Autor: Silvia Erbrath

  • Reviergespräche – für einen nachhaltigen Wandel

    Reviergespräche – für einen nachhaltigen Wandel

    Am Samstag, den 08.06.2024 fand in der Zentralbibliothek ein Bar-Camp für Akteure im Rheinischen Revier statt.

    Auf Einladung der Verbraucherzentrale sind Vertreter von kommunalen Verwaltungen, Bürgerinitiativen und Vereinen unterschiedlichster Richtungen zusammengekommen um sich auszutauschen und zu vernetzen.  Aus z. B. Brühl, Erkelenz, Wegberg, Weilers-Wist, Korschenbroich haben sich Interessierte aufgemacht. Die Stadt Mönchengladbach konnte dieses Mal nicht teilnehmen.
    Dafür haben sich die örtlichen Vereine hier eingebracht. Hierzu gehörten z. B. Transition Town, der Ernährungsrat und das Repair-Cafe‘.

    In den verschiedenen Gruppen wurden Möglichkeiten der Vernetzung und Kommunikation zwischen den Verwaltungen, Bürgern und Initiativen diskutiert und vorgeschlagen. 
    Es wurden Lösungen zu Kommunalen Themen gesucht und teils gefunden. Ein reger Austausch kreativster Ideen und Erfahrungen hat stattgefunden.
    Ziel ist es, Wege zu finden, die von den Vereinten Nationen aufgestellten siebzehn Nachhaltigkeitsziele mit den bürgerschaftlichen Initiativen und auch den Verwaltungen zu erreichen. Zukunftsweisend sollen diese gestärkt werden, um die Bürger mitzunehmen auf einen Weg, in eine nachhaltigere Gesellschaft.

    Weitere Jnfos zum Projekt unter: https://www.mehrwertrevier.nrw

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  • Tierisch, tierisch – Cosmo möchte ein zu Hause

    Tierisch, tierisch – Cosmo möchte ein zu Hause

    Wenn man Cosmo zum ersten Mal begegnet, erscheint der große Hund sehr unruhig und zittert vor Aufregung.

    Seine großen Pfoten tragen einen sehr dünnen älteren Herren, der einfach nur sein Ruhe habe möchte. Wie wir im Alter ein ruhiges Plätzchen bevorzugen, wäre es auch für seinen Lebensabend wünschenswert. Einen Korb in einer guten Stube, umsorgt von Menschen die mit großen Hunden umgehen können, wäre ein perfekter Ort.

    Jeder, der große Hunde halten möchte ist verpflichtet, eine Schulung zu machen. Alle Hunde über 20 KG oder einer Größe von 40 cm sind nur in geschulte Hände abzugeben und grundsätzlich von erfahrenen Personen zu halten.  

    Cosmo kommt aus einer Beschlagnahmung mit weiteren Hunden. Er durfte bisher nicht vermittelt werden. Daher wird es nun Zeit, dass er ein gutes zu Hause findet. Man kann Cosmo im Tierheim kennenlernen und nach Absprache mit ihm Gassi gehen.

    Natürlich hat auch Cosmo einen Tick. Leinen mag er gar nicht. Aber wie jeder weiß, auch im Alter kann man noch etwas lernen, und das tut Cosmo auch in der Hundeschule. Die Grundkommandos beherrscht er. Er geht auch sehr gerne spazieren und ist für sein geschätztes Alter von 12 Jahren sehr fit und fidel.

    Cosmo wartet beim Tierschutz Mönchengladbach e.V. in 41065 Mönchengladbach, Hülserkamp 74.

    Wenn Sie glauben, ihm ein gutes zu Hause bieten zu können, wird um telefonische Absprache unter der Telefonnummer  02161-602214 gebeten.
    Ich wünsche Cosmo ein gutes zu Hause.

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  • Netzwerk Natur & Nachhaltigkeit trifft sich am 15. Mai

    Netzwerk Natur & Nachhaltigkeit trifft sich am 15. Mai

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  • Tierisch, tierisch – ein paar Degus zuviel

    Tierisch, tierisch – ein paar Degus zuviel

    Wenn die Tierliebe die Unterbringungs- und Versorgungsmöglichkeiten  bei weitem übersteigen, sind das Fälle von Animal-Hoarding.

    Oft sind es Kleintiere wie Kaninchen, Ratten,  oder in diesem Fall Degus, die sich unkontrolliert vermehren. Die Besitzer sind mit der Versorgung der Tiere überfordert und können diese nicht annähernd artgerecht halten. Nicht selten werden die Tiere verwahrlost und auch unterernährt dem Tierheim übergeben.

    Knuffelalarm ist bei den hier abgebildeten Degus vorprogrammiert. Dennoch sind es keine Kuscheltiere. Zu zähmen sind sie auch nicht leicht. Im Gegensatz zu Hamstern sind sie tagaktiv und bevorzugen einen Fensterplatz. Jedoch nicht in der prallen Sonne.  Gerne baden die Tiere in einer Chillout Area im Sand. Hier kann man beim Anblick mit ihnen Entspannen.

