Wohnungsbauoffensive: 43 Mio. für bezahlbare Wohnungen

Dringend gebraucht: Immer mehr Seniorenwohnungen – ohne Treppenstufen, dafür mit bodengleicher Dusche und genügend Platz für das Rangieren mit Rollator und Rollstuhl.

Als eines ihrer wichtigsten Anliegen hat die Ratsmehrheit aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP stets die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum bezeichnet.

Um trotz einer aktuell sehr schwierigen Marktlage für die Bauwirtschaft insgesamt auch zeitnah Fortschritte erzielen zu können, wurde im Frühjahr dieses Jahres die „Wohnungsbauoffensive Mönchengladbach“ gestartet. In Mönchengladbach gebe es zu wenig Wohnraum, der der Einkommenssituation der Menschen in der Stadt angemessen sei, begründeten die Bündnisfraktionen ihre Initiative. Um die Aktivitäten der „WohnBau“ stärken zu können, haben die Mehrheitsfraktionen Gelder in den städtischen Haushalt eingestellt. Weiterhin wurde beschlossen, dass man Kreisbau und GWSG durch den Verzicht auf geplante Ausschüttungen an die Stadt mehr Mittel zweckgebunden als Eigenkapital für den fremdfinanzierten Wohnungsneubau zu Verfügung stellt. Diese Mittel können durch die Aufnahme von Fremdmitteln (öffentliche Wohnungsbaufördermittel/ freie Kreditmittel) verfünffacht werden. Aktuell berichtet die Verwaltung in den politischen Gremien über Fortschritte, eingereichte Förderanträge und konkrete Bauvorhaben, die durch die Initiative angestoßen werden konnten.

„Bezahlbares Wohnen ist die soziale Frage unserer Zeit“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Janann Safi. „Große Wohnungsbauunternehmen halten sich in der anhaltenden Krise aus dem Wohnungsneubau nach wie vor zurück. Daher freuen wir uns sehr, dass durch unsere Initiative der WohnBau eine Investitionssumme von etwa 43 Millionen Euro zur Verfügung steht und bereits im kommenden Jahr mit ersten Bauvorhaben begonnen wird“, so Safi weiter.

Aktuell werden Bauvorhaben an der Knopsstraße, der Luisenstraße, der Friesenstraße und der Straße Langer Weg geplant. Zudem wären laut Verwaltung auf dem Grundstück Dahlener Straße zwischen Preyerstraße und Heydstraße etwa 70 weitere Wohneinheiten möglich.

„Die Wohnungssuche ist auch für Menschen mit durchschnittlichem Einkommen derzeit immens schwer“, stellt Grünen-Fraktionssprecherin Ulla Schmitz fest. „Insbesondere für Familien aus diesem Bereich wollen wir mehr Angebote geschaffen; insofern freuen wir uns, dass unsere Initiative bereits erste Früchte trägt.“ Auch Grünen-Co-Fraktionssprecher Dr. Boris Wolkowski begrüßt den Bau der öffentlich geförderten Wohneinheiten und die eingeplante Mischung verschiedener Wohnsegmente: „Damit kommen wir unserem Ziel einer sozial ausgewogenen Struktur bei Wohnungsbauprojekten sukzessive näher.“ „Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum bleibt aber groß“, bilanziert der FDP-Fraktionsvorsitzende Achim Wyen. „Daher ruhen wir uns auf den positiven Nachrichten nicht aus. Grobplanungen für weitere Grundstückspotentiale liegen vor, deren Umsetzung möglichst zeitnah vorangebracht werden muss. Gemeinsam mit den Verantwortlichen in der Verwaltung, der WohnBau und der EWMG befinden wir uns aber auf einem guten Weg.“

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