Angstraum Martin-Luther-Platz? –
mit „Video-Beweis“

Kolumne von H. Wendler

Seit Monaten unternimmt die Verwaltung  (Dezernat für Plnung und Bauen) den untauglichen Versuch, mit einer für sie nachvollziehbaren Argumentation darzustellen, warum und dass die Bäume vor der Kirche auf dem Martin-Luther-Platz verschwinden müssen.

Vor wenigen Wochen war MG-heute in Odenkirchen unterwegs und hat sich die Situation vor Ort angesehen.

Die Verwaltung teilte der nachfragenden Ratsfrau Rohat Yildirim von Die Linke u.a. mit:

„ln den dunklen Jahreszeiten und in den Abendstunden wird der Kirchgarten von vielen als Angstraum empfunden, deshalb nimmt die soziale und emotionale Sicherheit bei der Planung eine große Priorität ein. Mit einem offeneren Kirchgarten, besserer Beleuchtung, niedrigerenHecken und einer Sichtachse von der Burgstraße aus Richtung Kirche wird die Situation vor Ortverbessert.

Der Bereich soll offen gestaltet werden, so dass eine Sozialraumkontrolle und ein Sicherheitsgefühl ermöglicht werden können.“

Fazit: Mit aller Macht sollen Interessen durchgesetzt werden, die von Großteilen der Bevölkerung in Odenkirchen nicht gewünscht wird.

4 Kommentare zu "Angstraum Martin-Luther-Platz? –
mit „Video-Beweis“"

  1. Herbert rommerskirchen | 29. Juni 2018 um 11:06 |

    Es ist doch erstaunlich, wie weit die Groko, hier an der Spitze die CDU, hier in Odenkirchen durch einige Schwergewichtler sich zu Gunsten einer Vernichtung der
    Natur aus dem Fenster hinaus legt.

    Sehr richtig, dass die Bäume, die Eiben nicht etwa krank sind, sondern den Durchblick
    auf das so toll gepflegte Gotteshaus versperren.
    Das hätte sich doch vermeiden lassen, wenn der sogenannte Kirchgarten gepflegt worden
    wäre, das heisst, das die Bäume gestutzt worden wären.
    Ich kann mich an eine solche Aktion bei den Eiben nicht erinnern.
    Seltsam, dass sich die CDU, vertreten durch drei Odenkirchener Bürger, davon zwei evangelisch, eine in der Kirchenspitze Odenkirchens, der Vater der Anderen ebenfalls
    dort ehrenamtlich tätig war, vieles doch wohl nur übersah?
    Warum wurde denn in dieser Zeit nichts getan.
    Da hatte man ja noch keinen Herrn Bonin und seine Gemahlin, die doch hier kräftig mitmischt.
    Wo ist beim vorgelegten Plan der Verwaltung der Schutz der älteren Leute vor Krach und
    Belästigung, der Besucher des Pavillon, der Schutz der Kinder, gewährleistet?
    Sollen dafür Schutzpersonen angestellt werden, deren Kosten der Bürger bezahlt?
    Was ist mit den voraussehbaren nächtlichen Aktivitäten auf diesem Platz?
    Hat man bei der Planung die Interessen der Anwohner, der den Platz nutzenden
    Marktbeschicker gedacht?
    Ist es gewollt, dass Kinder während der Wochenmärkte auf dem Platz herumlaufen?

    Fragen die bisher für mich nicht zufriedenstellend beantwortet wurden!

    Kinderspielplätze, die etwas weiter vom Straßenverkehr liegen, existieren in
    mittelbarer Nähe (Kreuzweiher, Bellermühle, Tierpark).

