Autor: Silvia Erbrath

  • Der Landesverband NRW des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) hielt am Wochenende seine Vollversammlung in der KFH ab.

    Der Landesverband NRW des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) hielt am Wochenende seine Vollversammlung in der KFH ab.

    Das Grußwort unseres Oberbürgermeisters Felix Heinrichs richtete sich an die Teilnehmer mit dem Bekenntnis zu den großen Herausforderungen dieser Zeit.

    Er stellte klar, dass es Veränderungen braucht, denen sich die Stadt stellt. Gleich zum Einstand des Tages machte er deutlich, wie schwierig Natur-, und somit Menschenschutz ist. Die unterschiedlichen Interessen des Einzelnen zu beschneiden um zum Wohle Aller zu handeln ist eine immense Aufgabe. Gleichzeitig sprach er die Einladung aus, mit Aufklärung und Überzeugung zu einer guten Zusammenarbeit zu kommen, die sicherlich aus den bisherigen Erkenntnissen noch ausbaufähig ist.

    Der Vorsitzende des Stadtverbandes Mönchengladbacher NABU Kurt Sasserath. Gab einen Überblick über den Stadtverband und seine Tätigkeiten. Er thematisierte die Landschaftliche Zerstörung und die Wasserproblematik der Stadt. Mit Witz und Scharm nahm er das Publikum mit auf eine kleine Geschichtsreise. Er sprach eine erste Einladung zu einem baldigen Vortrag des Waldexperten Lutz Fähser aus.

    Frau Heide Naderer, als Vorsitzende des NABU NRW, nahm die Fäden auf. Nach den Rückschritten der vergangenen Zeit lagen die Hoffnungen in einer neuen schwarz grünen Landesregierung. Diese enttäuschte bisher. Sie legte allen das Handlungsprogramm https://nrw.nabu.de/imperia/md/content/nrw/stellungnahmen/221128-nrw-handlungsprogramm-2022.pdf  ans Herz, das immer noch im Internet öffentlich zur Verfügung steht. Es wurde vor der Wahl erstellt. Dies wurde entwickelt um fundierten Natur-, Arten- und Klimaschutz im Land zu betreiben.

    Sie machte deutlich, dass fachliche Grundlagen beiseitegeschoben werden, wenn es um wirtschaftliche Interessen geht. Der Flächenkampf ist ein großes Thema. Trotz aller Bedenken machte Sie Mut und hofft mit der Landwirtschaft und der Gruppe Wald und Holz neue Verbündete zu finden. Auch im Garten und Landschaftsbau soll es weiter voran gehen. Die Fachtagung Fließgewässer wurde ebenso thematisiert wie der naturverträgliche Bau von erneuerbaren Energien.
    Unzählige Themen beschäftigen die Organisation, die vom Ehrenamt lebt.
    Bei seiner Verabschiedung  wurde dem langjährigen Geschäftsführer des NABU NRW, Herrn Bernd Kamp ein besonderer Dank für seine Tätigkeit ausgesprochen.

    Bernhard Kamp hat mit seinem beständigen Einsatz und seiner menschlichen Art bedeutend zu den Erfolgen des NABU in den vergangenen fast vier Jahrzehnten beigetragen.
    Als er 1987 als erster hauptamtlicher Geschäftsführer in der provisorischen Geschäftsstelle in Wesel eingestellt wurde, hieß der NABU noch „Deutscher Bund für Vogelschutz“ und zählte in NRW gerade 22.000 Mitglieder. Kontinuierlich und beharrlich arbeitete Bernhard Kamp zusammen mit den Landesvorsitzenden und Vorständen und zunächst einer handvoll Mitarbeiter*innen daran, den Verband zu professionalisieren und wachsen zu lassen. „Heute arbeiten allein in der Landesgeschäftsstelle 30 Hauptamtliche.
    Die Mitgliederzahl ist auf über 125.000 angewachsen. Eine unglaubliche Entwicklung!“, dankte der langjährige Weggefährte, ehemalige NABU-Präsident und jetzige Vorsitzende der NABU International Naturschutzstiftung Olaf Tschimpke Bernhard Kamp für seinen all die Jahre engagierten Einsatz.

    Seit 1. September führt nun Jonas Krause-Heiber die Geschäfte des NABU NRW. 1985 am Niederrhein geboren stand das Berufsfeld „Naturschutz“ früh fest. Einem entsprechenden Auslandsstudium, dem Bundesfreiwilligendienst beim NABU Niedersachsen und seiner Tätigkeit als Koordinator für Vogelschutzprojekte beim Sächsischen Landesumweltamt folgte die Leitung der Regionalstelle Rhein-Westerwald beim NABU Rheinland-Pfalz. Nach Abschluss des Masterstudiums „Nonprofit-Management and Governance“ kam er vor gut drei Jahren als Teamleiter zunächst im Bereich Projekte später in der Verbandsentwicklung nach Düsseldorf zum NABU NRW.
    Seit August 2022 war er hier als stellvertretender Geschäftsführer tätig.

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  • Fridays for Future: Eindrücke von der Demo in Mönchengladbach

    Fridays for Future: Eindrücke von der Demo in Mönchengladbach

    Die heutige Demo der FFF ist, wie gewohnt, friedlich verlaufen.

    Begleitet von der Polizei zogen die Demonstranten vom Platz der Republik über den Sonnenhausplatz zum „Alter Markt“.
    Schlachtrufe gegen den Kapitalismus und die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen waren trotz fehlendem Equipment deutlich vernehmbar. Einige beeindruckende Ansprachen wurden vom umstehenden Publikum und den Demonstranten mit großem Beifall unterstützt.
    Die berechtigten Zukunftsängste wurden ebenso thematisiert, wie die Ungerechtigkeiten der aktuellen Zeit. Zum Nachdenken regten die verschiedenen Beiträge auf jeden Fall an.
    Die junge Generation wurde von vielen aus den älteren Generationen unterstützt.
    Einige Eindrücke der Demonstration finden Sie im folgenden Video.

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  • Freitag ist Streiktag

    Freitag ist Streiktag

    Am Freitag, den 15.09.2023 um 14:00 Uhr werden Fridays For Future wieder eine Demonstration in Mönchengladbach auf dem Platz der Republik starten.

    Aushänge dazu finden Sie in den Häusern der evangelischen Friedenskirchen.

