt drei Monate Zeit zur Stellungnahme.
    Auch Privatpersonen können sich innerhalb der öffentlichen Auslegung und zwei Wochen darüber hinaus mit schriftlichen Einwendungen gegenüber der Bezirksregierung Düsseldorf beteiligen.

    Nach Abschluss des gesamten Verfahrens trifft letztlich das Landesverkehrsministerium NRW die abschließende Entscheidung über den Antrag. Für die Stadt ist eine Stellungnahme, die einzige Möglichkeit, sich vorher an diesem Verfahren zu beteiligen.

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  • Bezirk Ost: Fluglärm über Giesenkirchen soll eingedämmt werden

    Glossi Überflieger 2Der Frühling naht und zieht die Menschen wieder mehr ins Freie – doch der Genuss der Sonnenstrahlen im Garten oder auf der Terrasse wird getrübt: Mehr und mehr Anwohner aus Giesenkirchen beklagen sich über den stetigen Fluglärm über ihren Köpfen.

    „Hier treffen vier Einflugschneisen zusammen für den Landeanflug auf dem Düsseldorfer Flughafen“, sagt Hajo Siemes, Sprecher der Grünen in der Bezirksvertretung Ost. Besonders in den Abendstunden zwischen 22 und 23 Uhr sei der Lärm sehr groß: „Dann werden im Minutentakt aus verschiedenen Richtungen die Landeschleifen über Giesenkirchen gedreht“, sagt er. (mehr …)

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