Schlagwort: Rathaus

  • Rathausneubau wird neu geplant (mit Aktualisierung)

    Rathausneubau wird neu geplant (mit Aktualisierung)

    374 Millionen Euro Investitionskosten sind nicht finanzierbar, Rathaus der Zukunft zu den Akten gelegt.

    Nach stundenlanger Debatte in der heutigen Sitzung im Rathaus Rheydt war klar, Mönchengladbach kann sich den Neubau in der bis dato geplanten Form nicht leisten. Alleine die jährlichen Zinsen in Höhe von etwa 92 Millionen Euro sind nicht zu stemmen. Kämmerer Michael Heck stellte eindrucksvoll dar, wo es klemmt.

    Die Bezirksvertretung Süd und der Bau- und Planungsausschuss nahmen dieses Ergebnis zur Kenntnis.

    Anders hingegen verlief die Vorstellung der Alternative zum Rathausneubau. Zu viele Fragen blieben unbeantwortet, sodass folgerichtig die Abstimmung über die diversen Alternativprojekte in die Finanzausschuss-Sitzung am morgigen Donnerstag verschoben wurde.

    Aktualisierung

    In der heutigen Sitzung des Finanzausschusses wurde sehr kontrovers diskutiert, letztendlich wurde wiederum die Abstimmung verschoben, und zwar in den Hauptausschuss am nächsten Mittwoch dem 6.9.2023 im Rathaus Abtei.

    Foto: MG-Heute

    Scheinbar klar scheint zu sein: der Sparkassenbau wird wohl nicht in die weitere Planung einbezogen,
    das Verwaltungsgebäude Oberstadt an der Aachener Strasse 2 hingegen könnte kernsaniert oder abgerissen und neu gebaut werden.
    Die Erkenntnisse aus den bisherigen Planungen sollen in die weitere Vorgehensweise einbezogen werden.

    Entschieden ist nichts. Es bleibt spannend.

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  • Bündnisfraktionen zum Rathaus-Stop: Warum ein Neustart jetzt richtig ist

    Bündnisfraktionen zum Rathaus-Stop:
    Warum ein Neustart jetzt richtig ist

    Die Zahlen des Kämmerers lassen nichts anderes zu:
    Der geplante Bau des neuen Rathauses in Rheydt muss gestoppt werden.

    Ende des Jahres 2026 müsste die Stadt nach Darstellung von Michael Heck 379 Mio. € für das neue Rathaus auf den Tisch legen – und dass bei einer 100-Prozent-Finanzierung. Die jährliche Belastung für den städtischen Haushalt würde sich auf 22 Mio. € belaufen; ab 2027 könnte die Stadt bereits die Zinsen nicht mehr zahlen.

    „Die finanziell verantwortungsvolle Entscheidung des Oberbürgermeisters können wir nachvollziehen. Für die Rheydter Innenstadt und für die Beschäftigten in der Verwaltung ist der Planungsstopp aber ein schwerer Schlag.“, sagt SPD-Fraktionschef Janann Safi. „Der Grundgedanke der Planung muss bleiben:  wir brauchen moderne und barrierefreie Verwaltungsstandorte, die Frequenz in die Rheydter Innenstadt bringen, den Bürgerservice stärken und attraktive Arbeitsplätze bieten.“, so Safi weiter. Aus seiner Sicht müsse sich die Politik dieser Aufgabe gemeinsam mit der Verwaltung auch unter den geänderten wirtschaftlichen Realitäten weiterhin stellen.

    Wie Kämmerer Michel Heck im Gespräch mit den Vorsitzenden der im Rat vertretenen Fraktionen weiter dargestellt hatte, sei die geplante Neubauvariante trotz der enormen Steigerung immer noch wirtschaftlicher als die derzeitige Lösung, bei der die Verwaltung an 26 verschiedenen Standorten untergebracht ist. „An diesem Punkt müssen wir nun weiterdenken“, meint Dr. Boris Wolkowski, Fraktionssprecher der grünen Ratsfraktion. „Wir müssen nach diesem sinnvollen Schnitt jetzt schnell prüfen, welche Varianten möglich sind.“ Hintergrund: Das Karstadt-Gebäude in Rheydt befindet sich in städtischem Besitz, es gehört der städtischen EWMG, anders etwa als „Haus Westland“ oder das C&A-Gebäude und die Filiale der Stadtsparkasse in Rheydt.

    „Die jetzt getroffene Entscheidung der Verwaltung ist aus meiner Sicht nachvollziehbar, weil das gestiegene Finanzvolumen den städtischen Haushalt überfordert hätte“, erklärt Achim Wyen, Vorsitzender der FDP-Fraktion. Synergien, so Wyen, hätten sich vermutlich erst mit erheblichem Zeitverzug, wenn überhaupt ergeben. Zudem könnten sich durch die Homeofficequote und energetische Sanierungen Optimierungspotenziale auch im Bestand bieten, die sukzessive genutzt werden sollten.

    Grünen-Fraktionssprecherin Ulla Schmitz hält es für sinnvoll, „jetzt die Leistungsphase 3 bis zum Sommer durchzuziehen, die laufenden Verträge zu erfüllen und uns dann vom Rathaus der Zukunft nach den Sommerferien im Rat endgültig zu verabschieden.“

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  • Stadt stoppt vorerst Bauprojekt Rathaus der Zukunft

    Stadt stoppt vorerst Bauprojekt Rathaus der Zukunft

    Aktuelle Detailplanungen machen deutlich: gestiegene Baukosten und Zinssteigerungen übersteigen die finanziellen Möglichkeiten der Stadt.

