Zeitenwende in unserem Revier

Foto: Silvia Erbrath

Meinung von Silvia Erbrath |

Es ist ein gigantisches Loch, was wir Menschen in die Erde gegraben haben.

Selbst wenn man davor steht, kann man die Dimensionen nicht fassen. Arbeit, und somit Sicherheit und Wohlstand hat die Braunkohle in unsere Region gebracht. Aber auch viele Tränen und Leid durch Vertreibung und Heimatverlust.

Nun ist auch hier die Zeitenwende eingeläutet. Doch der  Konzern will sein zugesprochenes Recht durchsetzten und bis zum Ende die Kohle hier vor Ort abbauen. Da fragt man sich warum?
Der Konzern bekommt Gegenwind aus der Bevölkerung, den Kommunen, den Umweltschützern vor Ort und auch Wissenschaftler wie Frau Claudia Kempfert vom DIW stellen sich dagegen.
Das alles nutzt bisher aber nichts. Selbst die Tatsache, dass der Konzern im letzten Jahr auf der Jahreshauptversammlung nur unter Protest entlastet wurde, lässt kein erkennbares Umschwenken im Management wahrnehmen. Dabei sind es doch die erneuerbaren Energien, die auch von diesem Konzern massiv ausgebaut werden. Diese versprechen in Zukunft noch höhere Gewinne. Eine Delle im Gewinn ist doch besser verkraftbar, als eine Delle in der Reputation.

Kann ein solcher Konzern nicht wirklich VORWEG GEHEN, wie er es einst Public gemacht hat?
Die Großen und Mächtigen der Chefetage können hier ein Zeichen setzen für alle führenden Industrien indem sie die Bagger sofort stoppen. Die Einberufung einer Außerordentlichen Aktionärsversammlung kann über die Zukunft des Tagebaus entscheiden.  Es ist allein deren Wille und Macht zuzuschreiben, wie dieser Planet sich weiter entwickelt.
Vielleicht bedarf es aber nur eines kleinen aber wichtigen Wortes. BITTE!