Fahrgäste mit Handicap: Schulungs-Reihe für Busfahrer

Fahrgäste mit Handicap stehen im Mittelpunkt der Schulung, die die NEW mobil und aktiv Mönchengladbach gemeinsam mit der Polizei veranstaltet.
An drei Terminen wird das Fahrpersonal für den Umgang mit Fahrgästen mit Handicap geschult. Beim ersten Schulungstermin am 02. Mai 2012 wurde der „Alternator“ getestet. Anhand dieses Simulationsanzugs konnten sich die Busfahrer in die körperliche Situation eines Senioren hineinversetzen.

 

Schwerpunkt des zweiten Termins war die Beförderung von Fahrgästen im Rollstuhl.
Die NEW mobil und aktiv Mönchengladbach tut einiges, um Behinderten die Fahrten mit dem Bus zu erleichtern.
Derzeit sind bereits 154 Busse mit einer Rampe ausgestattet. Werden neue Busse angeschafft, so verfügen sie immer über eine Rampe, so dass in drei bis vier Jahren alle Busse der NEW behindertengerecht sind.

Die Rampe sollte möglichst vom Busfahrer bedient werden.
Da das Personal auch den Einstieg der anderen Fahrgäste und den Fahrkartenverkauf regelt, müssen behinderte Fahrgäste mitunter etwas warten.
„Wichtig sind Geduld und Verständnis“, sagt Thomas Boß, Leiter Verkehrsinspektion bei der NEW mobil und aktiv Mönchengladbach.
Das gelte selbstverständlich in beide Richtungen, so Boß.

Die Sorge der behinderten Fahrgäste, in der Türe eingeklemmt zu werden, konnte den Rollstuhlfahrern im Schulungstermin genommen werden.
Alle Türen sind mit einer Lichtschranke versehen. Zudem befinden sich an der rechten Seite der Bustüre zwei Türöffner.
Die Betätigung des Schalters, auf dem ein Rollstuhl und ein Kinderwagen abgebildet sind, verhindert die automatische Schließung der Türen. Der Busfahrer schließt die Türen dann manuell nach dem Einstig der Fahrgäste.
Übrigens: Der Rollstuhl sollte stets entgegen der Fahrtrichtung platziert werden, um größtmöglichen Halt bei einem eventuellen Bremsmanöver zu gewährleisten.

„Was passiert, wenn ich einsteigen möchte, aber schon ein Rollstuhlfahrer und ein Kinderwagen im Bus sind?“, fragt Sandra Höfels, Rollstuhlfahrerin.
Aus Sicherheitsgründen können in einem Bus nur jeweils ein Rollstuhlfahrer und eine Person mit Kinderwagen mitfahren.
Denn nur dafür ist die Nische in der Mitte des Busses ausgelegt. Sind diese beiden Plätze bereits belegt, so sollte der Fahrgast auf den nächsten Bus warten. Nur so kann eine sichere Fahrt gewährleistet werden.

„Grundsätzlich ist es für alle Beteiligten wichtig, die Augen offen zu halten“, so der Appell von Erwin Hanschmann, Polizeihauptkommissar für Unfallprävention. „Auch andere Fahrgäste können den behinderten Fahrgästen helfen. Mit etwas gegenseitiger Rücksicht machen sich alle das Leben leichter.“

Beim dritten Schulungstermin am 06. Juni 2012 werden Senioren mit Rollatoren im Mittelpunkt stehen.
[PM]

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