    Der für kommenden Sommer vorgesehene Bau- und Investitionsbeschluss für das Rathaus der Zukunft steht in 2023 und voraussichtlich auch in absehbarer Zeit nicht mehr auf der Agenda der Verwaltung.

    Das Bauvorhaben mit Sanierung, Umbau und Neubau am Standort in Rheydt wird bis auf Weiteres gestoppt. Das teilten Oberbürgermeister Felix Heinrichs, Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin und Stadtkämmerer Michael Heck jetzt gemeinsam allen Beschäftigten der Stadtverwaltung, den Projektpartnern sowie den Ratsfraktionen mit. Der Verwaltungsspitze war es wichtig, bereits zu diesem frühen Zeitpunkt auch die Projektpartner und Stakeholder sowie die Öffentlichkeit über die aktuellen Entwicklungen zu informieren. Am 29. März folgt ein Bericht in der öffentlichen Sitzung des Stadtrates.

    Die derzeit laufenden Detailplanungen für das neue Rathaus und die damit verknüpften Kostenberechnungen machen zum jetzigen Zeitpunkt bereits deutlich, dass das Projekt wesentlich teurer wird als bisher kalkuliert und den avisierten Kostenrahmen weit übersteigen würde. Das endgültige Ergebnis mit umfänglichen Erkenntnissen zur Kostenermittlung, die derzeit im Zuge der laufenden Leistungsphase 3 erfolgt, wird die Verwaltung nach den Sommerferien den politischen Gremien vorstellen. Ebenso soll über mögliche Optionen des weiteren Vorgehens beraten werden.

    „Vor dem Hintergrund der Kostenentwicklung des Projektes und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Haushaltes wird die Planung zum Rathaus der Zukunft mg plus bis zum Ende der Leistungsphase 3 fortgesetzt und dann trotz weiterhin vorhandener Wirtschaftlichkeit vorläufig beendet. Hinzu kommen die insgesamt schwierigen Rahmenbedingungen in der Baubranche und aktuellen Investitionsbedarfe der Stadt in vielen Bereichen, die dazu führen, dass wir uns das neue Rathaus, so sehr man es sich auch gewünscht hätte, schlichtweg vorerst nicht leisten können, auch wenn die aktuelle Kostenermittlung immer noch die wirtschaftlichere Variante ist gegenüber der Sanierung der bestehenden Liegenschaften. Eine Realisierung des neuen Rathauses wäre angesichts der wirtschaftlichen Tragfähigkeit des Haushaltes zum aktuellen Zeitpunkt nicht mehr verantwortbar“, betont die Verwaltungsspitze.

    Als Hauptgründe nennen sie neben den massiv gestiegenen Baukosten auch die Zinssteigerungen der EZB auf dem Kapitalmarkt sowie den Angriffskrieg gegen die Ukraine und den daraus resultierenden Folgen unter anderem im Energiebereich.

    In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies:
    Die ursprünglich ermittelte Kostenschätzung von rund 160 Millionen Euro hat sich über 194 Millionen Euro inzwischen auf rund 345 Millionen Euro vervielfacht.
    Die zur Umsetzung des gesamten Rathausprojektes erforderliche Kreditaufnahme im städtischen Haushalt beläuft sich aktuell auf 379 Euro. Umgerechnet auf die Nutzungsdauer von 50 Jahren entstünde so eine jährliche Belastung des Ergebnishaushaltes durch Zinsaufwendungen und Abschreibungen von 22 Millionen Euro. Diese jährliche Mehrbelastung für den städtischen Haushalt kann auch durch die erwarteten Einsparungen nach Umsetzung des Rathauses der Zukunft nicht aufgefangen werden.

    Bis zum Sommer werden nun noch die laufenden Verträge erfüllt und damit die detaillierte Kostenberechnung vervollständigt sowie die Ergebnisse der aktuell laufenden Probebohrungen der im neuen Rathaus vorgesehenen Geothermie vorgenommen.
    „Trotz dieser Grundsatzentscheidung bleibt es nach wie vor das erklärte Ziel aller Beteiligten, die Rheydter Innenstadt weiter zu stärken, den Beschäftigten moderne Arbeitsbedingungen zu bieten und den Bürgerinnen und Bürgern einen besseren Bürgerservice zu ermöglichen“, betont die Verwaltungsspitze. „An diesen Aufgaben werden wir nun in den nächsten Schritten intensiv arbeiten“.

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  • Aktueller Sachstandsbericht: Mit dem Rathaus der Zukunft mg+ wird Mönchengladbachs Stadtverwaltung unabhängig von Gas und co.

    Aktueller Sachstandsbericht: Mit dem Rathaus der Zukunft mg+ wird Mönchengladbachs Stadtverwaltung unabhängig von Gas und co.

    Die Pläne für ein zentrales und nachhaltiges Rathaus der Zukunft mg+ sind ambitioniert, aber auch nach heutigem Stand wirtschaftlich sinnvoll.

    Und sie erscheinen angesichts der aktuellen Energiekrise wichtiger denn je. So lässt sich der aktuelle Blick auf das geplante zentrale Verwaltungsgebäude im Rheydter Zentrum zusammenfassen.
    Einen Sachstandsbericht zu dem Vorhaben hat die Verwaltung heute (27. Juli) dem Ausschuss für Betriebe und Vergabe vorgelegt.

