Erneute Prüfung: Neues Rathaus ist weiterhin wirtschaftlicher als Sanierung im Altbestand –
Verwaltung stellte Konkretisierung bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung an

Neues Rathaus - Frontaufnahme (Copyright: Dezernat Planen, Bauen, Mobilität, Umwelt)

Das geplante Rathaus der Zukunft mg+ am Standort Rheydt bleibt auch vor dem Hintergrund veränderter Rahmenbedingungen wirtschaftlicher als die über viele Jahre anstehende notwendige Sanierung der 24 zum Großteil maroden und über das Stadtgebiet verteilten städtischen Verwaltungsgebäude.

Zu diesem Ergebnis kommt die städtische Eigenbetriebsähnliche Einrichtung (EäE) Rathaus der Zukunft mg+ nach einer in intensiver Arbeit angestellten Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, die auf der bereits 2018 von der STRABAG Property and Facility Services GmbH im Auftrag der Stadt vorgelegten Untersuchung aufbaut und im Sinne einer weiteren Schärfung aktuelle Parameter aufgreift, die sich zwischenzeitlich ergeben haben.

Insgesamt zeigt die nun vorliegende Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, dass die Gesamtkosten für die Variante Neubau im Verhältnis zur Sanierung der Bestandsgebäude noch wirtschaftlicher sind als ursprünglich angenommen. 

Die fortgeschriebene Plausibilität für das Planungsvorhaben wurde inhaltlich nun auch durch ein extern beauftragtes Wirtschaftsprüfungsunternehmen bestätigt.
„Das ist eine positive Nachricht, die uns in unserem Vorhaben bekräftigt. Die in der Untersuchung festgehaltenen Ergebnisse sind eine aktuelle Momentaufnahme und weitere wesentliche Grundlage für den im nächsten Jahr vorgesehenen entscheidenden Bau- und Investitionsbeschluss durch den Rat“, betont Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin. „Wir haben somit ein Fundament für die Entwurfsplanung, auf dem weiter aufgebaut werden kann“.

Dazu Stadtkämmerer Michael Heck: „Der nunmehr vorliegende und durch ein externes Wirtschaftsprüfungsunternehmen geprüfte Bericht zur Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ist ein weiterer Meilenstein im Rathausprojekt. Die nachvollziehbare Herleitung des Wirtschaftlichkeitsvergleichs, das heißt die Plausibilisierung, Schärfung und Ergänzung der in der STRABAG Untersuchung getroffenen Annahmen und des Rechenkonstrukts, hin zu einer aktualisierten und deutlich belastbareren Entscheidungsgrundlage für die nächsten Projektschritte war uns sehr wichtig.“

Vor dem Hintergrund des positiven Ergebnisses zur Wirtschaftlichkeit hat die Verwaltung nun eine Beratungsvorlage erarbeitet, die dem Ausschuss für Planung, Bauen und Stadtentwicklung in der kommenden Sitzung am Dienstag, 23. November, zur Beratung und mit Empfehlung zur Beschlussfassung für den Rat in seiner Dezember-Sitzung vorgelegt werden soll.
Zu den aktualisierten Parametern, die der in 2018 von der STRABAG ermittelten Berechnung zugrunde lagen, gehören unter anderem auch die aktuelle Preis- und Kostenentwicklung auf dem Energiesektor, die für das Rathaus der Zukunft von Vorteil ist, veränderte Rahmenbedingungen auf dem Baustoffmarkt, die zu einer Kostensteigerung bei der Sanierung der Altbauten, aber auch des Neubaus führen würde, und auch die Kosten der Neubauvariante an dem Wettbewerbsentwurf der sop Architekten.
So ist die Anzahl der Arbeitsplätze für das Rathaus der Zukunft mg+ auf 1.400 (-100) für 1.700 Beschäftigte (-200) festgesetzt.
Darüber hinaus sind in der aktuellen Raumplanung aus wirtschaftlichen Gründen die städtischen Gesellschaften EWMG und WFMG sowie die WohnBau Mönchengladbach nicht mehr wie ursprünglich angedacht im neuen Rathaus vorgesehen.

Die Erweiterung, Sanierung und Neubau des Rathaus der Zukunft mg+ sieht die drei Baufelder Altes Rathaus, das ehemalige Karstadt-Gebäude sowie einen Neubau des „Fensters zur Stadt“ am Standort des abzureißenden Sparkassengebäudes vor. 
Die aktuellen Erkenntnisse aus der Optimierung des verschlankten Raumkonzeptes haben auch unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit dazu beigetragen, dass Flächenreduzierungen vorgenommen werden können.

Kommentar hinterlassen zu "Erneute Prüfung: Neues Rathaus ist weiterhin wirtschaftlicher als Sanierung im Altbestand –
Verwaltung stellte Konkretisierung bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung an"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*