    Am besten hält man die guten Kletterer in Terrarien, da sie Plastikwannen und selbst  Metall der üblichen Kleintierkäfige nicht verschmähen. Das neue Zuhause sollte mindestens 100-150 cm hoch, 120cm breit  50cm tief sein. Degus sollten nicht alleine gehalten werden. 2-5 Tiere sollten es schon sein. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Heu. Gräser und Kräuter mit Blüten dürfen gerne in einem Porzellantrog serviert werden. Von Obst ist abzuraten. Nüsse können als Leckerli ab und zu gegeben werden. Als Zahnbürstenersatz dürfen Sie Äste reichen. Wenn Sie nun noch die Einstreu wöchentlich wechseln, würden sich ihre neuen Mitbewohner sehr wohl fühlen. Einfacher Essig wird zum Reinigen empfohlen. Das zu erwartende alter wird unterschiedlich angegeben. Richten Sie sich bei guter Pflege auf eine Lebenserwartung von 4-9 Jahren ein.

    Sollten die Degus doch mal entwischen, bitte versuchen Sie diese nicht am Schwanz festzuhalten. Dieser könnte sonst abreißen. An die acht Degus haben zurzeit ein Zuhause im Tierheim Lürrip gefunden. Auch dort ist der Platz für alle oben genannten Nagetiere rar. Egal welchen Tieren Sie ein Zuhause bieten möchten. Es sollte immer eine gut überlegte Entscheidung sein. Die engagierten Mitarbeiter freuen sich über jedes Tier, das ein gutes, angemessenes Zuhause findet. Weitere Informationen und Fragen werden dort gerne Beantwortet.

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  • Carl-Diem-Straße

    Carl-Diem-Straße

    Trotz widriger Umstände waren viele Bürger einer Einladung zur Informationsveranstaltung bezüglich der Umgestaltung der Carl-Diem-Straße gefolgt. 

    Der Teamleiter der städtischen Verkehrsplanung, Herr Scotti,  stellte einen Entwurf mit möglichen Lösungen für eine Verkehrsberuhigung vor. Hierzu  soll der Bereich hinter der Skater Anlage für den motorisierten Verkehr, mit Ausnahme des ÖPNV gesperrt werden. Die dort fahrenden Busse sollen im gegensätzlichen Verkehr weiterhin fahren können. Dies soll  durch Busschleusen gelöst werden.

    Die aktuelle Parksituation ist für Anwohner und auch Besucher der Sportstätten nicht zufriedenstellend. Daher ist weiterhin eine Umgestaltung im vorderen Bereich der Carl-Diem-Straße vorgesehen. Für den neuen Kindergarten soll es eine „Kiss-And-Drop Area“  geben.  Die dortigen Parkplätze sind für das Personal des Kindergartens vorbehalten und können am Wochenende ebenfalls von den Besuchern genutzt werden.
    Um die 100 Parkplätze gibt es in der Umgebung der Sportstätten.

    Das sind  aber nicht die einzigen Probleme. Die Bürger nahmen die seltene Gelegenheit der Anwesenden aus Politik und Verwaltung zum Anlass, ein ganzes Potpourri an Problemen aus dem Viertel anzubringen. Der Drogenhandel vor den Sportstätten wurde, wie bereits vor einigen Jahren schon, wieder an die anwesenden Vertreter herangetragen. Aktuell kann man überall Luftballons sowie leere Kartuschen der Lachgasszene finden.
    Kinder der umliegenden Kindergärten sind beim  Aufnehmen der achtlos weggeworfenen Ballons und Kartuschen bereits ermahnt worden.

    Weiterhin sind die im Viertel bekannten Rasereien der Tuningszene thematisiert worden. Es wurde von Zeitmessungen pro Runde um den Volksgarten berichtet. Anwohner erklärten im Vorfeld von regelrechten Jagdfahrten auf Tiere. So musste am Sonntag eine Ente daran glauben.
    An den „Zwölf Morgen“ wundert sich ein Anwohner, dass bisher nur ein Reh tot gefahren wurde. Er beklagte die täglichen Reibereien zwischen Rad- und Autofahrern durch ein zu hohes Verkehrsaufkommen, ausgehend von der Straße „In der Bungt“. Die Anwohner dort haben zu Stoßzeiten keine Möglichkeit, die Straße gefahrlos zu überqueren.
    Dies gilt ebenfalls für die Hardterbroicher Straße. Dort gibt es einen weiteren Kindergarten.