    Zuletzt hatte der Rat sich im Dezember 2021 mit dem Projekt befasst und dabei wichtige Festlegungen für das weitere Vorgehen getroffen. Etwa, dass die Stadttöchter EWMG, WFMG und WohnBau Mönchengladbach bei den Planungen aus wirtschaftlichen Gründen nicht weiter berücksichtigt werden. Oder, dass das Karstadt-Gebäude in seiner Grundsubstanz – reduziert um ein Geschoss – erhalten bleiben soll, während das Sparkassengebäude zurückgebaut wird. Diese Entscheidungen haben wesentliche Auswirkungen auf die weiteren Grundlagen des Projekts.

    Klimaneutral und zu großen Teilen energetisch autark Durch den Abbruch des Sparkassengebäudes werden unter dem dortigen Baufeld III zum Beispiel Bohrungen für Tiefengeothermie ermöglicht, mit deren Hilfe später der gesamte Gebäudekomplex mit Wärme und Kälte versorgt werden kann. „Mit dem geplanten Neubau machen wir uns bei der Gebäudeheizung und -kühlung unabhängig von fossilen Energieträgern wie Gas und setzen mit der Erdwärme zu 100 Prozent auf eine umweltfreundliche und regenerative Energiequelle“, betont Stadtdirektor, Bau- und Umweltdezernent Dr. Gregor Bonin. „Das ist nicht nur vor dem Hintergrund der Klimakrise geboten, sondern macht uns auch unabhängiger von Energieimporten, zum Beispiel aus Russland.“ Bereits Anfang April haben Geotechniker ihre Arbeit aufgenommen. Sie untersuchen die Beschaffenheit des Baugrunds und leisten damit wichtige Vorarbeit für die späteren Tiefenbohrungen. Auch in puncto Strom wird die Selbstversorgung beim neuen Rathaus mit einer großflächigen Photovoltaikanlage auf dem Dach gestärkt. Der verbleibende Energiebedarf soll mithilfe von Ökostrom gedeckt werden, sodass das künftige Rathaus der Zukunft mg+ vollständig klimaneutral betrieben wird. Auch in anderer Hinsicht sollen beim Rathaus-Neubau Ressourcen geschont werden, etwa indem so weit wie möglich auf recycelte Materialien gesetzt wird oder Baustoffe so gewählt und eingesetzt werden, dass sie sortenrein wieder voneinander getrennt und wiederverwendet werden können.

    Der Neubau ist wirtschaftlicher, als den Bestand zu erhalten

    Das Fundament für das Rathaus der Zukunft mg+ ist seine Wirtschaftlichkeit. Nicht umsonst ist das Projekt als Maßnahme des Haushaltssanierungsplanes (HSP) bereits in 2017 in ersten Ansätzen auf den Weg gebracht worden. Aufgrund der zentralen Bedeutung des Themas aktualisiert und plausibilisiert die Verwaltung die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für das Vorhaben regelmäßig mithilfe externer Beratungsunternehmen. Die aktuelle Fortschreibung von Anfang Juni hat auch die letzten Entscheidungen des Rates zum weiteren Vorgehen berücksichtigt. Am Ergebnis der bisherigen Analyse hat sich dabei nichts verändert. Der Rathaus-Neubau wird – gerechnet bis zum Jahr 2046 – unter den gesetzten Rahmenbedingungen wirtschaftlicher sein als die weitere notwendige Unterhaltung, Sanierung und Modernisierung von mehr als 20 Verwaltungsstandorten. Externe Wirtschaftsprüfer bestätigen, dass die Kalkulationen zutreffen und plausibel sind. Nicht monetäre Faktoren sind hierin noch nicht berücksichtigt.

    „Gerade unter schwieriger werdenden finanziellen Rahmenbedingungen scheint das Rathaus der Zukunft mg+ für die Stadt auch weiterhin ein lohnenswertes Projekt zu sein. Hieraus kann man schließen, dass die zentrale Neubauvariante, gerade mit Blick auf die zukünftige Nutzung, wirtschaftlich auf festen Beinen zu stehen scheint. Die Annahmen aus der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung gilt es nun, im Rahmen der weiteren Planungen zu konkretisieren und bis Mitte 2023 final zu überprüfen“, erklärt Stadtkämmerer Michael Heck. Gestiegene Baupreise und die aktuell anziehenden Kreditzinsen stellen bei der Finanzierung durchaus nennenswerte Risiken dar, die bis zum Bau- und Investitionsbeschluss weiter beobachtet werden. Bleiben die aktuell stark steigenden Energiepreise dauerhaft hoch, besteht demgegenüber die Chance, dass das Rathaus der Zukunft mg+ durch seine nachhaltige Bauweise den städtischen Haushalt wohl in Zukunft noch deutlich stärker entlasten könnte, als momentan angenommen. 

    Immer mehr Fachplaner an Bord

    Insgesamt 14 Leistungen für Fachplanungen und externe Beratungsleistungen sind derzeit für den zentralen Verwaltungsneubau am Rheydter Marktplatz zu vergeben. Für den Großteil der Aufträge möchte die städtische eigenbetriebsähnliche Einrichtung Rathaus der Zukunft mg+ (EäE) bis Ende August Planer und Dienstleister verpflichtet haben. Zuletzt konnten neben der Geotechnik etwa die Gewerke Tragwerksplanung und Bauphysik vergeben werden.