    Für eine Großstadt wie Mönchengladbach war die Beteiligung bisher überschaubar.
    Es kann einen nur verwundern, da gerade vor den Toren Mönchengladbachs weiter ein riesiges Loch in die Erde gegraben wird, das unserer Region Wohlstand gebracht hat, nun aber nachhaltig an der Klimakrise mitwirkt, die nicht so leicht umkehrbar ist. Gerade die jungen Menschen werden lange mit den verschiedensten Ereignissen zu kämpfen haben, die wir heute noch größtenteils bestaunen und anschließend ignorieren.
    Gladbach selbst ist bisher noch nicht stark betroffen.
    Bis auf ein paar vollgelaufenen Keller, die unsere Heizungssysteme bedrohen und eventuell ein paar Hitzewellen sowie Dürren, sind größere Schäden ausgeblieben. So nach und nach sickert die Erkenntnis durch, dass jeder Einzelne von uns an dem Rädchen des Klimas drehen kann.
    Es verwundert, dass gerade viele der älteren Generation sich sträuben dies anzuerkennen und weiter machen wie bisher. Ja, es gibt auch viele junge Menschen, die nicht in Askese leben, um dem Klimawandel entgegenzuwirken.

    Alle Menschen wollen das Leben genießen. Dass dies zu Lasten aller geht, merkt man in dem Moment nicht.  Doch die Hauptschuld liegt auf dem Konto der älteren Generation. Das ist Fakt. Das ist nicht nur historisch bedingt. Man darf sich fragen, welche Erholung der gut gestellte Rentner braucht und somit weiterhin fröhlich in den Wintermonaten in den Süden fliegt, oder auf Dampfern durch die Weltmeere tuckert.
    Gut, dass das Enkelkind für den Urlaub noch schnell einen Zehner in die Hand gedrückt bekommt, damit es sich noch ein Eis kaufen kann bei der Hitze, die uns alle in manchen Jahren quält.

    Oft wird die bewährte Gasheizung als Neuanschaffung auch gerne dem Urlaub vorgezogen. Herzlichen Dank an die, die demnächst durch die von der vorherigen Regierung beschlossene CO²-Steuer einen saftigen Ausgleich für diese Art zu heizen zahlen müssen.

    Natürlich sind nicht alle gleich. Dass sich viele bemühen, kann man an den wachsenden Anteilen der Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen sehen. Auch ein paar der umstrittenen Elektroautos sind in der Stadt unterwegs. Beim Einkauf soll es viele geben, die auf nachhaltigere Ware Wert legen.

    Im Großen und Ganzen darf man sich bei manchen Medien bedanken, die, um Auflagen zu steigern, sehr gerne hetzten.
    Doch sollte es nicht anders sein? Die Kinder sollen es doch mal besser haben!
    Wenn Vater Staat schon, gerichtlich angemahnt, seinen Aufgaben nicht nachkommt, die Lasten der Klimakrise gerecht zu verteilen, sollte man dann nicht zusammenhalten?
    Menschen, die das Arbeitsleben verlassen haben, brauchen nicht mehr um einen Arbeitsplatz zu bangen, wenn sie sich den Protesten anschließen. Es ist Zeit in einer Demokratie die Möglichkeiten auszuschöpfen und die eigene Stimme zu erheben, um sich für eine bessere Zukunft für uns alle einzusetzen.
    Ärzte und Wissenschaftler sind schon lange dabei.  Wir können eine sozial gerechtere Welt auf einem gesunden Planeten einfordern und auch erschaffen. Hand in Hand können Menschen allen Alters dafür kämpfen, diesen Planeten und seine Natur wieder gesund zu pflegen.
    Warum tun wir es nicht alle gemeinsam? Last die Kinder nicht allein!

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  • Samstag ist BatNight an Schloss Rheydt

    Samstag ist BatNight an Schloss Rheydt

    Wenn die Dunkelheit naht, sind am  Samstag, den 26.08.2023 um 20:00 Uhr Fledermausexperten und alle die es werden möchten, zur kostenlosen Infoveranstaltung an Schloß  Rheydt eingeladen.

    Die Experten Michael und Michael vom NABU Mönchengladbach geben interessante Einblicke in die Welt der kleinen Nachtjäger.
    Bei gutem Wetter kann man mit auf Entdeckungsreise gehen und die Flugkünste der Insektenjäger bestaunen. Die Teilnehmer selbst können nach anschaulichen Informationen einige Arten selbst bestimmen. 
    Große und kleine Gäste sind geladen zum „Kenner“ zu werden nachdem die Experten einen geringen Teil Ihres Wissens vermittelt haben.
    Die Hauptdarsteller dieser Veranstaltung werden mit ihren Flugkünsten überraschen und ihre außergewöhnliche Akrobatik zum Besten geben. Teils fangen sie Ihre Beute direkt über den Köpfen der Menschen und bewahren diese vor lästigen Mückenstichen.

    Foto: Silvia Erbrath

    Falls nach der Veranstaltung Bedarf besteht diesen niedlichen Säugetieren ein zu Hause zu bieten, hat der NABU Anleitungen zum selber bauen der Behausungen auf der Webseite, oder auch die Naturschutzstation Haus Wildenrath bietet fertige Modelle schon ab 25,00 Euro in verschiedenen Größen und Formen an.

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  • Die „mags“ macht das schon!?

    Die „mags“ macht das schon!?

    Radikal werden die Aktivitäten der mags im Sommer vom Wald auf die Wiesen verlegt.

    Nachdem Bäume gefällt und das Gebüsch im Park kurz und klein gehäckselt sind, werden nun die städtischen Grünstreifen in Angriff genommen. Im Frühjahr ließ man diese mancherorts noch wachsen. Ob aus Zeitmangel oder Absicht ist nicht bekannt. Gerade hier entstanden und entstehen in der gesamten Vegetationszeit wichtige Wildkräuterwiesen, die sich selbst erschaffen. Diese werden nun kurz und klein geschnitten.  Der Insektentisch wird wieder abgeräumt.

    Es wird immer mehr dazu aufgerufen, den Rasen so wenig wie möglich zu schneiden.
    Zweimal im Jahr ist ausreichend.
    Gerade zwischen Bäumen dürfte das eine Erleichterung sein. Der englische Rasenstyle ist out!
    Dieser grüne Teppich im Golfplatz Style sollte der Vergangenheit angehören. Sicher sind Liege- und Spielwiesen ausgenommen. Alles andere ständig zu mähen, schädigt nur und ist Blödsinn. Der kurz geschnittene Rasen verbrennt in den Sommermonaten und wird braun. Das sieht hässlich aus. In vielen Privatgärten wird teures Wasser genutzt, um dies zu vermeiden.  

    Eine Wiese ist gegen Trockenheit resistenter und auch länger grün. Während die meisten Menschen Spitzwegerich und viele andere Kräuter nur noch als Bestandteil der Arznei in der Apotheke kennen, haben Bienchen und Co. hier ihr zu Hause und einen reich gedeckten Tisch. Also warum mähen?
    In vielen Bereichen in unserer Stadt hat die mags wunderschöne Bepflanzungen angelegt. Sie sollen Insekten einen Lebensraum schaffen und unser Auge erfreuen. Das dies auch ohne viel Aufwand von Zeit und Geld möglich ist, sollte bei den Profis bekannt sein.
    Im Volksgarten haben sich Teppiche der kleinen Braunelle ausgebreitet. Dies ist die Pflanze des Jahres 2023. Sie wächst nur, wenn man ihr Zeit lässt um Samen zu bilden.

