Schlagwort: Grundsicherung

  • Bedarfsgerechte Alters-Grundsicherung – Leistungen müssen neu berechnet werden

    Bedarfsgerechte Alters-Grundsicherung – Leistungen müssen neu berechnet werden

    Nach Angaben der Bundesregierung müssen Arbeitnehmer rechnerisch während einer Beschäftigungszeit von 45 Jahren ein jährliches Bruttoeinkommen von 23.900 Euro erwirtschaften, um eine Netto-Rente oberhalb des Grundsicherungsbedarfs zu erhalten.

    Dazu erklärt die Vorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation, Ilse Müller:

    „Wer noch immer nach Argumenten für eine bedarfsgerechte Alters-Grundsicherung in Form einer Mindestrente gesucht hat, dürfte nun fündig geworden sein! Nach Zahlen der Bundesregierung verdienten mehr als zehn Millionen Arbeitnehmer in Deutschland im vergangenen Jahr zu wenig, um nach 45 Jahren in Lohn und Brot eine Nettorente zu erhalten, die oberhalb des Grundsicherungsbedarfs liegt. Wir fordern daher die Koppelung des Mindestlohns an die allgemeine Lohn- und Gehaltsentwicklung sowie eine bedarfsgerechte Ausgestaltung des aktuell geltenden Mindestlohns an die tatsächlichen Bedürfnisse der Menschen in unserem Land. Hier muss zügig eine deutliche Anpassung des Mindestlohns an die aktuellen Gegebenheiten durchgesetzt werden. Wir halten es für eine fatale Entwicklung, wenn in diesem Bereich Pfennigfuchserei betreiben und den Menschen jeder Cent hinterhergerechnet wird. Wir sind ein wirtschaftlich starkes Land, das dies auch zeigen sollte, indem es denen Brücken baut, die möglicherweise schlechter aus den Startblöcken am Arbeitsmarkt kommen als andere. Eine dieser existenziellen Brücken ist die Sicherung der Teilhabe am sozialen Alltag unserer Gesellschaft, abgebildet durch eine entsprechende Mindestlohnpolitik und faire Grundsicherungsberechnung.“

    0 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Armut in NRW gehört zur traurigen Normalität

    Armut in NRW gehört zur traurigen Normalität

    Mit großer Sorge betrachtet der Sozialverband VdK NRW die am 28. März vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zur Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung.

    „Vor allem in Nordrhein-Westfalen gehört Armut mittlerweile zur traurigen Normalität“, sagt der VdK-Landesvorsitzende Horst Vöge.
    Im Jahr 2017 bezogen in NRW 276.341 Menschen Leistungen zur Grundsicherung – und damit 9.208 mehr als im Jahr zuvor.
    Bundesweit hat NRW mit 26 Prozent den höchsten Anteil – deutlich vor Bayern auf Platz zwei mit zwölf Prozent.

    Der VdK NRW stellt aufgrund dieser Zahlen eine düstere Prognose auf: „Seit fast 15 Jahren steigt die Zahl der Betroffenen kontinuierlich an – und ein Ende dieser Entwicklung ist weiterhin nicht absehbar“, so Horst Vöge. Dabei sehe er zusätzlich das Problem der „verdeckten Armut“. Der VdK NRW geht von einer hohen Zahl an Menschen aus, die Hemmungen haben, Grundsicherung zu beantragen – obwohl sie eigentlich Anspruch darauf hätten. Außerdem geraten vor allem Frauen in die Armutsspirale.

    Daher fordert der VdK NRW ein effektives Maßnahmenpaket. „Armut zu bekämpfen funktioniert nur mit einer umfassenden Renovierung der Sozialgesetze – insbesondere bei der Erwerbsminderung“, sagt Horst Vöge. Dass diese Rente meist nicht zum Leben reiche, könne nicht länger geduldet werden.
    „Es kann nicht sein, dass wir uns daran gewöhnen, dass die Politik diesen schleichenden Prozess eher hinnimmt, statt Lösungen voranzubringen“, mahnt der VdK-Landesvorsitzende an.

    0 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!

  • Kommunalfeindliche Politik wird korrigiert – Entlastung der Kommunen

    Kommunalfeindliche Politik wird korrigiert – Entlastung der Kommunen

    Mönchengladbach kann sich auf eine dauerhafte und verlässliche finanzielle Entlastung in zweistelliger Millionenhöhe einstellen: Der Deutsche Bundestag hat damit begonnen, die sogenannte Grundsicherung im Alter neu zu regeln.
    „Da der Bund zukünftig diese Kosten zahlt und die Städte das Geld sparen, macht das für Mönchengladbach nach ersten Schätzungen der Kämmerei über 20 Millionen Euro aus“, freut sich der Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings. (mehr …)

    0 0

    Thank You For Your Vote!

    Sorry You have Already Voted!