    Aber das für mich durchaus nicht Nachvollziehbare.
    Wie kann die Evangelische Kirche in Odenkirchen hier aus welchen nicht nachzuvollziehenden Erwägungen einem deratigen Unternehmen einiger Weniger
    zustimmen, Man frage doch beim Gang durch Odenkirchen einmal, was man davon hält
    Hauptsächlich wird hier die Vernichtung der wunderbaren Eibengruppe wie die
    geplanten Bänke und deren Anordnung kritisiert.
    Sollte die Kirche, anstatt dieses gut zu heißen,zu fördern, nicht einmal überlegen,
    dass hier ein gewaltsamer Eingriff in die Schöpfung vorgenommen werden soll.
    Eine Nichtachtung des doch immer wieder von der Kirche zitierten Allwissen
    des Gottes der Christenheit.
    Hier denkt man wahrscheinlich er würde die Augen schliessen.
    Sollte man nicht diese wunderbar Eibengruppeunter Naturschutz stellen?
    Wo bleibt hier die doch hoffentlich anders denkende Politik?

    Pfui!

  2. Günther Pilz | 28. Juni 2018 um 10:18 |

    Lieber Herr Wendler.
    Dass die vorgesehenen Maßnahmen von einem „Großteil der Bevölkerung“ abgelehnt werden, kann ich nicht erkennen.
    Es gab eine sehr ausführliche Informationsveranstaltung in der Burggrafenhalle. An diesem Abend ergab eine letztendlich Abstimmung, dass sich die Besucher einig waren in der großen Zustimmung über die vorgesehenen Veränderungen des Martin-Luther-Platzes.

  3. Klaudia Frank | 26. Juni 2018 um 15:16 |

    Nun ist der Weg frei, die Art Stadtplanung à la Bonin weiter voranzutreiben. Grün, egal wie voluminös oder hoch, kann jetzt nach Belieben abgeholzt werden. Denn im Widerspruchsfall wird wohl keine Opposition auf sich nehmen wollen, den Bürger nicht zu schützen, oder in Angst leben lassen. Da ist ein trauriger Coup gelungen. Mit dem Thema Angst lässt sich alles aushebeln. Hinter jedem Baum, jedem Strauch der Stadt könnte heutzutage Unheil lauern. Nachdenklich hat mich nur ganz kurz die Tatsache gemacht, daß der Angstraum nicht von Beginn der Planung an im Programm war. Aber wirklich nur ganz kurz. Das was wir hier wieder erleben, gibt es überall, was die Geschehen nicht besser macht. Aber Politikverdrossenheit kommt daher. Belogen, betrogen, für dumm verkauft, hinters Licht geführt werden, hilflos jedem Unsinn ausgeliefert sein, das ist der Stoff, aus dem rechtes denken gemacht wird.

  4. Carl Bennen | 25. Juni 2018 um 23:10 |

    Wenn es nicht so frech und unendlich hochmütig wäre, könnte ich über diese neue Posse lachen. Erst sind alle Bäume krank. Daraufhin gab es doch mehr Unruhe als erwartet. Na gut, füttern wir das dumme Volk mit anderen Ideen, denn was wir wollen, das bekommen wir. Angst, dafür braucht es kein Seminar in Alltagspsychologie für den kleinen, einfältigen Odenkirchener, Angst läßt sich quasi implantieren und schüren, Angst ist infektiös wie ein multiresistenter Keim. Wo sie als Impfserum benutzt wurde, da greift sie selbsttätig Raum, und jeder versteht das, fühlt sie.
    Und offensichtlich macht sie auch noch Bäume gesund, denn die sind eben NICHT MEHR ALLE KRANK !!! Gegen Angst und den plötzlich erwachten Beschützerinstinkt gewisser Leute, ist kein wirksames Kraut mehr gewachsen. Außerdem gibt es auch noch Illumination, wie bei der „Illumina“ am Schloß Dyck. Sprechen wie “ dem Volk aufs Maul geschaut“, hätte nicht dieselbe Wirkung. Volk ist auch nicht dumm. Stellen wir uns darauf ein, daß Sichtachsen in Zukunft nichts mehr mit Visionen gemein haben, sondern geben wir in Zukunft den Schmuck unserer Stadt gerne her, wenn wir im Gegenzug von Angst befreit werden. Hochmut kommt vor dem Fall?

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