    Ebenso am Volksgarten wurden für die Eichhörnchen tolle Querungsbrücken angelegt.
    Doch was ist mit den anderen Tieren?
    Frösche, Molche und andere Amphibien lassen hier ihr Leben. Auch deren Bestände sind weiter Rückläufig. Tunnel oder Amphibienzäune sind teuer. Zusätzlich braucht man Freiwillige die zweimal täglich helfen um Tiere über die Straße zu bringen.
    Rehe, Fuchs, Igel und viele andere Tiere haben ebenso das Nachsehen. Die gut genutzte Rennstrecke um den Volksgarten wird also weiterhin zur Todesfalle für viele andere Tiere. In Teilen gibt es Alternativen zur Waldumfahrung über die Korschenbroich Straße. Man muss diese nur den Autofahrern zumuten.

    Willst Du was Gutes tun, dann tue nichts und las die Natur mal machen!

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  • Hochseilartisten haben freie Bahn

    Hochseilartisten haben freie Bahn

    Nun ist es endlich so weit.
    Für eines der beliebtesten Waldtiere sind nun im Volksgarten Hilfen installiert worden.
    Hoch über der Fahrbahn können flinke Eichhörnchen nun die Fahrbahn der Peter Krall Straße am Volksgarten passieren.

    Foto: MG-Heute

    Zwischen den Bäumen sind Seile angebracht um den Tieren die Überquerung der Straße zu erleichtern. Für den Schutz der kleinen Nager ist das ein erster Schritt in die richtige Richtung.  Wollen wir hoffen, dass sie diese Möglichkeit entsprechend nutzen.

    Foto: MG-Heute

    Die possierlichen Tierchen mit dem puscheliegem Schwänzchen werden oft Opfer der Autofahrer.
    Nun haben sie eine Möglichkeit, die gut befahrene Straße gefahrloser zu überqueren.

    Es bleibt noch viel zu tun in Sachen Naturschutz. Der Anfang ist gemacht.  So freut man sich über die Seile und hofft, dass diese von den Eichhörnchen gut angenommen werden und man die kleinen Artisten bei den Querungen beobachten kann.  Danke an alle Beteiligte.

    Video: MG-Heute

    Die Seile sind unterschiedlich lang – 12,60 Meter, 16,60 Meter und 19,50 Meter – und an drei besonders kritischen Stellen der Peter-Krall-Straße mithilfe eines Steigers angebracht worden: die Eichhörnchenbrücken. Der tiefste Punkt der Seile beträgt sechs Meter über der Straße. An den Bäumen selbst sind die Seile in 7,5 Meter Höhe angebracht worden.
    Befestigt hat Forst-Mitarbeiter Jan Klassen die 40 Millimeter starken Kunsthanfseile mithilfe flexibler Rundschlingen, die mit dem Baumstamm wachsen. Ein Schild macht demnächst auf die Eichhörnchenbrücken aufmerksam und sensibilisiert für das Thema.

    In den kommenden Wochen will Werner Stops eine Wildtierkamera an einem der drei Bäume anbringen, um zu sehen, ob und wann die neuen Seile von den Nagern angenommen werden. Er ist optimistisch, dass die kleinen Kobolde diese „Luftbrücken“ schnell nutzen.

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  • Europas Green Deal und was wir damit zu tun haben

    Europas Green Deal und was wir damit zu tun haben

    Ein Aufschrei hallt von Brüssel über Berlin hin zu unserem schönen Mönchengladbach.

    Keine geringere als die EU-Ratspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) hat im Jahr 2019 den Green Deal ausgerufen. Dieses neue Klimaschutzgesetz wurde über mehrere Jahre und Instanzen beraten und verhandelt, um Europa bis 2050 Klimaneutral zu machen.
    Nun steht diese Gesetzgebung vor dem Abschluss und ausgerechnet die EVP mit ihrem Vorsitzenden Manfred Weber (CDU/CSU) torpediert nun diese Gesetzgebung. Manfred Weber hat kürzlich noch ein Interview beim Sender Phönix gegeben, indem er das Verbrenner-aus 2035 in Frage stellt.
    Dabei hat sich die deutsche Autoindustrie im Handelsblatt selbst dazu gestellt, dass der Green Deal nun vorangetrieben werden muss, um konkurrenzfähig zu bleiben. Es drängt sich der Verdacht auf, dass Herr Weber sich für die Europawahlen im nächsten Jahr in Stellung bringen will. Man sieht hier Parallelen zu einer 11,5% Partei ( FDP ) des deutschen Bundestages, die auch durch Blockaden mehr Schlagzeilen macht als durch konstruktive Politik.

    Die Zeichen der Zeit sind nun aber nicht weg zu diskutieren. Überschwemmungen nach Starkregen wie in Münster, Solingen und auch bei uns in Mönchengladbach Rheydt kommen nicht von ungefähr. Vollgelaufenen Keller lassen uns früher eine neue und moderne Heizung benötigen, als die Politik beschließen möchte.
    Die größte Katastrophe bisher hatten wir im vergangenen Jahr im Ahrtal mit 134 Toten. Keiner kann nachempfinden, was ein Vater mit seinem Kind auf dem Arm empfindet, wenn seine Frau mit seinem anderen Kind von den Fluten im Ahrtal weggerissen wird. Haben wir das alles schon vergessen?

    Wen die menschlichen Schicksale nicht rühren, sollte auf die zerstörten Werte der Wirtschaft schauen. Nicht nur Infrastruktur, wie Straßen und Gas- und Stromleitungen, sondern auch viele Unternehmen hat es die Existenz gekostet oder große finanzielle Anstrengungen diese wieder aufzubauen. Wie viele Arbeitsplätze kostet das? Versicherungen sind nicht mehr bereit alle Risiken zu tragen. Die Münchner Rückversicherung malt ein dunkles Bild der Zukunft, was die Schäden des Klimawandels uns alle kosten werden.

    Es setzt sich immer mehr der Gedanke durch, dass Versorgungssicherheit mit der aktuellen Methode in der Landwirtschaft, die durch das Ausbringen chemischen Zusätzen sowie Pestiziden und Fungiziden unsere Biodiversität und somit unsere Lebensgrundlage vernichten. Bauern haben vor Jahren gegen eine Industrie rebelliert. Gegen eine Abhängigkeit von der Chemie Industrie, die verändertes Saatgut nur in Verbindung mit vom gleichen Herstellern angebotenen chemischen Düngern und Pflanzenschutzmittel gedeihen lässt. Auf deutschen Äckern landet immer noch zu viel Gülle, z. B. aus den Niederlanden und verseuchen unser Trinkwasser. Was die Aufbereitung kostet, sehen wir auf unserer Wasserrechnung.