    Parallel sucht die Stadt auch eine sogenannte „Baustellenkümmerung“, die eng angedockt an das Rheydter Quartiersmanagement eine wichtige Schnittstellen- und Koordinationsfunktion zwischen allen Interessensgruppen rund um das Projekt ausübt, von Politik und Verwaltung über Einzelhändler bis hin zu Bürgerinnen und Bürgern. Nachdem eine Ausschreibung auf dem Vergabemarktplatz Rheinland ohne Ergebnis blieb, prüft die Verwaltung derzeit, auf welchem Weg am besten Baustellenkümmerer mit der nötigen Portion Herzblut für das Projekt gefunden werden können.

    Fertigstellungstermin hat Bestand, Zeitplan wird angepasst

    Voraussichtlich in den nächsten Tagen wird ein Büro beauftragt, das die Technische Gebäudeausrüstung planen soll. Damit wird dieses Gewerk gewissermaßen in der „Verlängerung“ vergeben, denn im ursprünglichen Vergabezeitraum hatte von den vier Wettbewerbsteilnehmern zunächst keiner ein Angebot abgegeben. Da die Technische Ausrüstung ein zentrales Planungsgewerk ist, wurde der Zeitplan angepasst. Der Bau- und Investitionsbeschluss wird vermutlich Mitte 2023 dem Rat vorgelegt. Die Verzögerung soll durch optimierte Abläufe im Projektplan aufgefangen werden. Indem andere Planungsgewerke Detailplanungen wo möglich vorziehen, wird die Zwischenzeit zudem produktiv genutzt. So bleibt es nach heutigem Stand beim avisierten Fertigstellungstermin zum Jahreswechsel 2026/2027.

    Parallel zu den Planungen bereitet die Stadt mithilfe der städtischen Entwicklungsgesellschaft EWMG den Kauf des Karstadt- und des Sparkassengebäudes sowie einer weiteren für das Baufeld benötigten Immobilie an der Stresemannstraße vor. Weitere Ankäufe und Anmietungen werden erforderlich sein, um rund 600 Mitarbeitende während der Bauphase in Interimsflächen unterzubringen. Damit ist das städtische Gebäudemanagement beauftragt, das derzeit geeignete Immobilien sucht.

    Über das Rathaus der Zukunft mg+

    Durch Erweiterungs-, Sanierungs- und Neubaumaßnahmen soll im Zuge des Projekts „Rathaus der Zukunft mg+“ in Rheydt ein zentraler Standort für rund 1.700 Verwaltungsmitarbeiter*innen entstehen und damit ein wichtiger Impuls für die Entwicklung der Rheydter Innenstadt gesetzt werden. Das Projekt bezieht neben dem Alten Rathaus auch das benachbarte Karstadt-Gebäude sowie einen Neubau am Standort des abzureißenden Sparkassengebäudes mit ein. Die größtmögliche Nutzung der Bestandsgebäude ist ein wesentlicher ökologischer Baustein des Projektes. Aber auch durch Geothermie, Photovoltaik oder die geplanten Dach- und Fassadenbegrünungen trägt das Vorhaben eine nachhaltige Handschrift.

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  • Rheydter Rathaus vor 125 Jahren eingeweiht

    Rheydter Rathaus vor 125 Jahren eingeweiht

    Am 10. Januar 1897 wurde der Bau mit dem markanten Turm für den Betrieb frei gegeben: Schmuckstück war der damalige Ratssaal und der 56 Meter hohe Turm

    Postkarte vom Rathaus Rheydt im Bau 1896 ©Stadtarchiv MG

    Es galt zu seiner Zeit als eines der schönsten und imposantesten Bauwerke in Rheydt, das dem angrenzenden Marktplatz ein eigenes, ganz besonderes Bild verlieh: Vor 125 Jahren, am 10. Januar 1897, wurde das Rathaus Rheydt durch Bürgermeister Dr. Wilhelm Strauß unter Beteiligung der gesamten Bevölkerung und auswärtiger Prominenz eingeweiht. Für die damalige rund 31.600 Einwohner zählende Kleinstadt Rheydt wurde das schmucke Bauwerk mit seinem weithin sichtbaren 56 Meter hohen Turm zum Wahrzeichen des aufstrebenden Bürgertums. Der Marktplatz und seine angrenzenden Gebäude sollten mit dem Rathaus, in dem 1900 auch das Königliche Bezirkskommando nach der Verlegung von Erkelenz nach Mönchengladbach untergebracht wurde, ein harmonisches Gesamtbild ergeben. Veranschlagt wurden 200.000 Mark für die Errichtung und 50.000 Mark für die Innenausstattung. Finanziert werden sollte dies über eine Anleihe und den Reservefonds der Sparkasse.

    Ratssaal im Jahr 1897 ©Stadtarchiv MG

    Den Bauauftrag für das von der Stadtverordnetenversammlung am 14. November 1893 beschlossene neue Rathaus am Marktplatz westlich neben dem Amtsgericht erhielten das Kölner Architektenbüro Robert Neuhaus und Karl Schauppmeyer am 21. September 1894. Robert Neuhaus, der sich später in Rheydt selbstständig machte, übernahm dabei die Bauausführung für die Umsetzung des Entwurfs. Bürgermeister Wilhelm Strauß war gerade mal sieben Monate im Amt, als er von den Stadtverordneten den Auftrag zum Bau des Rathauses erhielt. Bereits am 12. November erfolgte der erste Spatenstich und elf Tage später die Grundsteinlegung. Der Bau schritt zügig voran, so dass am 5. Oktober 1895 das Richtfest gefeiert werden konnte.  Am 10. Januar 1897 wurde das Rathaus schließlich feierlich eröffnet. Die äußere Form des neuen Rathauses zeigt im Baustil einen Übergang von der Spätgotik zur Renaissance. Prunkstuck im Inneren war der mit Eichenholz und kunstvollem Schnitzwerk vertäfelte Ratssaal mit einem riesigen Kronleuchter in der Mitte für die 30 Stadtverordneten.

