Winehouse kam exclusiv für die Sommermusik Schloss Rheydt nach Deutschland [mit Slideshow]

Winehouse holt sein Konzert vom letzten Jahr nach 

Nicht nur Adel verpflichtet, auch die Familie. Und das ist schon so eine Sache mit den Genen und dem geerbten Talent. All die Töchter und Söhne, die in die Fußstapfen berühmter Mütter oder Väter treten, haben es ja meist nicht einfach. Der umgekehrte Weg, dass ein Vater in die Fußstapfen seiner Tochter tritt, ist eher die Ausnahme und im Fall von Mitch Winehouse ein wahrer Glücksfall.

„Natürlich wäre ich ohne Amy erst gar nicht in die Verlegenheit gekommen“, räumt Mitch mit einem breiten Lachen ein, das jedem erst einmal den Wind aus den Segeln nimmt. „Aber als sich die Gelegenheit ergeben hat, habe ich sie ergriffen. Wer würde an meiner Stelle kein Album aufgenommen haben?“ Im stolzen Alter von 60 Jahren debütiert Mitch Winehouse 2010 mit dem Album „Rush Of Love“, dessen Songauswahl für das tief fundierte Musikverständnis und den untadelig guten Geschmack seines Interpreten spricht. Das sind nicht die üblichen Rat-Pack-Standards, sondern ein perfekter Reigen aus Jazz, Swing und elegantem Crooning. Kurzum, die musikalische DNA der Familie Winehouse.

Gesungen hat Mitch nämlich schon immer – nur noch nie zuvor in einem Studio. Da genügt ein Blick ins heute hippe Londoner East End, dorthin, wo Mitch Winehouse aufgewachsen ist. „Meinem Vater gehörte ein Barbiershop auf der Commercial Street und meine Mutter hatte hinten drin ihren Friseursalon. Musik war allgegenwärtig, so lange ich zurückdenken kann. Jazz, Swing und viel Sinatra. Ständig wurde gesungen.

Für „Rush Of Love“ hat sich Mitch alle Freiheiten genommen. Bei seiner ebenso experimentierfreudigen wie erlesenen Auswahl der Songs hat er auf die typischen Standard‐Coverversionen à la „My Way“ verzichtet. Mit „Rush Of Love To The Heart“, „Tell Me“, „No More Broken Hearts“ und „Nights“ gibt es auch vier neue Kompositionen von Tony Hiller, der das gesamte Albumprojekt begleitete und auch die Produktion übernahm.

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