    Doch was kann man tun? Bleibt uns nur alle vier Jahre ein Kreuzchen?
    Nein. Wir alle sind aufgerufen uns an politischen Prozessen zu beteiligen. Die Vertreter vor Ort sind für die kommunale sowie die bundespolitische Arbeit auf unsere Stimmen und Meinungen angewiesen. An diese sollte und kann man sich wenden, wenn man sich nicht vertreten fühlt.
    Die Meinungsbildung dieser Menschen sollte man nicht alleine einer starken, meist klimaschädlichen Wirtschaftslobby überlassen, die im Verhältnis von 80:1 gegenüber Umweltverbänden (Quelle: Lobbycontroll) Einfluss auf die Politik nimmt. Eine weitere Möglichkeit das Vorhaben dieses Gesetzes zu unterstützen, geben wir mit folgendem Link zu einer Petition:
    https://act.greens-efa.eu/de/ohne-natur-keine-nahrung?source=jp email biodiversity 20230524 

    Diese Onlinezeitung ist entstanden aus dem Gedanken, den Bürgern eine Möglichkeit zur Beteiligung zu geben. Ob schriftlich oder über unseren neuen Podcast.  
    Eine faire Information ist genauso Bestandteil, wie die Möglichkeit der Teilhabe an öffentlichen Diskussionen.

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  • Im Garten der Vielfalt

    Im Garten der Vielfalt

    Wenn der weiße Flieder wieder blüht ist Frühling in unserer Stadt.

    Die Gärten sind bunt geschmückt mit Blumen und die ersten Schmetterlinge tummeln sich auf den Blüten der Stauden und Obstbäume. Amsel, Meise und Zaunkönig singen um die Wette um ihrer Angebeteten und uns ein Lied zu zwitschern.
    In manch einem Garten steht ein Maibaum, um die Jungfrau im Haus zu umwerben.

    Aber aufgewacht. So war es einmal. Heute ist grau das neue grün.
    Zwischen grauem Stein finden wir höchstens ein paar Kirschlorbeer, Bambus, Thuja oder die Hortensien, um dem grau einen grünen Etikettenschwindel zu verleihen. Diese Pflanzen sind teils giftig und haben keinen Nutzen für unsere heimische Tier- und Insektenwelt. Man kann sich nur wundern, warum Mama und Papa Helikopter diese Hecken pflanzen, um ihre Kinder und sich vor den bösen Blicken der Nachbarn und Passanten zu schützen.
    In alter Zeit tat dies ein Holunderstrauch. Heute wird mit einem Plastikzaun nachgeholfen, um sich noch mehr abzuschotten.
    Über Ästhetik darf man streiten. Jedoch nicht über die Auswirkungen auf das Umfeld. Es ist eine Frage der Zeit, wann sich dieses Material zersetzt, und der gesamte Zaun entsorgt werden muss. Auf dem Kompost geht das nicht.
    Auch Vögel und Kleintiere werden hier um weiteren Lebensraum beraubt. Eine Möglichkeit diesen zu schaffen ist eine gemischte Hecke. Wer keinen Platz hat für eine Sinnvolle Gestaltung mit Weißdorn, Hartriegel oder bitte möglichst einheimischer Felsenbirne, kann dies mit Rankenpflanzen wie Efeu, wildem Wein oder bunter Clematis auf dem so sehr begehrten Doppelsteg Zaun tun. Hier finden Bienchen und Vögel Nahrung und erfreuen sich eines Brutplatzes.

    Meist wird hinter diesen Plastikwänden ein Zierrasen verborgen. Auf exakt fünf Zentimeter Höhe wird hier „grüne“ präsentiert. Vor dem Kauf werden selbst Grassamen mit chemischem Dünger getränkt, damit diesem ein schnelles und gutes Wachstum ermöglicht wird. Selbst einem Regenwurm lehrt man so das Flüchten, wenn er es noch lebendig schafft das chemiegetränkte Areal zu verlassen.
    Um Aufwand zu vermeiden, werden diese grünen Wüsten häufig mit Mährobotern ausgestattet. Kleine Tiere wie Igel, Küken und viele mehr werden hier oft zu Invaliden gemacht, da diese Tiere die Maschinen nicht als Feinde wahrnehmen. Die Maschinen schneiden ihnen die Füße ab. Oft werden sie von den Sensen gleich überrollt. Die meisten überleben diese Verstümmelung nicht. Diese Grünflächen sind erweiterte „Wohnzimmer“ des Menschen. Sie könnten jedoch bei seltenerem Rasenschnitt einen Beitrag zum Schutz der Biodiversität werden. Kleine und große Kinder können hier erleben, wie bunt und vielfältig unsere Welt im Garten sein kann.
    Wenn eine Hummel einen Weißklee als Wippe nutzt, oder auch bunte Käfer hier eine Auszeit auf dem Löwenzahn genießen, ist das hübsch anzusehen. Einen Haarkranz aus Gänseblümchen schmückt jedes Haupt sehr königlich.

    Wenn man mutig genug ist und diese Vielfalt auf dem eigenen Grund und Boden zulässt, kann man hier einen wunderbaren Lebensraum entstehen lassen.

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  • Holzweiler macht mobil gegen RWE –  Kathrin Henneberger (BÜNDNIS 90/DIEGRÜNEN) hatte zur Bürgersprechstunde geladen

    Holzweiler macht mobil gegen RWE – Kathrin Henneberger (BÜNDNIS 90/DIEGRÜNEN) hatte zur Bürgersprechstunde geladen

    Zum Wohle der Nation, oder auch nur der Wirtschaft, hat das Rheinland mit seinem großen Kohleabbaugebieten einen großen Beitrag geleistet.

    Die Menschen vor Ort leiden seit Jahren unter dem Einfluss des Großkonzerns RWE.  
    Erst durch eine immense Luftverschmutzung, die jeder Bürger auch in weiter entfernten Dörfern täglich von den Fensterbänken putzen durfte, und schließlich die ganze Welt durch einen Co2 Ausstoß, der bei weiterem Abbauen in diesem Braunkohlegebiet, das 1,5 Grad Ziel verfehlen lässt.

    Vor Ort bildet sich weiter Widerstand. Trotz, oder gerade weil man sich durch den Konzern gegängelt fühlt. Die Bürger werden zur Aufgabe ihrer Heimat mit Geld gelockt. Viele die es annehmen, trauen sich nun nicht mehr gegen den Konzern zu reden und werden somit mundtot gemacht. Nachbarn und sogar Familien brechen entzwei.  Die, die bleiben, kommen nicht zur Ruhe.