    Ebenfalls in dieser Zeit wurde der Marktplatz durch einen Hohenzollernbrunnen umgestaltet und die evangelische Hauptkirche neu erbaut, deren Fertigstellung am 2. Dezember 1902 Wilhelm Strauß, dem durch königlichen Erlass im Eröffnungsjahr des neuen Rathauses der Titel eines Oberbürgermeisters verliehen wurde, allerdings nicht mehr erleben sollte. Am 12. Februar 1901 starb er in einem italienischen Kurort, den er wegen einer schweren Erkrankung aufsuchte.  

    Fotografie des Rathaus Rheydt im Bau 1896 ©Stadtarchiv MG

    Das damalige neue Rathaus reichte allerdings bald schon nicht mehr für die sich schnell vergrößernde Stadt, so dass 1904 an der heutigen Gasse Am Neumarkt zwischen Marktplatz und Stresemannstraße (früher Rathausstraße) der Westflügel angebaut wurde, und 1905 wurde der östliche Flügel an der heutigen Limitenstraße, der direkt an das Rathaus anschloss und in dem sich bis zu diesem Zeitpunkt das Amtsgericht befand, der Verwaltung übertragen. Und 1913 bis 1915 errichtete die Stadtsparkasse mit einem steinverzierten Eingang einen durch einen Rundbogen mit dem Rathaus verbundenen Neubau, der architektonisch einen Kontrapunkt bildete. Das Sparkassenportal prägte später den Verwaltungseingang zum Treppenturm am Karstadt-Gebäude und hat seinen heutigen Standort im Park des Stadttheaters. 

    Heute, 125 Jahre nach Einweihung des Rheydter Rathauses, setzt sich die bewegte Entwicklung des Gebäudekomplexes mit dem geplanten neuen Rathaus fort. Aus wirtschaftlichen Gründen soll durch Um-, Neubau und Sanierung an gleicher Stelle das Rathaus der Zukunft mg+ errichtet, dezentral über das Stadtgebiet verteilte marode Verwaltungsstandorte aufgegeben und an diesem Standort unter anderem mit den Zielen zusammengeführt werden, die Rheydter Innenstadt zu stärken und die Verwaltung zu modernisieren. Der denkmalgeschützte Teil des historischen Rathauses bleibt dabei erhalten und erinnert auch zukünftige Generationen weiterhin an die Anfänge von 1897. „Auch heute machen Stadtverwaltung und Stadtrat deutlich, dass sie den Standort mitten in Rheydt für ein großes, zeitgemäßes Rathaus ideal finden. Gemeinsam arbeiten wir daran, das Erbe aus 125 Jahren Stadtgeschichte in eine neue Generation zu übertragen“, so Oberbürgermeister Felix Heinrichs.

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  • Erneute Prüfung: Neues Rathaus ist weiterhin wirtschaftlicher als Sanierung im Altbestand –Verwaltung stellte Konkretisierung bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung an

    Erneute Prüfung: Neues Rathaus ist weiterhin wirtschaftlicher als Sanierung im Altbestand –
    Verwaltung stellte Konkretisierung bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung an

    Das geplante Rathaus der Zukunft mg+ am Standort Rheydt bleibt auch vor dem Hintergrund veränderter Rahmenbedingungen wirtschaftlicher als die über viele Jahre anstehende notwendige Sanierung der 24 zum Großteil maroden und über das Stadtgebiet verteilten städtischen Verwaltungsgebäude.

    Zu diesem Ergebnis kommt die städtische Eigenbetriebsähnliche Einrichtung (EäE) Rathaus der Zukunft mg+ nach einer in intensiver Arbeit angestellten Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, die auf der bereits 2018 von der STRABAG Property and Facility Services GmbH im Auftrag der Stadt vorgelegten Untersuchung aufbaut und im Sinne einer weiteren Schärfung aktuelle Parameter aufgreift, die sich zwischenzeitlich ergeben haben.

    Insgesamt zeigt die nun vorliegende Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, dass die Gesamtkosten für die Variante Neubau im Verhältnis zur Sanierung der Bestandsgebäude noch wirtschaftlicher sind als ursprünglich angenommen. 

    Die fortgeschriebene Plausibilität für das Planungsvorhaben wurde inhaltlich nun auch durch ein extern beauftragtes Wirtschaftsprüfungsunternehmen bestätigt.
    „Das ist eine positive Nachricht, die uns in unserem Vorhaben bekräftigt. Die in der Untersuchung festgehaltenen Ergebnisse sind eine aktuelle Momentaufnahme und weitere wesentliche Grundlage für den im nächsten Jahr vorgesehenen entscheidenden Bau- und Investitionsbeschluss durch den Rat“, betont Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin. „Wir haben somit ein Fundament für die Entwurfsplanung, auf dem weiter aufgebaut werden kann“.

