NATO-Musikfest 2012 – Teil II – Spektakuläre Musikshow vor 11.000 Besuchern [mit Bildergalerie]

Als ältestes Militärmusikfest des Landes fasziniert das NATO-Musikfest seit über 50 Jahren.
Viele Besucher kommen alle zwei Jahre von weither angereist, um in Mönchengladbach die Original-Militärmusikshow zu erleben.
Mit einem spektakulären Programm von sieben professionellen Militärbands aus sieben verschiedenen Nationen begeisterte jetzt die 27. Auflage des musikalischen Paradestücks der Stadt rund 11.000 Besucher aller Altersgruppen im Borussia-Park.
Mitreißende Rhythmen und populäre Melodien sorgten in den Rängen für Stimmung.

Von Bachs d-Moll-Toccata über Swing und Schlager bis zum Michael Jackson-Hit wurde auf Pauken, Trompeten und sogar E-Gitarre alles geboten, was gut ist und gefällt. Erfrischend locker bewiesen die Bands, dass Militärmusik viel mehr zu bieten hat, als im Gleichschritt zur Musik zu marschieren.

Humorvoll präsentierte sich die belgische Band „Musique Royale de la Force Aérienne“, die mit einem als Hasen verkleideten Musiker besonders die jüngsten Besucher zum Lachen brachte,  „feurig wie Paprika“ die ungarische „Magyar Honvédség Központi Zenekar“, französisch charmant „La Musique des Transmissions“ aus Versailles, very british „The Band of the Royal Corps of Signals“ aus Blandford, brillant die „Band of the Armed Forces of Malta“, die mit dem Auftritt einer Gesangssolistin für einen Höhepunkt des Abends sorgte. Großen Beifall erntete neben dem „Drillteam der 7. Kompanie des WachbBtl BMVg Berlin“, das mit punktgenauen Drillvorführungen Jung und Alt faszinierte, vor allem das „H.M. Kongens Garde Musikk- og Drillkontingent Oslo“, das seinen Ruf als eines der besten Militärorchester der Welt souverän bestätigte und mit standing ovations und Zugabe-Rufen stürmisch gefeiert wurde.

slideshow?

Die musikalischen Darbietungen wurden begleitet von einem spannenden Rahmenprogramm der Fallschirmspringer, die zum Auftakt aus 2.500 Metern Höhe aus einem Hubschrauber punktgenau im Mittelkreis des Rasens landeten sowie einer beeindruckenden Hundevorführung der Feldjäger der Bundeswehr und der atemberaubenden Vorführung des Showteams TSV Taunusstein, das technisch perfektes und wagemutiges Turnen im, um und am Rhönrad zeigte. Als nach drei Stunden die Lichter im Stadion gelöscht wurden und das mit 426 Musikern zumindest für diesen Abend größte Orchester der Welt unter der Leitung von Oberst Dr. Michael Schramm zum musiksynchronen Feuerwerk Michael Haydns berühmten „Coburger“-Marsch spielte, kannte der Jubel in den Rängen keine Grenzen mehr. „Wollt Ihr, dass wir in zwei Jahren wiederkommen“, fragte Moderator Helmut Jaeger – und „Ja!“ scholl es einstimmig zurück.

„Das war eines der schönsten NATO-Musikfeste mit musikalischen Highlights aller Musikrichtungen und zahlreichen Überraschungen“, so das zufriedene Resümee von Peter Schlipköter, Geschäftsführer der Marketing Gesellschaft Mönchengladbach (MGMG), die für die Organisation und Durchführung des Militärfestes zuständig ist. Nach lebhaftem Vorverkauf bescherte das sommerliche Wetter der MGMG noch eine gute Abendkasse. „Wir werden auf jeden Fall versuchen, in zwei Jahren wieder genügend Zuschauer zu finden, um die Zukunft des NATO-Musikfestes zu sichern“, versprach Schlipköter.

Für die Stadt stellt die traditionelle Militärmusikshow nicht nur ein attraktives Veranstaltungs-Highlight dar. Sämtliche Übernachtungsgäste des Festes wurden in Mönchengladbach untergebracht und rund 2.000 Roomnights in der Stadt platziert. Auch die gesamte Versorgung und Logistik inklusive aller Nebenleistungen erfolgten fast ausschließlich durch Mönchengladbacher Subunternehmer und Händler. Neben dem Umsatz, den die Gäste der Stadt einbrachten, stellt das NATO-Musikfest damit einen interessanten Wirtschaftsfaktor auch zur Bespielung des BORUSSIA-PARKS dar.

Der Reinerlös aus dem NATO-Musikfest wird traditionell an die UNO-Flüchtlingshilfe gespendet.
Seit 1960 konnten auf diesem Weg mit über 500.000 EuroProjekte auf der ganzen Welt ermöglicht und gefördert werden.
In diesem Jahr soll die Spende für Opfer des syrischen Bürgerkriegs zur Verfügung gestellt werden.
(pm mgmg)