    Es wird berichtet von Scheinwerfern, die nachts die Häuser beleuchten, so dass man die eigene Stromrechnung schonen kann, Lärm der Bagger, die nie still stehen, oder nächtliche Patrouillenfahrten des Sicherheitsdienstes, von denen sich der Bürger kontrolliert fühlt.

    Das alles ist nicht genug. Nun soll auch noch die Lebensader des Dorfes Holzweiler abgebaggert werden. Die Landstraße L12 soll das nächste Opfer sein, das die Bewohner vor Ort zum Wohle des Konzerns und seiner Aktionäre bringen müssen. Ein immenser Umweg über einen Wirtschaftsweg ist geplant. Hier sollen Radfahrer, Fußgänger, Pendler und auch der LKW-Verkehr auf Linie gebracht werden. Die Verlierer sind vorprogrammiert.
    Eine geplante Straße ist noch in weiter Ferne. „Schikanen“ nennen es die Bewohner vor Ort.
    Genau wie in dem Ort Immerath die Kirche entwidmet und zerstört wurde, sofort der Bauernhof in Lützerath, noch während der Besetzung zweier Aktivisten im Tunnel, eingerissen wurde, werden hier erst einmal Fakten geschaffen, damit der Konzern weitermachen kann wie bisher, heißt es.  Kohle gefördert wird in den Orten nach der Zerstörung bis heute nicht.

    Die Menschen vor Ort hinterfragen die Demokratie. Nach Bekanntmachung im Amtsblatt der Stadt Erkelenz wurden alle Einsprüche der Bürger gegen die Wegnahme der Straße hinweggefegt.
    „Die in Hinterzimmern ausgehandelten Verträge von Politik und Wirtschaft vergessen die Menschen vor Ort“, wird behauptet. Deshalb hat die Politikerin Frau Kathrin Henneberger (BÜNDNIS 90/DIEGRÜNEN) zu dieser Bürgersprechstunde geladen. Sie will versuchen, die Anliegen mit nach Berlin in die große Politik zu nehmen. Man kann ihr nur Glück wünschen. Die Menschen vor Ort müssen tapfer bleiben und sie hoffen auf weitere Unterstützung aus der Bevölkerung beim Kampf von David gegen Goliath.
    Dass dies möglich ist, hat die große Demo in Lützerath bewiesen.

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  • Wissenschaft trifft Wirtschaft

    Wissenschaft trifft Wirtschaft

    Vor unserer Haustüre, im Forschungszentrum Jülich, fand in dieser Woche bereits das vierte Treffen der Strukturwandelinitiative BioökonomieRevier statt.

    Ziel dieser Veranstaltung-Reihe ist es, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen zu bringen und somit das Wirtschaftssystem zu transformieren.
    Die Zeichen der Zeit  lassen klar erkennen, dass unsere Industrie klimaneutral werden muss. Hierzu ist ein Ressourcen schonender Umgang erforderlich, der schlussendlich zu einer Kreislaufwirtschaft werden muss. 
    Auf dieser herausragenden Veranstaltung wurden unter anderem die Ideen des „Green Deal“ anschaulich erklärt. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf der Transformation der Wirtschaft und den Fragen der Teilhabe und des Konsums, der sozialen Aspekte genauso, wie auch der zukünftigen Art jedes Einzelnen zu leben.
    Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, diese Transformation  zu gestalten. Dabei werden immense Fortschritte gemacht. Auf dieser Veranstaltung wurde veranschaulicht, wie neue Ideen mit Hilfe der Wirtschaft oder auch mit Förderungen marktfähig gemacht werden können. Neue Kontakte zwischen Wirtschaft und Wissenschaft wurden geknüpft und viele Informationen ausgetauscht.
    Dieses stetig wachsende Netzwerk wurde von einigen Start Up Unternehmen flankiert, deren grandiosen Ideen zum Beispiel aus den Bereichen Lebensmittel, Agrarwirtschaft oder  auch der Medizin auf größere Umsetzung warten. Ein großes Interesse war hier zu verzeichnen. Sehr anschaulich wurden die verschiedensten Ideen erklärt. Die vorgetragenen Fachgespräche über den Tag verteilt brachten unterschiedlichsten Erkenntnisse. Cleveres nachfragen der Moderatorin ließ Raum für detaillierte Informationen, die auch dem jeweils Fachfremden vieles verständlich machten.
    Großzügige Pausen ermöglichten persönliche Kontakte zu den verschiedenen Akteuren.

    Deutschland ist eines von zehn Ländern mit einem Bioökorat. Das Rheinische Revier hat hier die Chance zu einer Modellregion zu werden. Dieses Vorzeigeprojekt des Zusammenspiels der Wirtschaft, der Natur und des Menschen kann  eine Blaupause für Europa sein. Der Spirit von Aufbruch und Mut prägte die gesamte Veranstaltung, deren Fortsetzung  mit Spannung erwartet werden darf. 

    Die Strukturwandelinitiative BioökonomieREVIER

    Die Strukturwandelinitiative BioökonomieREVIER wurde 2018 am Forschungszentrum Jülich initiiert.
    Ihr Ziel ist es, die Transformation des Wirtschaftssystems im Rheinischen Revier hin zu einer zirkulären, nachhaltigen Bioökonomie aktiv zu gestalten. Gemeinsam mit Akteuren aus der Region wird eine Modellregion für nachhaltige Bioökonomie im Rheinischen Revier entwickelt.

    Durch gezieltes Transformationsmanagement werden klimaneutrale, ressourceneffiziente
    und biobasierte Geschäftsmodelle sowie zirkuläre Wertschöpfungsketten aufgebaut. Zudem werden weitere Maßnahmen in den Handlungsfeldern Qualifizierung und Regionalentwicklung umgesetzt. Dies soll zur Kompensation der Folgen des Braunkohleausstiegs beitragen.

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  • Woher kommt Dein Schokohase?

    Woher kommt Dein Schokohase?

    Es war Christoph Kolumbus, der die ersten Kakaobohnen nach Europa brachte.