    Dazu Stadtkämmerer Michael Heck: „Der nunmehr vorliegende und durch ein externes Wirtschaftsprüfungsunternehmen geprüfte Bericht zur Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ist ein weiterer Meilenstein im Rathausprojekt. Die nachvollziehbare Herleitung des Wirtschaftlichkeitsvergleichs, das heißt die Plausibilisierung, Schärfung und Ergänzung der in der STRABAG Untersuchung getroffenen Annahmen und des Rechenkonstrukts, hin zu einer aktualisierten und deutlich belastbareren Entscheidungsgrundlage für die nächsten Projektschritte war uns sehr wichtig.“

    Vor dem Hintergrund des positiven Ergebnisses zur Wirtschaftlichkeit hat die Verwaltung nun eine Beratungsvorlage erarbeitet, die dem Ausschuss für Planung, Bauen und Stadtentwicklung in der kommenden Sitzung am Dienstag, 23. November, zur Beratung und mit Empfehlung zur Beschlussfassung für den Rat in seiner Dezember-Sitzung vorgelegt werden soll.
    Zu den aktualisierten Parametern, die der in 2018 von der STRABAG ermittelten Berechnung zugrunde lagen, gehören unter anderem auch die aktuelle Preis- und Kostenentwicklung auf dem Energiesektor, die für das Rathaus der Zukunft von Vorteil ist, veränderte Rahmenbedingungen auf dem Baustoffmarkt, die zu einer Kostensteigerung bei der Sanierung der Altbauten, aber auch des Neubaus führen würde, und auch die Kosten der Neubauvariante an dem Wettbewerbsentwurf der sop Architekten.
    So ist die Anzahl der Arbeitsplätze für das Rathaus der Zukunft mg+ auf 1.400 (-100) für 1.700 Beschäftigte (-200) festgesetzt.
    Darüber hinaus sind in der aktuellen Raumplanung aus wirtschaftlichen Gründen die städtischen Gesellschaften EWMG und WFMG sowie die WohnBau Mönchengladbach nicht mehr wie ursprünglich angedacht im neuen Rathaus vorgesehen.

    Die Erweiterung, Sanierung und Neubau des Rathaus der Zukunft mg+ sieht die drei Baufelder Altes Rathaus, das ehemalige Karstadt-Gebäude sowie einen Neubau des „Fensters zur Stadt“ am Standort des abzureißenden Sparkassengebäudes vor. 
    Die aktuellen Erkenntnisse aus der Optimierung des verschlankten Raumkonzeptes haben auch unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit dazu beigetragen, dass Flächenreduzierungen vorgenommen werden können.

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  • Rathaus der Zukunft: Rat der Stadt entscheidet über weiteres Vorgehen

    Rathaus der Zukunft: Rat der Stadt entscheidet über weiteres Vorgehen

    Veränderte Rahmenbedingungen sollen in der Planung berücksichtigt werden.

    Die Planungen für das Rathaus der Zukunft mg+ gehen in die nächste Phase.
    In den Fachausschüssen wird ab nächster Woche eine Beratungsvorlage mit acht strategischen Entscheidungspunkten vorgestellt, die dem Rat der Stadt in seiner nächsten Sitzung am 25. März zum Beschluss vorgelegt werden. Mit diesen Beschlüssen können die Planungen weiter konkretisiert werden.

    Veränderungen der äußeren Rahmenbedingungen, die unter anderem durch die Pandemie und den Wegfall von Karstadt hervorgerufen wurden, haben dazu geführt, dass nun eine optimierte Lösung vorgeschlagen wird. „Der Siegerentwurf ist so robust und flexibel, dass er auf die Veränderungen reagieren kann. Darüber hinaus sind Vorschläge wie die Durchlässigkeit des Glasriegels durch zwei Gänge mit in die Planung eingeflossen. Diese Beschlussvorlage setzt genau da an, damit wir einen entscheidenden Schritt weiterkommen“, erklärt Oberbürgermeister Felix Heinrichs.

    Auch für Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin haben sich die Rahmenbedingungen verändert, die in den Planungen berücksichtigt werden müssen: „Karstadt war im Siegerentwurf ein fester Bestandteil der Planungen. Jetzt stehen die Flächen für eine andere Nutzung zur Verfügung. Darüber hinaus können wir die Anzahl der Arbeitsplätze aufgrund neuer Entwicklungen weiter reduzieren. Das führt zu der Frage, ob wir nicht an anderer Stelle Flächen reduzieren und damit auch Kosten senken können.“

    Um die nächsten Planungsschritte einzuleiten, werden dem Rat der Stadt in seiner nächsten Sitzung daher folgende Beschlusspunkte vorgelegt:

    Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung wird beauftragt, mit der EWMG Verhandlungen zu einem möglichen Ankauf der im EWMG-Eigentum befindlichen Flächen des Karstadt-Gebäudes aufzunehmen. Darauf aufbauend werden diese Flächen mit in die städtischen Planungen integriert. Eine Verlagerung der Stadtteilbibliothek Rheydt soll mit in die Planungen aufgenommen werden – und zwar in der ehemaligen Karstadt-Fläche im Erdgeschoss. „Das neue Rathaus soll ein Ort der Begegnung sein – auch außerhalb der Öffnungszeiten. Die Stadtteilbibliothek im Erdgeschoss ist eine Anlaufstelle, die diese Funktion – vielleicht mit einem erweiterten Angebot – erfüllen kann“, so der Oberbürgermeister.

    Die fachliche Betrachtung hat gezeigt, dass das Gesundheitsamt am jetzigen Standort „Am Steinberg“ am besten aufgehoben ist. Der Bereich der Jugendhilfen soll auf Beschluss zur Entsäulung der Jugendhilfe weiter ein dezentrales Angebot vorhalten. Die aus der Pandemie hervorgehenden Erkenntnisse – durch eine noch stärkere Nutzung des „Home Office“ und eine veränderte Mobilität – werden in der weiteren Planung Berücksichtigung finden. Beschließt der Rat der Stadt die ersten sieben Entscheidungspunkte, kann als achter Punkt das Architekturbüro sop als Sieger des Architektenwettbewerbes mit der Vertiefung der Planung beauftragt werden.

