Verwaltung gibt bekannt: Tour de France war für die Stadt riesiger Imagegewinn

Auf diesem Foto der Stadt ist keine Begeisterung zu erkennen, Menschen recken die Arme zum fotografieren in die Luft.

Es klingt ein wenig trotzig und spiegelt nicht die Meinung aller Mönchengladbacher wider:
„Mit der erfolgreichen Teilnahme an der Tour de France und rund 155.000 Besuchern trotz schlechten Wetters in ausgelassener und friedlicher Stimmung am Straßenrand am vergangenen Sonntag hat die Stadt eine sehr gute Visitenkarte abgegeben und sich als sportbegeisterte Stadt, die auch Großveranstaltungen solcher Art, kann, empfohlen. Die Tour war zugleich auch ein enormes Medienereignis, von dem wir als Stadt mit dem ersten Sprint ganz besonders profitiert haben. Das war ein riesiger Image-Gewinn für Mönchengladbach. Die Rechnung ist aufgegangen“, freut sich auch Tage nach der Tour, die über eine Strecke von rund 20 Kilometer durch Mönchengladbach schlängelte, Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners.

Ob die Rechnung tatsächlich aufgeht bleibt abzuwarten, Image ist ein wankelmütiges Ding, es ändert sich ständig und muß positiv gepflegt werden.
Dazu reicht ein Event nicht aus, auch wenn es ein derart teurer ist.

Die ARD übertrug die Tour de France 2017 live im Fernsehen. Damit erlangte auch Mönchengladbach in der Live-Berichterstattung weltweite Medienaufmerksamkeit. Rund 100 Sender werden in 190 Ländern rund um den Globus das sportliche Großevent live übertragen, unter anderem die ARD und der Sender Eurosport. Die Übertragung der 2. Etappe am Sonntag von Düsseldorf nach Lüttich schauten 1,49 Millionen Zuschauer, die spätere Zusammenfassung 1,75 Millionen Zuschauer. Über Eurosport in Deutschland schauten sich 0,25 Millionen Zuschauer die 2. Etappe an. Zusätzlich zu sehen waren die Berichte in den Nachrichtensendungen, unter anderem in der Tagesschau.

Darüber hinaus berichteten Hunderte von Journalisten aus den Bereichen Print, Hörfunk und Online im Vorlauf sowie am Sonntag und Montag über die Tour in Mönchengladbach. „Während Ortsnamen wie Vielsam, Houffalize oder Aywaille als Bestandteil belgischer Rundfahrten in der Radsportwelt geläufig sind, freuten sich die internationalen Reporter kindisch, als das Peleton durch Mönchengladbach oder Titz rollte, vor allem die britischen Journalisten“, hieß es bei Spiegel-Online. Und der „Guardian“ schrieb in seinem Live-Blog am Sonntag: „Wo auch immer wir gerade sind, die Leute hier scheinen den Radsport zu mögen“. Und die Süddeutsche Zeitung hielt fest: „Auch am Sonntag, als sich die Tour durch Neuss, Mönchengladbach und Aachen gen Lüttich schob, waren viele Städte derart gut besucht, als würden sie die Zieleinfahrt beherbergen. Brian Cookson, Präsident des Weltverbands UCI, war von diesen atmosphärischen Hochrechnungen derart begeistert, dass er zum Sport-Informations-Dienst sagte: „Das demonstriert das neu gewonnene Vertrauen der Deutschen in den Radsport.“

Die Radsportbegeisterung am Straßenrand hat auch die Profis auf der Strecke beeindruckt: So postete John Degenkolb noch auf dem Rückweg zum Hotel ein Bild von Zuschauermassen in Mönchengladbach und schrieb dazu: „Was für eine Stimmung. Faszination Radsport pur. Nach Yorkshire und Utrecht haben wir nun unseren Tourstart gesehen und es war einfach geil.“

Auch die laufende Berichterstattung der städtischen Pressestelle über die Sozialen Medien wie Facebook und Twitter wurde den ganzen Sonntag über hervorragend angenommen und verfolgt. Ebenso hat sich das eigens zur Tour eingerichtete Info-Telefon bewährt. Am Samstag und Sonntag erkundigten sich insgesamt rund 600 Anrufer über die Tour in Mönchengladbach; insgesamt zählte die Pressestelle rund 1.500 Anrufer.
(pmg/sp)

1 Kommentar zu "Verwaltung gibt bekannt: Tour de France war für die Stadt riesiger Imagegewinn"

  1. Elmar Kempe | 5. Juli 2017 um 13:34 |

    ich fands toll bin der mit dem Handy in schwarz

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