    Doch bis diese den Einzug in die Gesellschaft hielten war es noch einen langer Weg. Nach weiteren Jahrhunderten hat das Pariser Café Angelina Kakao als dickflüssiges, heißes Getränk der gehobenen Klasse den Schönen und Reichen serviert.
    Coco Chanel und auch Audrey Hepburn sollen zu den Kunden gehört haben.
    In Deutschland ist neben der ältesten Schokoladenfabrik Halloren das Schokoladenmuseum in Köln eine bekannte Adresse, wenn es um die Historie der Schokolade geht. Der Museumsgründer Hans Imhof verwirklichte hier seinen Traum des berühmte Schokoladenbrunnen, der jährlich viele Besucher in das Museum lockt.
    Heute ist Kakao meist in Form von Schokolade in allen westlichen Mündern. Laut Statista verputzte man in Deutschland im Jahre 2019 pro Kopf 8,8 Kg. Nun in der Osterzeit ist der Umsatz am höchsten. Irrsinnige 800.000 Tonnen werden jährlich produziert. Die ursprünglich aus Mexico stammenden Bohnen werden heute überwiegend in den Ländern der Elfenbeinküste und in Ghana angebaut. Es sind überwiegend Kleinbauern, die hiermit ihren Lebensunterhalt bestreiten. Für den konventionellen Anbauer  beträgt das Einkommen ca. 2 Euro pro Tag. Auch für diese Kakaobäume wird reichlich Urwald abgeholzt, damit die Kleinbauern aus Not auch mit Kindern diese Früchte anbauen können. Aber wer denkt schon daran, wenn die bunt golden, lila oder blau verpackten Schokohasen und Eier an Ostern die Kinderaugen leuchten lassen. Für mich hat dann „Kinder für Kinder“ eine ganz andere Bedeutung.  Armut prägt den Alltag der meisten Menschen in den Anbaugebieten. Biobauern geht es da schon besser. Hier wird auf die gesundheitsschädlichen Pestizide verzichtet und der Bauer erhält ca. 25 Euro pro Tag. Deren Kinder haben somit eine Möglichkeit die Schule zu besuchen.

    Der Armut entgegenzuwirken, versprechen die Unternehmen seit Jahren. Bei den Treffen der großen Schokoladenunternehmer in Davos, mit ca. 100 Milliarden Dollar Umsatz, werden seit Jahrzenten Verbesserungen in den Anbaugebieten angestrebt. Man fragt sich nur, warum die reiche Industrie es nicht schafft, diese umzusetzen. Nun soll ein Lieferkettengesetz es schaffen diese Welt gerechter zu machen. Unser Bundeskanzler ist Ende Februar nach Ghana geflogen, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Sicherlich hat man einen Vorzeigebetrieb gefunden, der alle Bestimmungen einhält. Die Unternehmen tüfteln an Lösungen für Zertifikate und Prüfungen, um das neue Lieferkettengesetz einzuhalten. Ob und wann die Wege des Kakao und vieler anderer Produkte tatsächlich überprüft werden können, bleibt abzuwarten. Bis dahin kann der Verbraucher selbst ein Teil der Lösung sein.

    Fragen Sie doch bei Ihrer Confiserie vor Ort, wo und wie die Schokolade in die Leckereien von Muffins und Schokotörtchen oder auch Pralinen kommt? Selbst der bekannte Schweizer Hersteller, bei dem man sich die Kugel geben kann, hat kein bekanntes Label auf seinen Produkten. Wie kann es sein, dass die so hochwertigen und meist teuren Produkte keinen Wert auf die Auszeichnung Fair Trade oder Bio Siegel legen?
    Hersteller von Bio Produkten haben durch Ihre Direktverträge meist mehr Nähe zum Erzeuger und können mit ihren besseren Konditionen punkten. Für einen guten Genuss mit gutem Gewissen zahle ich gerne etwas mehr. Kaufen, kann man dafür weniger. Das danken dann auch die Hüften.

    Quellen: Wikipedia, Your-Tube, ZDF Info.

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  • Naturschutzgebiet Volksgarten

    Naturschutzgebiet Volksgarten

    Seit Jahrhunderten wurde der Wald von uns Deutschen verehrt.

    Bäume wie die deutsche Eiche waren Sinnbild für die Standfestigkeit des germanischen Volkes. Viele Mythen und Sagen umranken die Bäume. Ein Baum ist Sinnbild für Leben und Wachstum. Er spendet uns den lebensnotwendigen Sauerstoff und bietet unzählig vielen Tieren ein zu Hause. Wenn man ihn nur wachsen lässt.

    Diese Wesen kommunizieren untereinander und versorgen sich gegenseitig mit Nährstoffen. Dies lehrt uns Peter Wohlleben. Unsere Lebensart hat unsere besten Freunde krank gemacht. Ob das Waldsterben in den 80er Jahren durch sauren Regen, oder die aktuelle Sterberate. Nichts hat uns gelehrt in unserer modernen Welt mit diesem für uns lebensnotwendigen Mitbewohner respektvoll umzugehen.

    In den Wintermonaten wird dem Patienten Wald von der MAGS und den beauftragten Firmen „geholfen“. Die großen Maschinen lassen die schlafenden Riesen fallen. Es schaudert einen, wenn man von weitem schon die Sägen und großen Schredder hört. Schwere Maschinen verdichten den Waldboden damit die Reste der Toten am Stück abtransportiert oder gleich geschreddert werden können.
    Längst versucht man in anderen Gebieten wieder auf Pferde zurückzugehen, damit der Boden geschont wird. Dies wird zum Teil sogar gefördert.  In Mönchengladbach ist das undenkbar.
    Unsere Nachbarkommune Grevenbroich hat nun den Kollegen Moritz im Einsatz. Eine kleine Raupe die zumindest bodenschonender arbeitet, wenn man schon glaubt eingreifen zu müssen.  Man gewinnt im Volksgarten den Eindruck, es geht nur um das Holz und somit um ein gutes Geschäft. Auch die Wege werden immer wieder in Mitleidenschaft gezogen. Dem Spaziergänger bietet sich ein Bild der Zerstörung in allen Bereichen.

    Vor wenigen Jahren noch konnte man im Volksgarten Runden im Schatten gehen. Nun bekommt man auch dort Angst vor Sonnenbrand. Wo sind die großen Bäume alle hin? Sind sie alle krank?
    Den ersten großen deutschen Nationalpark im bayerischen Wald hat man nach einer Borkenkäferkatastrophe sich selbst überlassen. Heute ist dies ein resistenter, bunt gemischter Wald.  Das zeigt, die Natur kann sich selbst helfen.

    Unser oberster Förster, Herr Stopps, kommt immer wieder in Erklärungsnot, dem Bürger die Abholzungen und den Schwund zu vermitteln. Neben Krankheiten wird immer wieder auch die Verkehrssicherung angeführt. Um diese zu gewährleisten, müsste man alle Bäume dann kappen, wenn ihre Krone einen Weg berühren würde, sollten sie umfallen. Was würde dann noch stehen bleiben?
    Jeder, der sich in den Wald begibt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass ihm etwas auf den Kopf fallen könnte.  Für diejenigen, die das nicht wissen kann man Warnschilder aufstellen.

    Viele Spaziergänger schätzen die Wälder. Manche benutzen diesen aber zur Müllentsorgung. Ob Sofas, Ölkanister oder Kleidung. Selbst das beliebte Bon-Bon Papierchen fallen zu lassen ist eine Verschmutzung, die nur schwierig abgebaut wird. Taschentücher brauchen ca. fünf Jahre bis diese abgebaut werden.
    Wenn man schon meint, Pfiffi braucht einen sauberenn Po, kann man die Feuchttücher gleich mit in die Kottütchen packen, die allen Hundebesitzern bekannt sein sollten.