    Die Rahmenbedingungen haben sich verändert, aber die Zielsetzung bleibt gleich. Statt 26 Einzelstandorte zu sanieren, ist ein neues und nachhaltiges Rathaus nach aktuellem Stand die wirtschaftlichere Lösung. Die jetzt vorgeschlagene vertiefte Planung wird die letzten Daten liefern, um eine abschließende Wirtschaftlichkeitsberechnung zu erstellen, die die Bedingung für den Bau- und Investitionsbeschluss ist.

    Im neuen Rathaus sollen neue Arbeitswelten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen und ein neues Servicekonzept umgesetzt werden. Das Rathaus der Zukunft mg+ bleibt weiterhin ein wichtiger Baustein zur Stärkung der Innenstadt Rheydt.

    Beschließt der Rat der Stadt die Vorlage, sollen die Ergebnisse dieser „Konkretisierungsphase“ bis zum dritten Quartal 2021 präsentiert werden.

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  • Bürgerbeteiligung an der Bauleitplanung zum Rathaus der Zukunft mg+ beginnt – Infoveranstaltung am Dienstag, 29. September, im Ratssaal des Rathauses Rheydt

    Bürgerbeteiligung an der Bauleitplanung zum Rathaus der Zukunft mg+ beginnt –
    Infoveranstaltung am Dienstag, 29. September, im Ratssaal des Rathauses Rheydt

    Um das Rathaus der Zukunft in der Rheydter Innenstadt im Sinne des Siegerentwurfs des Düsseldorfer Architekturbüros rechtssicher und zügig umsetzen zu können, muss das bestehende Planungsrecht in Teilbereichen des Planungsgebiets angepasst werden.

    Am Dienstag, 29. September, bietet die Stadtverwaltung um 18 Uhr im Ratssaal des Rathauses Rheydt für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eine Infoveranstaltung an, um über den Planungsstand der Bauleitplanung zu berichten.

    Die Planunterlagen können darüber hinaus vom 29. September bis zum 30. Oktober im Foyer des Haupteingangs zum Rathaus Rheydt (Eingang E), Markt 11, montags bis donnerstags von 7:30 Uhr bis 16 Uhr sowie freitags von 7:30 Uhr bis 12:30 Uhr oder ab 29. September im Internet unter www.stadt.mg/blp-beteiligung in der Rubrik „Aktuelle Möglichkeiten zur Beteiligung“ eingesehen werden. Während dieser Auslegungsfrist können bei der Stadtverwaltung Mönchengladbach Stellungnahmen abgegeben werden.

    Aufgrund der COVID-19-Pandemie ist für die Teilnahme an der Informationsveranstaltung eine vorherige Anmeldung per Telefon (02161/25-8566, 02161/25-8565) oder
    per E-Mail (blp-beteiligung@moenchengladbach.de) bis spätestens 25. September zwingend erforderlich.

    Auch für die Einsicht in die Planunterlagen im Rathaus Rheydt ist eine vorherige Terminvereinbarung über diese Kontaktdaten zwingend notwendig. Im Rathaus der Zukunft mg+ sollen neben Arbeitsplätzen für rund 1.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie städtischer Tochtergesellschaften unter anderem ein Sitzungsort des Stadtrats, eine Filiale der Stadtsparkasse, eine Stadtteilbibliothek und Einzelhandelsflächen untergebracht werden. 2019 wurde ein europaweit ausgeschriebener Planungswettbewerb durchgeführt.

    Der Rat der Stadt hatte im Dezember 2019 die Fortführung weiterer Planungen auf Grundlage des Siegerentwurfs beschlossen.

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  • Rheydt wird Standort für neues Rathaus – Baubeginn 2020 oder früher – Standort des neuen Ratssaales ist offen

    Rheydt wird Standort für neues Rathaus – Baubeginn 2020 oder früher – Standort des neuen Ratssaales ist offen

    OB Hans Wilhelm Reiners und Baudezernent Dr. Gregor Bonin stellten den Medien erste Überlegungen vor:

    Die Rheydter Innenstadt soll zukünftig im Zusammenhang mit der Strategie „mg+ Wachsende Stadt“ als Verwaltungsstandort ausgebaut und gestärkt werden. Aus einer von der Verwaltung erarbeiteten Beratungsvorlage, die am 31. Januar in der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses vom Technischen Beigeordneten Dr. Gregor Bonin vorgestellt wird, gehen erste Überlegungen zur baulich-räumlichen Konzentration von bisher im Stadtgebiet verteilten Verwaltungsstandorten in Rheydt hervor. Grundlage der Überlegungen ist eine Maßnahme des Haushaltssanierungsplans (HSP), die auf eine wirtschaftlichere Unterbringung der Verwaltung insgesamt abzielt.

    „Erste baulich-räumliche Überlegungen ergeben positive Ergebnisse, die durchaus in die richtige Richtung zeigen. Dabei könnten zahlreiche Verwaltungseinheiten am Standort Rathaus Rheydt zusammengezogen werden, was wiederum die Rheydter Innenstadt deutlich stärken würde“, so Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners heute bei der Vorstellung der Beratungsvorlage zum strategischen Raumkonzept. Mehr Raum, eine bessere Funktionalität, eine attraktivere Fassadengestaltung und eine Aufwertung des Stadtraums sind die weiteren Vorteile des vom Technischen Dezernat und dem Beigeordneten Dr. Gregor Bonin entwickelten ersten Überlegungen. „Es ist vor allem eine Frage, wie sich die Kommune als größter Arbeitgeber der Stadt sich aufstellt, und was sie für die Mitarbeiter und Bürger gleichermaßen zur Schaffung einer attraktiven Atmosphäre anbietet“, betont Dr. Gregor Bonin. „Dieser Standort ist ein guter und richtiger, stärkt er doch den Standort und ist mit Blick auf die vorliegende Datengrundlage eine wirtschaftliche Lösung“, ergänzt er.

