20.000 Euro für „Rucksack-Programm“ von der Bundesliga-Stiftung

Die Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA) hatte schon heute die Bescherung:

Einen Scheck  ber 20.000 Euro durfte Güner Kinik, Leiterin der RAA, heute im Borussia-Park für ihre Arbeit entgegen nehmen. Die Summe stammt von der traditionellen Weihnachtsaktion der Bundesliga-Stiftung, die in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der Borussia-M nchengladbach-Stiftung das „Rucksack-Programm“ der RAA fördert. In Anwesenheit von Oberbürgermeister Norbert Bude und unter der Schirmherrschaft von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft  überreichte Tom Bender, Vorstandsvorsitzender der Bundesliga-Stiftung, gemeinsam mit Borussen-Präsident Rolf Königs den Scheck.

Im „Rucksack-Programm“ erhalten vier- bis sechsjährige Kinder mit Zuwanderergeschichte maßgeschneiderte Sprachförderungsangebote an ausgewählten Kindertagesstätten und Grundschulen. Das besondere daran ist die Einbeziehung der Eltern durch entsprechende Schulungsmaßnahmen. Den Anstoß, dieses Programm zu fördern, gab die Borussia-Mönchengladbach-Stiftung.

„Neben dem Sport haben wir auch die Verpflichtung, uns um das Gemeinwohl zu kümmern. Dem kommen wir durch die Unterstützung der RAA gerne nach“, betonte Präsident Rolf Königs. „Für uns alle ist es ein Tag der Freude. Die Integration aller Menschen, die zu uns kommen, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und eine gesellschaftspolitische Herausforderung in den nächsten Jahren. Allein in Mönchengladbach leben Menschen aus rund 150 Nationen“, so Oberbürgermeister Norbert Bude.

„Sprachliche Bildung beginnt in der Familie. Daher ist es gerade bei den ganz Kleinen wichtig, die Eltern in die Sprachförderung einzubinden. Ihnen müssen Wege aufgezeigt werden, wie sie ihr Kind bestmöglich dabei unterstützen können, den Spagat zwischen Muttersprache und Zweitsprache hinzubekommen“, sagte Tom Bender, Vorstandsvorsitzender der Bundesliga-Stiftung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, durch die Unterstützung geeigneter Projekte Menschen mit Zuwanderergeschichte durch allgemeine Kompetenz- und Sprachförderung faire Chancen in der Gesellschaft zu schaffen. Insgesamt konnten in diesem Jahr 1,8 Millionen Euro an Fördermittel ausgeschüttet werden. „Integration funktioniert nur  über Bildung und Bildung wiederum nur über die Sprachkompetenz. Genau hier setzt das Programm an“, erläuterte Güner Kinik. Hier steht vor allem der Abbau der Hemmschwelle zwischen Elterhaus und den Einrichtungen im Vordergrund. Das Rucksack-Programm erfolgt neun Monate begleitend in der Kita und zwei Jahre in der Grundschule. „Es ist insbesondere ein Programm, das die Hilfe zur Selbsthilfe zum Zweck hat“.
(pmg)