Trude Backes verabschiedet sich mit “errottischen Explosionen“

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Trude Backes will nicht mehr, in Zukunft gibt es Monika Hintsches in Natura und ohne Hut.
Das ist die eigentliche, etwas wehmütige und doch gleichzeitig hoffnungsfrohe Nachricht.
Am Samstagabend wirbelte Trude ein letztes Mal über die Bühne des TIG in Eicken, verblüffte und begeisterte die Gladbacher Quasselstrippe das vollbesetzt Theater mit Themen wie dem “Minto“, Trude dachte ursprünglich, das sei wohl von Japanern benannt, da man es sogar alteingesessenen Gladbachern erklären muß, dass es sich hierbei um ein Einkaufszentrum handelt. „Ne wat für ne Klotz“, meint Trude „wer weiß denn, dat dat ne sozialrhythmische Hintergrund hat. Da kommt einem ja der kalte Hauch des Konsums direkt entgegen“.
Der junge Pianist Janek Wilholt ist voll ins Geschehen integriert, die beiden spielten sich gekonnt durch alle Lebenslagen, agierten mit dem Publikum und reagierten spontan auf unvorhergesehene Situationen.

Monika Hintsches gibt alten Chansons in der Rolle der Trude Backes neuen Pfiff, dreht bekannte Popsongs auf links, singt, spricht und tobt in gewohnt Zwerchfell erschütternder Manier über die Bühne.
In Zukunft wird Monika Hintsches gemeinsam mit Janek Wilholt auf Tour gehen und  ihr Publikum sicher weiter begeistern. Fürs Erste braucht sie eine Auszeit, sagt sie.

„Wenn ich mir die Nachrichten anschaue vergeht mir das Witze machen“, sagt sie leise und die Zuschauer können das sehr gut nachvollziehen. Aber auch die Gesundheit sei ein Grund für sie, etwas kürzer zu treten.
So bleibt die tolle Erinnerung an ihre Definition des Begriffes “Kreislauf“, das Gehirn ist demnach bei 70% der Menschen eine Murmel, die im ansonsten leeren Schädel kreisen kann. „Da wird einem schon etwas komisch“.
Oder dass die Alten bald wieder gebraucht werden, damit sie mal schnell etwas per Hand schreiben können.
„Die Kinder verlernen das ja immer mehr, die rufen dann, Omma schreib ma schnell auf “.

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