Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag am 8. März

Nein zu Gewalt an Frauen © Stadt MG; Archivbild

Die Einforderung von realpolitischer Gleichberechtigung ist auch nach 100 Jahren noch aktuell.

Die Gleichstellung von Frau und Mann, die Artikel 3, Absatz 2 des Grundgesetzes vorsieht, ist in vielen Bereichen noch immer nicht realisiert worden.

„Frauen verdienen noch immer, trotz gleicher Ausbildung und Tätigkeit, weniger als Männer.
Auf dem Weg zu einer Führungsposition stehen Frauen noch immer vor großen strukturellen Hindernissen, da Care Arbeit in Familien noch immer häufiger von Frauen geleistet wird und oft mehr als eine Doppelbelastung besteht. So ist ein großer Teil der Frauen (wenn überhaupt) Teilzeit beschäftigt, obwohl sie dabei in Hinblick auf die eigenen Einkünfte, Rentenbezüge und Karrierechancen langfristige Nachteile haben“, betont die städtische Gleichstellungsbeauftragte Sarah Günther.

Der Internationale Frauentag hat an seiner Aktualität nichts verloren, um auf strukturelle Nachteile und Diskriminierungen aufmerksam zu machen und frauenpolitische Rechte einzufordern. Dieser Tag ist zugleich auch ein Tag, Frauen Wertschätzung zu zeigen und zu fördern. „Steigende Preise, weltweite Krisen und Fachkräftemangel in sämtlichen Bereichen zeigen, dass auf Frauen nicht verzichtet werden kann – und zwar auf Augenhöhe. Wir kommen nur zusammen weiter und dies bedarf einer gegenseitigen Unterstützung. Dabei müssen Lösungen gefunden werden, wie wir Arbeiten – auch familiäre – aufteilen und Entlastungen schaffen können“, so die Gleichstellungsbeauftragte weiter.

Auch die Stadt Mönchengladbach hat einige Veranstaltungen rund um den Internationalen Frauentag zu bieten. Die VHS Mönchengladbach rät den Frauen plakativ „Ein Ehemann ist keine Altersvorsorge“ und informiert am Mittwoch, 22. März, im Rahmen eines Online- Seminars zum Thema Finanzplanung für Frauen.

Am Dienstag, 7. März, findet der diesjährige Equal Pay Day statt. Besonders hervorzuheben ist, dass er jedes Jahr an einem anderen Tag stattfindet. Wieso? Weil der Equal Pay Day symbolisch die geschlechtsspezifische Lohnlücke markiert, der laut Statistischem Bundesamt 18 Prozent in Deutschland beträgt (Stand 7. März 2022). Angenommen Männer und Frauen bekommen den gleichen Stundenlohn: Dann steht der Equal Pay Day für den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden.

 Rechnet man den Wert in Tage um, arbeiten Frauen insgesamt 66 Tage umsonst. Aus diesem Grund findet er in diesem Jahr am 7. März statt. Als eine Aktion für diesen Tag haben die Frauen des Business and Professional Women (BPW) das Tragen einer roten Tasche als Symbol des Protestes gegen Entgeltungleichheit entwickelt. Die rote Tasche steht für rote Zahlen und dafür, dass Frauen weniger in der Tasche haben als Männer. Die Gleichstellungsstelle unterstützt diese Aktion und ruft Frauen dazu auf, auch in Mönchengladbach am 7. März rote Taschen zu tragen.

Die Buchhandlung Degenhardt bietet in Kooperation mit dem kfd-Diözesanverband Aachen und dem Katholischen Forum am Abend des 10. März eine Lesung der besonderen Art:

Autorin Unda Hörner folgt den Spuren berühmter Frauen in zwölf atmosphärisch dicht erzählten Monatskapiteln durch das Jahr 1939: Hannah Arendt gelingt die Flucht nach New York, Helene Weigel zieht mit dem Brecht-Tross nach Schweden. Marlene Dietrich nimmt die amerikanische Staatsbürgerschaft an und Erika Mann veröffentlicht mit Bruder Klaus ein Who’s who der deutschen Kultur im Exil – Escape to Life.
Wer auch etwas über Frida Kahlo, Peggy Guggenheim, Milena Jesenská, Simone de Beauvoir, Annemarie Schwarzenbach, Ella Maillart und Else Lasker-Schüler erfahren will, sollte sich Karten (nur im Vorverkauf erhältlich) in der Buchhandlung Degenhardt ergattern.

Weitere Veranstaltungen und mehr Infos zu den Aktionen gibt es auf der Internetseite der Gleichstellungsstelle: www.frauenaktionstage-mg.de

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