Zwei Informationsveranstaltungen zeigten deutlich: Es mangelt an Gesprächen mit den Anwohnern und Beteiligten.
Es soll ein gutes Projekt werden, eine echte Bereicherung und Unterstützung für Tagesobdachlose mit Angeboten zur Essensversorgung, Körperhygiene, Toilettennutzung und auch eine medizinische Versorgung. Eine Kleiderkammer ist wohl bereits vorhanden.
Leider wurde eine Informationsveranstaltung für Anwohner am 29. Januar in der Stadtbücherei durchgeführt, eine Anwohner-Initiative hatte eingeladen, zu der kein Vertreter der Caritas erschien.
Ergebnis: großer Unmut machte sich unter den Teilnehmern breit, verbunden mit Ablehnung des Projektes aufgrund des Fehlens eines Konzeptes der Caritas.

Die Möglichkeit der Nachbesserung wurde leider nicht gut genutzt. Am 31. Januar fand auf Einladung der Caritas eine Informationsveranstaltung in der ehemalige Lambertuskirche statt.

Ein Aufgebot von ehemaligem und aktuellem Führungspersonal sollte das bis dato vermisste Betriebskonzept vorstellen und auch erläutern. Heraus kamen für viele Teilnehmer nette Beispielgeschichten von ehemaligen Erlebnissen, die darstellen sollten, wie gut ein Zusammenleben mit Tageswohnungslosen an und in anderen Orten funktioniert. Tenor: es gibt so gut wie keine Probleme.
Fazit der Veranstaltungen ist, es kann alles gut werden, bessere offene Gespräche mit den Anwohnern und Beteiligten sind weiter notwendig. Die Bereitschaft dazu wurde von allen Seiten signalisiert.


Kommentare
2 Kommentare zu „Der Tagestreff der Caritas in der ehemaligen Lambertuskirche“
Warum können wir in Mönchengladbach nicht auch die Idee einer Bahnhofsmission verfolgen? Die Finanzierung ist in Deutschland zwischen Kirchen, Deutscher Bahn und dem Bund geregelt. Fachkräfte und Ehrenamtliche helfen aus. Das Konzept ist erprobt und bewährt sich auch in anderen Städten. Man konzentriert sich nicht nur auf Obdachlose, sondern bietet allen, die Hilfe brauchen, eine Anlaufstelle. Das ist viel weniger diskriminierend. Außerdem bleibt der Standort da, wo die Leute sowieso hingehen: am Bahnhof. Es gibt dort auch jetzt schon genug leerstehende Gebäude.
Gibt es dazu eine Eigeninitiative der Bahnhofsmission oder muss diese erste „ gebeten“ werden?
In welchem Gebäude sollte es untergebracht werden?