    Derzeit ist die Stadtverwaltung in Gebäuden an insgesamt 26 Standorten untergebracht, die auf dem Prüfstand stehen, weil sich hier über Jahre und Jahrzehnte hinweg ein Sanierungsstau (u.a. Brandschutz) von nahezu 66 Millionen Euro gebildet hat.
    Nicht dazu zählen das historische Rathaus Abtei, das Vitus-Center, in das im vergangenen Jahr unter anderem der Bürgerservice eingezogen ist, und das Gebäude an der Wilhelm-Strauß-Straße. Allein für das in die Jahre gekommene Verwaltungsgebäude Oberstadt an der Aachener Straße wurden Sanierungskosten in Höhe von 20 Millionen Euro ermittelt. Und zählt man die Standorte der Bezirksverwaltungsstellen noch hinzu, wächst der Sanierungsstau auf 72,4 Millionen Euro. Von den 26 Standorten sind 13 Gebäude im Besitz der Stadt, die andere Hälfte ist angemietet.
    Etwa 1.750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind an allen Standorten, die eine Netto-Grundfläche von 77.500 Quadratmetern aufweisen, beschäftigt.

    Karreé zwischen Limitenstraße und Harmoniestraße:
    Die baulich-räumlichen Überlegungen für die Konzentration von Verwaltungseinheiten an einem Standort in Rheydt konzentrieren sich auf das Karreé im Bereich zwischen Limitenstraße im Osten, Rheydter Markt und Marktstraße im Norden, Stresemannstraße im Süden und Harmoniestraße im Westen. Im Karreé liegt neben den städtischen Grundstücken, auf denen sich das alte und zum Teil denkmalgeschützte Rathaus und das von der Stadt erworbene Karstadt-Gebäude befinden, auch das Grundstück der Stadtsparkasse mit ihrer Geschäftsstelle.

    Der Entwurf: Bauen im Bestand
    Der Entwurf sieht einen Abriss der nicht unter Denkmalschutz stehenden Gebäudeflügel entlang der Limitenstraße und der Gasse Am Neumarkt zwischen Rathaus und Karstadt-Gebäude vor. Stattdessen ist hier jeweils ein Neubau vorgesehen, ebenso ein neues Multifunktionsgebäude im Innenhof des Rathauses. Die offene Gasse Am Neumarkt soll die Funktion einer Magistrale mit neuem zentralen Haupteingang übernehmen. Daran schließt sich das Karstadt-Gebäude an, dessen zurückliegendes 2. Obergeschoss zur Außenkante vorgezogen werden soll. Außerdem sind zusätzliche Raumkapazitäten im jetzigen Innenhof des Karstadt-Gebäudes vorgesehen.

    Auf dem dritten Grundstück befindet sich die Stadtsparkasse, die Überlegungen anstellt, Büroräume an dieser Stelle aufzugeben und die Geschäftsstelle räumlich zu verkleinern. Die Stadtsparkasse hat bereits signalisiert, ihr Grundstück mit in die Planung zu geben.

    Insgesamt 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind aktuell im Rheydter Rathaus beschäftigt, das in Funktionalität und Wirtschaftlichkeit problematische Raumsituationen mit breiten Fluren und Foyers sowie verwinkelten und unübersichtlichen Raumzuschnitten aufweist. Der Standort hat nach den ersten baulich-räumlichen Überlegungen allerdings ein Potenzial für bis zu 1.500 Beschäftigte. Damit weist das Rathaus neuen Zuschnitts bei einem angenommenen Bedarf von 1.125 Arbeitsplätzen sogar einen Überhang auf. Der Berechnung zugrunde liegt auch das Modell einer modernen Verwaltung, in der mit Blick auf Urlaub, Krankheit und Vakanzen nach dem Schlüssel „100 Mitarbeiter auf 75 Arbeitsplätze“ nicht mehr jeder Mitarbeiter auch einen festen Platz erhält.

    Stimmt der Rat in seiner nächsten Sitzung den Überlegungen zu und beauftragt die Verwaltung, diese fortzusetzen und zu konkretisieren, steht im nächsten Schritt eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsberechnung an. Die vorliegenden baulich-räumlichen Überlegungen wären zudem Grundlage für ein dann zu startendes Wettbewerbsverfahren. Während in diesem Jahr die Planungen vertieft werden, erfolgt in 2018 ein Wettbewerbsverfahren. 2019 ginge es dann in die konkrete Planung und Ausschreibung, Baustart wäre 2020, und etwa vier bis fünf Jahre wäre das neue Rathaus fertig.
    Ob auch der Ratssaal weiterhin seinen Platz in Rheydt oder am Standort Abtei finden wird, ist auch noch offen. Die Möglichkeit, das Mönchengladbacher Rathaus zum Zentrum der Politik zu machen und den Ratssaal in Form eines gläsernen Kubus in den Rathausinnenhof zu setzen, wäre gegeben und gleichfalls zu prüfen.
    (pmg)

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