Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) ist einer der größten und wichtigsten Naturschutzverbände in unserem Land.
Sein Einfluss reicht von Stellungnahmen zu Bauvorhaben bis hin zur Beratung bei der Gestaltung von Naturflächen zur Förderung der Artenvielfalt für Tiere, Pflanzen und nicht zuletzt zum Schutz des Menschen.
Auch beim Umgang mit den Flächen des „Rheinkohlereviers“ versucht der NABU, möglichst positive Aspekte für den Naturschutz durchzusetzen.
Zahlreiche Untergruppen kümmern sich um die Bildung von Kindern und Erwachsenen. Unzählige Naturspaziergänge gehören ebenso dazu wie Pflanz- und Pflegeaktionen oder die Bildung von Interessengruppen zu bestimmten Themen.
So gibt es in Mönchengladbach Gruppen für Amphibien, Fledermäusen und auch Steinkäuzen.
Die Mitglieder sind daran interessiert, etwas Sinnvolles zu tun.
Dennoch wünscht sich der NABU Mönchengladbach weitere aktive und engagierte Mitglieder.
JEDER ist willkommen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Weitere Informationen über den NABU Mönchengladbach finden Sie unter: https://www.nabu-mg.de/.
Wie dieser Verein entstanden ist, können Sie im folgenden Text nachlesen, den der Vorsitzende des NABU Mönchengladbach, Herr Kurt Sasserath, verfasst hat.
Der Naturschutzbund Deutschland – NABU.
Eine lange Geschichte kurz erzählt.
Es war ein mutiger Schritt und eine Pionierleistung der frühen Emanzipationsgeschichte, als Lina Hähnle (1851 bis 1941) am 1. Februar 1899 in Stuttgart den Bund für Vogelschutz gründete und ihn mit großem Geschick für Verhandlungen vier Jahrzehnte leitete.
1908 gelang es ihr, an einer Verbesserung des Reichsvogelgesetzes mitzuwirken und mit der Unterstützung des jungen Bundes konnte der Federsee bei Bad Buchau zum ersten privat finanzierten Schutzgebiet Deutschlands werden.
Eine auch in den benachbarten Ländern und den USA beeindruckende Initiative war die erfolgreiche Bekämpfung einer Hutmode mit dem Federschmuck seltener Vögel, die so manche Art an den Rand der Ausrottung brachte; so überragend, dass Woodrow Wilson, zwischen 1913 und 1921 Präsident der USA, trotz seiner skeptischen Haltung gegenüber Deutschland dem Bund für Vogelschutz beitrat.
Lina Hähnles Sohn, Hermann Hähnle, ein Wegbereiter des dokumentarischen Naturfilms, der schon 1902 mit unhandlichen Kurbelkameras und selbst gebastelten Objektiven Filme in der freien Landschaft drehte, führte nach dem Tod seiner Mutter die Geschäfte des Bundes weiter, dessen Namen er nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in „Deutscher Bund für Vogelschutz“ änderte.
Der Ortsverband Mönchengladbach wurde 1937 von dem Ornithologen Clemens Maas ins Leben gerufen, der mit seinem Buch über die Vogelwelt der Heimat lokale Berühmtheit erlangte. Das Buch erschien 1948 im Verlag Kühlen in Mönchengladbach.
Für die kommenden Jahrzehnte gab es eine Mönchengladbacher und eine Rheydter Gruppe, 1968 kam eine Wickrather Gruppe des „Deutschen Bund für Vogelschutz“ hinzu. Wickrath gehörte damals zum Kreis Grevenbroich, erst mit der kommunalen Neugliederung, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat, wurden die Dörfer der ehemaligen Gemeinde Wickrath dem Mönchengladbacher Stadtgebiet zugeordnet.
In den frühen 90er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde der Bund in NABU umgetauft und die einzelnen Gruppen zum Stadtverband Mönchengladbach zusammengefasst. Bundesweit nähern sich die Mitgliederzahlen der Millionengrenze, der Stadtverband Mönchengladbach konnte erst vor einigen Tagen sein 1400. Mitglied begrüßen.
Neben den theoretischen Arbeiten (Stellungnahmen bei Vorhaben, die den Naturhaushalt betreffen, Verhandlungen mit Politik und Verwaltung etc.) unterhält der NABU-MG diverse Kinder- und Jugendgruppen, je nach Alter, auch eine Gruppe für Eltern und Kinder gemeinsam; die Beteiligung an einem Informationszentrum für Nachhaltigkeit ist ebenso geplant wie der Aufbau einer sozial-ökologischen Gemeinschaft, die in Zusammenarbeit mit den Kirchen und der Friedhofsverwaltung die Thematik Ökologie der Friedhöfe und Parkanlagen interessierten Bürgern und Bürgerinnen nahe bringen möchte.
Schon aus traditionellen Gründen findet der praktische Naturschutz oder genauer die Biotoppflege oder noch präziser die Bemühungen um den Erhalt einer artenreichen, naturnahen Kulturlandschaft besondere Aufmerksamkeit. Der Kopfbaumschnitt und die Pflege ehemaliger Flachsrösten, einst Produktionsstätten für die Leinen-Verarbeitung, heute wertvolle Amphibiengewässer, gehören in diesen Bereich, aber auch die Renaturierung eines Waldrandes mit der Wiederansiedlung der bedrohten Ulme, die in diesem Jahr am Gerkerather Wald abgeschlossen wurde oder die Begründung eines Waldsaumes in Gestalt einer Hochstaudenflur am Nordrand des Buchholzer Waldes, die in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft verwirklicht werden konnte.
Bliebe noch der konkrete Artenschutz zu erwähnen: es gibt Arbeitsgruppen, die sich um die Fledermäuse und um die Steinkäuze kümmern, seit einigen Jahren beschäftigt sich ein Arbeitskreis Amphibien und Reptilien mit diesen stark bedrohten Tierarten, und die jüngste Neuerung ist das Problemfeld der Neophyten und Neozoen.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind jederzeit willkommen, ob jung oder jung geblieben, gerne für die Arbeit am Schreibtisch oder an der frischen Luft.
Informationen in Hülle und Fülle können auf unserer Homepage: NABU-MG nachgelesen werden.





