    Zigarettenkippen, die man auch schon in verhungerten Vögeln gefunden hat, oder auch Glasscherben sind eine Gefahr, die man nicht unterschätzen sollte. Für eine bessere Aufklärung hat der NABU Mönchengengladbach ein Informationsplakat entworfen, das man für die Deppen an jedem Waldeingang platzieren sollte.

    Die Bezirksvertretung Ost hat beschlossen wenigstens den Eichhörnchen zu helfen und Seile über Straßen spannen zu lassen. So sollen diese geschickten Kletterer gefahrloser von einer Seite auf die andere kommen. Fragt sich nur, wann diese installiert werden sollen. Vom Beschluss bis zur Durchführung hat man oft Zeit in dieser Stadt. Wenn man sich nicht beeilt, sollte man vielleicht über Katapulte nachdenken. Bäume die hoch genug sind, um die Seile anzubringen werden langsam rar.

    Wenn wir unsere Wälder schützen möchten, müssen alle mehr dafür tun. Neue Bäume pflanzen reicht bei weitem nicht aus. Bis die Setzlinge eine mehrere hundert Jahre alten Baum ersetzen können vergeht zu viel Zeit. Die haben wir nicht mehr.

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  • Bitte um Unterstützung an Saskia Esken, Bundesvorsitzende der SPD 

    Bitte um Unterstützung an Saskia Esken, Bundesvorsitzende der SPD 

    Sehr geehrte Frau Esken,

    in der letzten Zeit wird die Spaltung der Gesellschaft vorangetrieben.
    Jüngere und gut gebildete gegen alte verkrustete Denkbilder werden durch mangelnde Erklärung der Politik zu Gegnern.
    Im Bereich Verkehr durch eine mangelnde Umwelt und Klimapolitik. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h in Innenstädten ist nur ein Wunsch vieler Ihrer Wähler. Ich würde mir wünschen, dass im Sektor Verkehr die Anstrengungen endlich in die öffentlichen Verkehrsmittel umgeleitet werden.

    Weiterhin Flächen zu Gunsten des Straßenverkehrs zu versiegeln ist nicht mehr zeitgemäß. 
    Bitte setzten Sie sich dafür ein, dass das vorhandene Straßennetz schlicht repariert und nicht weiter ausgebaut wird. Auch wenn die aktuellen Angriffe auf die Bahn in Teilen für Verunsicherung sorgen, sollte dennoch hier der Focus des Ausbaus und der Modernisierung liegen.

    Vielen Dank für die Wahrnehmung dieser Meinung.

    Mit freundlichem Gruß 
    Silvia Erbrath 

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  • Zeitenwende in unserem Revier

    Zeitenwende in unserem Revier

    Meinung von Silvia Erbrath |

    Es ist ein gigantisches Loch, was wir Menschen in die Erde gegraben haben.

    Selbst wenn man davor steht, kann man die Dimensionen nicht fassen. Arbeit, und somit Sicherheit und Wohlstand hat die Braunkohle in unsere Region gebracht. Aber auch viele Tränen und Leid durch Vertreibung und Heimatverlust.

    Nun ist auch hier die Zeitenwende eingeläutet. Doch der  Konzern will sein zugesprochenes Recht durchsetzten und bis zum Ende die Kohle hier vor Ort abbauen. Da fragt man sich warum?
    Der Konzern bekommt Gegenwind aus der Bevölkerung, den Kommunen, den Umweltschützern vor Ort und auch Wissenschaftler wie Frau Claudia Kempfert vom DIW stellen sich dagegen.
    Das alles nutzt bisher aber nichts. Selbst die Tatsache, dass der Konzern im letzten Jahr auf der Jahreshauptversammlung nur unter Protest entlastet wurde, lässt kein erkennbares Umschwenken im Management wahrnehmen. Dabei sind es doch die erneuerbaren Energien, die auch von diesem Konzern massiv ausgebaut werden. Diese versprechen in Zukunft noch höhere Gewinne. Eine Delle im Gewinn ist doch besser verkraftbar, als eine Delle in der Reputation.

    Kann ein solcher Konzern nicht wirklich VORWEG GEHEN, wie er es einst Public gemacht hat?
    Die Großen und Mächtigen der Chefetage können hier ein Zeichen setzen für alle führenden Industrien indem sie die Bagger sofort stoppen. Die Einberufung einer Außerordentlichen Aktionärsversammlung kann über die Zukunft des Tagebaus entscheiden.  Es ist allein deren Wille und Macht zuzuschreiben, wie dieser Planet sich weiter entwickelt.
    Vielleicht bedarf es aber nur eines kleinen aber wichtigen Wortes. BITTE!

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  • Frohe Neues Jahr

    Frohe Neues Jahr

    Zurückblickend auf das Jahr 2022 wird jeder von uns seine eigenen Höhen und Tiefen in seiner Biographie schreiben können.

    Gute Vorsätze werden manch einen das neue Jahr etwas anders angehen lassen. Vorher gibt es nach zwei Jahren der Entbehrung ein großes Feuerwerk.
    Ob man möchte oder nicht, werden an Silvester die Ohren beschallt und der Himmel geschmückt.
    Eine Vielzahl von Festlichkeitsritualen werden in dieser besonderen Nacht mehr oder weniger gut platziert.

    Ich erspare Ihnen die Hinweise auf das Leiden der Tiere und Asthmatiker. Auch die vielen Flüchtlinge aus Kriegsgebieten, die mit den Detonationsgeräuschen der Böller noch ganz andere Dinge verbinden, erwähne ich nicht. Ebenfalls werde ich nicht über die Milliarden Euro (13), die in die Luft gejagt werden und doch so viel besser verwendet werden könnten, schreiben. Nein, auch nicht über die Feinstaub Bilanz mit der wir das kommende Jahr schon belasten. Und ich sende auch keine Ermahnungen, dass die Böller bitte nur aus zertifizierter Herstellung genutzt werden dürfen (und somit eine zertifizierte Umweltverschmutzung entsteht).
    Ich werde auch dem lieben Papa gönnen, dass er seinen Kleinen mal zeigt, wie wundervoll er mit Hilfe von giftigem Schwarzpulver und Chemiekügelchen Sterne und Wasserfälle in den Himmel malen kann.
    Alles das werde ich nicht schreiben.

    Ich schreibe Ihnen allen nur, dass ich Ihnen allen von Herzen ein gesundes neues und nachdenkliches Jahr 2023 wünsche.

