Stadtverwaltung warnt vor teuren Online-Diensten

Seit einigen Wochen landen beim Fachbereich Bürgerservice der Stadtverwaltung immer wieder Anträge auf Meldebescheinigungen und Führungszeugnisse, die von den Bürgerinnen und Bürgern über die Webseite eines privaten Anbieters gestellt wurden.

Das Unternehmen bietet die Dienstleistung für 17,90 Euro (zzgl. Gebühren vom Einwohnermeldeamt) im Internet an und wirbt mit einer unkomplizierten Abwicklung nach dem Motto: „Wir kümmern uns um alles Weitere.“

Klingt einfach, ist es aber nicht: Nach den Erfahrungen der Meldestelle Mönchengladbach werden die von den Kunden beim Dienstleister gestellten Anträge nur ausgedruckt und per Briefpost an die Verwaltung weitergeleitet. Die so bei der Meldebehörde eingehenden Anträge sind aus zweierlei Sicht problematisch:

Die Anträge auf Führungszeugnisse dürfen von der Meldebehörde in dieser Form gar nicht bearbeitet werden. Die Anträge auf Meldebescheinigung könnten theoretisch bearbeitet werden, allerdings haben die antragstellenden Personen die Gebühr noch nicht entrichtet, was die Abwicklung verzögert.

In beiden Fällen muss die Meldestelle Kontakt zu den Antragsteller*innen aufnehmen, um sie über die Probleme mit dem Antrag zu informieren. Da ist Frust auf beiden Seiten vorprogrammiert. Dabei ließe sich der Umweg über den privaten Dienstleister sparen. Denn eine einfache Meldebescheinigung kann online über das Serviceportal der Stadt (https://service.moenchengladbach.de) gebührenfrei beantragt und zu Hause ausgedruckt werden oder persönlich sowie per Brief mit beigefügter Ausweiskopie für 9 Euro beantragt werden. Ein Führungszeugnis kostet 13 Euro. Online können Führungszeugnisse beim Bundesamt für Justiz beantragt werden. Bei den Meldestellen kann das Führungszeugnis persönlich oder mit beglaubigter Unterschrift auch schriftlich beantragt werden.

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