Verwaltung prüft, ob Entwurf verändert werden kann – BV Süd befasst sich in nächster Sitzung wieder mit Stadtportal

Mit der Zukunft des Stadtportals im Randbereich des Rheydter Marktplatzes, das heute als Eingang zum Technischen Rathaus dient, befasste sich gestern die Bezirksvertretung Süd in ihrer Sitzung.
Eine Entscheidung, welchen Standort das historische Portal einmal finden wird, will die Bezirksvertretung in ihrer nächsten Sitzung treffen.
Die CDU sprach sich gestern dafür aus, das Portal am derzeitigen Standort zu belassen. Der Antrag fand in der Sitzung allerdings keine Mehrheit. Bis zur nächsten Sitzung hat die Verwaltung nun, so der gestrige Auftrag der Bezirksvertretung, zu prüfen, ob eine Veränderung der Pläne zur Umgestaltung des Rheydter Marktes zu Konsequenzen in der Förderfähigkeit des Gesamtprojektes führen könnte und möglicherweise auch Probleme aus urheberrechtlicher Sicht mit sich bringt.

 

Der aus einem Wettbewerb hervorgegangene Siegerentwurf zur Umgestaltung des Rheydter Marktplatzes, auf den sich eine auch mit Vertretern der Politik besetzte Jury einigte, wurde in dieser Form in einer zurückliegenden Sitzung von der Bezirksvertretung Süd und abschließend vom Rat beschlossen.
„Zudem sind die Pläne, die einen Rückbau des Stadtportals vorsehen, Grundlage für die Bezuschussung des Gesamtprojektes durch Land, Bund und EU gewesen. Inwiefern eine Veränderung förderschädlich ist, muss geprüft werden“, so Technischer Beigeordneter Andreas Wurff.

Von der Verwaltung auf Basis des vorliegenden Ratsbeschlusses vorgesehen war ein auch in der Finanzierung berücksichtigter Rückbau des Portals, das auf dem Bauhof zwischengelagert werden sollte.
Ein Wiederaufbau an anderer Stelle wäre neu zu finanzieren.
„Wir bewegen uns hier in einem sehr engen Rahmen, was den zeitlichen und finanziellen Rahmen angeht“, so der Beigeordnete weiter. Der Bauzeitenplan sieht einen Abbau des Stadtportals im Frühjahr vor, wenn mit den Pflasterarbeiten auf der Marktfläche um dem Umbau der Tiefgarageneinfahrt an der Marktstraße begonnen werden soll.
Wurff könnte sich einen neuen Standort für das Stadtportal in unmittelbarer Nähe zum Markt vorstellen.
„Die Pläne zur Umgestaltung sehen allerdings ganz klar eine Öffnung der Eingangssituation zum neuen Marktplatz vor. Hier wird eine neue Sichtachse geschaffen, die den Blick frei macht auf den Markt“.

Eingelagert ist derzeit auch die Außenskulptur „Figuartion“ von Gerhard Wind, im Volksmund auch als „Alufant“ bekannt. Sie soll gesäubert werden und später einen neuen Standort finden. Hier können Bürgerinnen und Bürger nun Vorschläge machen, wo die überdimensionale Skulptur aus Aluminium aufgestellt werden soll. Eine Fachjury wertet die Vorschläge aus und stellt der Bezirksvertretung Süd in ihrer November-Sitzung zwei Vorschläge vor. Die Vorschläge können bis zum 30. September eingereicht werden.
(pmg)