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  • Bürgergeld

    Bürgergeld

    Der in Aachen lehrende Diplom Volkswirt Ralf Welter war am 28.11.2022 zu Gast beim Bündnis für Menschenwürde.

    Sein äußerst aufschlussreicher Beitrag zum Bürgergeld begann mit der Historie der Agenda 2010.
    Bei dieser Reform wurden die Sozialhilfe und das Arbeitslosengeld II zusammengelegt.
    Die damals von der SPD hauptsächlich getragene Reform sollte die Arbeitslosigkeit im Lande verringern. Der Ökonom Ralf Welter hingegen führt den Rückgang der Arbeitslosigkeit auf die wirtschaftlichen Entwicklungen zurück und nicht auf diese Reform. Die bis heute umstrittene Reform soll nun durch ein so genanntes Bürgergeld zum 01.01.2023 ersetzt werden.
    Der nun jedoch um 50 Euro angehobene Satz wird als viel zu gering bemängelt. Ein Leben in Würde, wie es im Grundgesetz verankert ist, ist somit nicht möglich. Herr Welter verweist auf den Vorsitzenden des paritätischen Vereins, Herrn Ulrich Schneider, dessen Forderung ein Satz von 750 Euro ist, und schließt sich dem an.

    Er führte weiterhin aus, dass die aktuelle Inflation vor allem die Ärmsten unter uns trifft.
    Deren hauptsächliche Ausgaben für den Lebensmittelbereich hat eine Preissteigerung von ca. 20%. Daraus resultiert, dass die Tafeln im Land einen hohen Anstieg der Bedürftigen verzeichnen, den sie nicht mehr versorgen können.  Ohnehin könne es nicht die Aufgabe von NGOs sein, die Not in einem Sozialstatt zu lindern.
    Einige Anwesende von verschiedenen Vereinen bestätigten die Zunahme der Bedürftigen. Dieser Anstieg ist auch auf die Kriegsflüchtlinge zurückzuführen. Für diese Menschen forderte Herr Welter den sofortigen Zugang zu Sprachkursen.

    ER begrüßte die Initiative des „Housing First“ hier in Mönchengladbach. Hier wird Obdachlosen eine Wohnung angeboten, um somit wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Bis auf einen sehr geringen Anteil der Obdachlosen lebt niemand gerne auf der Straße. Vor allem die Zunahme des Frauenanteils wurde betont.

    Die zunehmende Angst der sogenannten Mittelschicht vor dem Abstieg wurde bekräftigt. Diese sei berechtigt, wenn man bedenkt, dass durch den Einspruch der Opposition das Schonvermögen auf 40.000 Euro herunter gesetzt wurde. Die Lebensleistung einer Eigentumswohnung würde somit nach einem Jahr zu Nichte gemacht.
    Er stellte sich die Frage, ob vermögende Politiker gerade der CDU, die niemals in die Verlegenheit des Nutzens dieser Hilfeleistungen kämmen, wirklich geeignet sind hierüber zu urteilen.
    Herr Welter ermutigte die Anwesenden der verschiedenen NGOs, sich zusammen zu schließen und sich sichtbar Gehör zu verschaffen.
    Trotz der gesamten Drohkulisse der Inflation, sozialer Abstieg und Verarmung stellte er fest, dass sich in Lützerath Familien für den Erhalt des Dorfes und für eine Energiewende einsetzen.

    Man kann sagen, dass Herr Welter hart ins Gericht ging mit einer Politik, die am wahren Leben vorbeigehe. Ob dieses Bürgergeld seinen Namen verdient, wird die Zeit zeigen.
    Leider scheint aus einer Reform ein Reförmchen geworden zu sein.

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  • Armut in der Stadt

    Armut in der Stadt

    Es ist schon sehr traurig, wenn man mit offenen Augen durch die Stadt geht und die Armut der Menschen sieht.

    Noch nie habe ich so viele Menschen in den Mülleimern wühlen sehen wie in dieser Zeit. Wie viele werden es noch werden? Warum sind so viele Menschen davon betroffen in so einem reichen Land? 

    Viele Frauen versuchen zu verbergen, dass sie arm sind und scheinen auf ewiger Einkauftour zu sein. Mit ihren Taschen ziehen sie immer wieder umher und versuchen möglichst nicht aufzufallen, wenn sie nach Flaschen oder Pfanddosen suchen. Heute ging in einer Nebenstraße ein großer Mann mit gesenktem Haupt vor mir her. Er hatte nur einen Schlappen und zwei zerfetzte Socken an den Füßen.  Dieser Anblick ist schon sehr befremdlich, wenn man im Hintergrund die Kinder Sankt Martinslieder singen hört.

    Schon im Sommer kamen Mittbürger spät an private Haustüren, um im Schutz der Dunkelheit Lebensmittel bei der Organisation „Save The Food“ zu erbitten. Viele schämen sich für diesen Gang.

    Ob Rentner oder  Familien in Not werden hier auch ohne Nachweise nicht abgewiesen. Solange man etwas geben kann. Denn die Spenden der Supermärte gehen zurück. Die evangelische Kirche in unserer Stadt erweitert Ihr Angebot.  Die Gemeinde der Friedenskirche ist für ihr weitreichendes Netzwerk und die vielseitigen Angebote vor Ort bekannt.

    Seit langem schon ist in Pesch, im Paul Schneider Haus eine Hausaufgabenhilfe mit Mittagessen eingerichtet.  Hier im PSH oder auch liebevoll Paule genannt, werden genau wie in Bettrath,  im Karl Immer Haus sowie in der Friedenskirche auf der Margaretenstraße in Eicken nun Wärmestuben eingerichtet. Ein warmes Mittagessen wird bei Bedarf auch gerne gereicht.

    Wegen der besseren Planbarkeit wird um Anmeldung gebeten. Weitere Gäste sind herzlich willkommen. Informationen finden Sie unter EKIMG.de

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  • Adventsbasar des Gnadenhofes

    Adventsbasar des Gnadenhofes

    Am 19.11.2022 findet der jährliche Adventsbasar des Gnadenhofes Notfelle Kunterbunt, von 11-16 Uhr in Driesch 62, Heinsberg-Randerath statt.

    Es ist ein gemütlicher Basar mit Ständen für neuwertiges oder neues Katzen- und Hundezubehör. Viele schöne Dinge überwiegend für unsere geliebten Vierbeiner sind hier zu entdecken. Ganz besonders möchte ich Ihnen den Weihnachtsbaum mit Herzen anstelle von Kugeln nahe legen. Auf diesen stehen die Wünsche der Tiere,  welche man in der Adventszeit erfüllen kann. Aber auch für die bisher unerfüllten Wünsche  der Zweibeiner ist gesorgt. Ob Marmelade oder warme Socken. Viele mit Liebe gemachte Dinge kann man hier erwerben. Schauen Sie doch mal vorbei.

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