Schüler des Hugo-Junkers-Gymnasiums besuchten die SchulBrücke in Greifswald

Dr. Frithjof Reinhardt, der schon legendäre Erfinder der SchulBrücke, Brücken-Koordinator Julian Kamphausen und Lehrer Reinhard Bitter sind stolz auf die erfolgreichen Teilnehmer der Klasse 9a des Hugo-Junkers-Gymnasiums. (v.r.n.l.); Bild: Hugo-Junkers-Gymnasium

Wie wollen wir in Zukunft Europa gestalten und leben?

Was bedeutet der Begriff Nationalität für den Einzelnen? Was verbindet die Menschen unseres Kontinents – und was trennt sie? Gemeinsam mit Jugendlichen aus Polen, Ungarn, der Slowakei und Bulgarien widmeten sich acht engagierte Schüler des Hugo-Junkers-Gymnasiums mit ihrem Lehrer Reinhard Bitter diesen Fragen in der alten Universitäts- und Hansestadt Greifswald an der Ostsee.

Während der internationalen Jugendbegegnung, die von der Deutschen Nationalstiftung seit mehr als 20 Jahren ermöglicht wird, diskutierten die Hugoianer sieben Tage in vielen Veranstaltungen auf hohem Niveau grundsätzliche Fragen aus den Bereichen Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.

Konkret wurden in Workshops – unter anderem mit dem Schriftsteller und Literaturübersetzer Dr. Moritz Hildt und der Geo-Photographin Dörthe Hagenguth – neue Perspektiven für ein erfolgreiches Zusammenleben in Europa entwickelt. Die Schüler führten in internationalen Teams selbstständig Recherchen und Analysen durch, bearbeiten literarische und philosophische Texte, übten sich in kreativem Schreiben oder drehten Videos. Ergänzt wurde das Programm unter anderem durch gemeinsame Exkursionen in die Altstadt von Greifswald, in das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik und das Atomkraftwerk Lubmin.

Marc Reese, Schulleiter des Hugo-Junkers-Gymnasiums, zeigt sich angesichts dieser Vielfalt von der internationalen SchulBrücke begeistert: „Wir sind sehr froh, an diesem Programm teilzunehmen, denn die Schülerinnen und Schüler verstehen Europa und seine Geschichte besser, diskutieren über dessen Zukunft, begegnen sich, entwickeln Verständnis füreinander, arbeiten zusammen an herausfordernden Aufgaben, schließen Freundschaften – und bleiben oft lange Zeit über die Tage der Brücke hinaus in intensivem Kontakt.“

Die Deutsche Nationalstiftung bietet mehrere Male im Jahr jeweils knapp 50 jungen Menschen die Möglichkeit, gemeinsam zu lernen und sich auszutauschen. Mehr als 3.800 junge Europäer sind inzwischen Teil eines die Grenzen überspannenden Netzwerkes, aus dem auch ein aktiver Alumni-Verein entstanden ist. Dieser Verein bringt junge Menschen aus ganz Europa zusammen, um sich mit Projekten in den Bereichen Austausch, Kultur und Bildung gesellschaftlich zu engagieren.  

Die überparteiliche, unabhängige und gemeinnützige Nationalstiftung wurde 1993 vor dem Hintergrund der deutschen Wiedervereinigung von Helmut Schmidt gemeinsam mit Richard von Weizsäcker gegründet. Der Name der Stiftung bringt die Absicht zum Ausdruck, den Nationalbegriff nicht den Nationalisten zu überlassen. Neben der Vergabe des Nationalpreises fördert die Stiftung unter anderem europäische Jugendprojekte und gibt jährlich die ‚Berichte zur Lage der Nation‘ heraus. Im Übrigen gilt für die traditionsreiche und international ausgerichtete Schule an der Brucknerallee: Nach der SchulBrücke ist vor der SchulBrücke, denn in diesem Jahr hat das Hugo-Junkers-Gymnasium das außerordentliche Privileg, ein zweites Mal teilzunehmen – augenblicklich befindet sich Lehrer Alexander Nagel mit weiteren acht Schülern auf der diesjährigen Veranstaltung in Naumburg. Die Schule wurde als langjähriger und besonders zuverlässiger Partner von den Organisatoren gebeten, in diesem Jahr gleich zwei Gruppen zu entsenden, da durch die Absage einer Schule kurzfristig ein Platz neu besetzt werden musste.

7 - 0

Danke für Ihre Abstimmung!

Sorry, Sie haben schon abgestimmt!