Versuchter Bankraub auf die Volksbankfiliale in Bettrath vom 27.08.2013 scheint geklärt

Der Täter (unbestätigt) soll ein Juwelier aus Krefeld sein

PolizeiAm 27.08.2013, kurz nach 08:30 Uhr, betrat der Täter die Filiale der Volksbank auf der Hansastraße in Bettrath. Er stellte einen kleinen Rucksack ab und verließ fluchtartig die Geschäftsräume. Wenige Minuten später ging bei der Telefonzentrale der Bank ein Anruf des Täters ein. Er sagte, er hätte in der Filiale Hansastraße einen Rucksack mit einer Bombe abgelegt und forderte Geld. Eine konkrete Summe nannte er nicht.
Die beiden Angestellten der Geschäftsstelle wurden von den Einsatzkräften aus den Räumen geholt. Sie standen zunächst unter Schock und wurden von Sanitätern und Bankmitarbeitern betreut. Sie waren aber schon bald in der Lage, den Ermittlern Angaben zum Tatablauf zu machen.

 

 

Der Bereich ca. 100 Meter rund um die Bank wurde damals abgesperrt. Die umliegenden Häuser wurden evakuiert. Insgesamt mussten 48 Personen ihre Wohnung verlassen. Die Hovener- und die Hansastraße waren während des Einsatzes komplett gesperrt. Dadurch kam es zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen.

Zeitgleich wurden Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes angefordert.
Sie untersuchten mit ihrer Spezialausrüstung den Rucksack. Sie konnten gegen 11:30 Uhr Entwarnung geben. In dem Rucksack befand sich lediglich eine Attrappe aus Dosen und Kabeln.

Da in den Folgetagen zwei ähnlich gelagerte Banküberfälle in Krefeld und Duisburg stattfanden, tauschten die Ermittler der drei beteiligten Polizeibehörden ihre Erkenntnisse aus. Dabei wurde schnell klar, dass es sich in allen drei Fällen um den selben Tatverdächtigen handelt.

Die Staatsanwaltschaft und die Polizei Krefeld haben die Ermittlungen in allen Fällen übernommen. Heute wurde ein 48jähriger Krefelder einem Haftrichter vorgeführt. Hier die Pressemeldung der Polizeipressestelle Krefeld:

„Bankräuber ermittelt und festgenommen – Drei Überfälle in Duisburg, Mönchengladbach und Krefeld geklärt“.

Im Zuge der ersten Ermittlungen stellte es sich heraus, dass der selbe Mann auch eine Filiale der Sparkasse in Duisburg – Mündelheim überfallen hatte.
Hier ließ er auf der Flucht ein Klappfahrrad an einer Stelle zurück, wo vorher ein schwarzer BMW Z3 mit Krefelder Kennzeichen geparkt haben soll.
Auch auf dem Friedhofsparkplatz in Linn waren von Zeugen Hinweise auf einen schwarzen Sportwagen gegeben worden.

Die beschleunigt durchgeführte Spurenauswertung bestätigte den Tatzusammenhang durch identische tatverdächtige DNA-Merkmale, allerdings war dazu noch keine Person in den polizeilichen Datenbanken registriert.

So wurden in kriminalistischer Kleinarbeit alle Halter / Benutzer des beschriebenen Fahrzeuges mit Krefelder Zulassung ins Visier genommen und umfangreichen Überprüfungen unterzogen. Dabei gerieten die Ermittler auch an einen Geschäftsmann, der keine Angaben zu einem ALIBI machen wollte.

Da die Täterbeschreibung gut auf ihn passte, beantragte die Staatsanwaltschaft Krefeld beim Amtsgericht Krefeld die Durchführung einer DNA Untersuchung (Speichelprobe des Tatverdächtigen).

Der erlassene Beschluss wurde am 24.10.2013 vollstreckt. Der Tatverdächtige wurde bei der anschließenden Auswertung als Spurenleger ermittelt. Bei Durchsuchungen wurden verschiedene Teile der Täterbekleidung, allerdings keine Waffe, gefunden. Der 48jährige Krefelder ist bislang noch nicht mit dem Gesetz in Konflikt gekommen.

Zu den Vorwürfen schwieg er sich aus.

Der Tatverdächtige wurde heute dem Haftrichter vorgeführt und befindet sich nun in Untersuchungshaft.