    Das hohe Verkehrsaufkommen wird durch eine Umfahrung der Korschenbroicher Straße verursacht.
    Diese teure Maßnahme mit zweispurigen Fahrbahnen für den motorisierten Verkehr wird bis heute nicht ausreichend in Anspruch genommen. Es wurde deutlich gemacht, dass die gesamte Situation im Bereich des Volksgartens prekär ist. Das von Herrn Scotti vorgestellte Konzept wurde von den Anwesenden begrüßt, ist aber nicht ausreichend.
    Eine gewünschte schnelle Umsetzung der Maßnahmen wird es wohl nicht geben. Der bürokratische und politische Weg ist einzuhalten. Etwas enttäuscht wiesen die Anwesenden auf die dringlichen Gefahren der aktuellen Situationen ausdrücklich hin. Ein reger Austausch mit vielen konstruktiven Ideen sind von den Anwohnern und den Nutzern der Sportstätten angebracht worden.

    Die anwesenden Politiker fast aller Parteien der BV-Ost haben einige Hausaufgaben bekommen. Es wurde vom Bezirksvorsteher, Herrn Küppers, zugesagt, die akute Problematik der Drogen- und Raser-Szene nochmals an die Polizei zu geben.

    Leider darf man auch festhalten, dass  verkehrsberuhigte Maßnahmen auf der Stieger Feldstrasse nun in Teilen zurückgebaut werden sollen, da man der nächtlichen Raser nicht Herr wird, diesen nunmehr nachgibt mit freier Fahrt.

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  • Alle meine Kleider – eine Stadtgeschichte

    Alle meine Kleider – eine Stadtgeschichte

    Unsere Stadt Mönchengladbach wurde einst klein Manchester genannt.

    Auf Grund einer Vielfallt an Textilfirmen haben viele Menschen hier Arbeit gefunden.
    Wer einmal eine kleine Zeitreise in der Stadt unternimmt, findet die Mönchengladbacher Textilgeschichte mit Bildern und Ton im Internet und im Textilmuseum. Eindrucksvolle und in Teilen sehr laute Hinweise auf die vergangenen Arbeitsbedingungen werden hier veranschaulicht.
    Auch der Umgang mit der Natur ließ zu wünschen übrig. Viele kostenintensive Sanierungen der Böden in der Stadt weisen auf den nicht gerade umweltfreundlichen Umgang mit den damals neuen Chemikalien hin.
    Ebenfalls die Gewässer unsere Stadt waren mehr stinkende Kloaken, deren Wasser man mitnichten zum Trinken nutzen mochte. Doch die Gesellschaft wehrt sich gegen die Missstände der Umweltverschmutzung und Ausbeutung bis heute.

    Nachdem findige Unternehmer entdeckt haben, dass es im Ausland billiger geht, und auch kaum jemand sich um Umwelt oder Menschenrechte schert, werden die deutsche Politik und die Gesellschaft mit Abwanderung der Unternehmen unter Druck gesetzt.
    Expansion ist das Zauberwort, unter dem man die Gier nach mehr Marktanteilen und Wachstum und somit Kapital im Ausland schön verpackt hat.

    Nun haben wir seit dem 01.01.2024 ein Lieferkettengesetz, gegen das in vielen angeblich wirtschaftsfreundlichen Medien und auch Parteien Stimmung gemacht wird. Dabei handelt es sich schlicht um die Einhaltung der Rechte, die wir hier in Deutschland für uns selbst fordern und auch schon haben. Einige Mönchengladbacher Firmen haben wieder eine Produktion in Mönchengladbach.

    Es wird in fernen Ländern billiger produziert und auf riesigen Schiffen CO² lastig in unsere Konsumwelt transportiert. Die billige Kleidung hält meist nicht lange. Das ist auch nicht nötig bei ständig wechselnden Kollektionen.  Man „braucht“ schließlich mal einen neuen Fummel.

    Heute weiß man gute Stoffe kaum noch zu schätzen. Aber es findet ein Umdenken statt. Viele beklagen den schnellen Verschleiß der Billigware. Ein Mantel darf auch gerne mal zehn Jahre halten. Bei guter Qualität, wie sie noch in den 80er Jahren produziert wurde, wird dies zunehmend wieder gewünscht. Sicher sind die Preise entsprechend. Aber wie Oma schon sagt: „Billig kann ich mir nicht leisten.“ Zunehmend achten Konsumenten auf fair produzierte Ware. Ebenfalls ist das Biosiegel wichtig. Somit kann man den Flächendeckenden Einsatz von Chemikalien Einhalt gebieten.

    Nicht nur Nachfrage und Angebot ergeben den Preis. Als Kunde muss man auch Dinge ansprechen und einfordern. Nein, einfach ist es nicht, sein Kaufverhalten zu ändern.  Aber es ist eine mächtige Stellschraube eines jeden einzelnen Konsumenten im Umgang mit unseren Unternehmen und der Welt. Fragen Sie mal nach, wo was wie produziert wurde.

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  • Tierisch, tierisch – unschuldig hinter Gittern

    Tierisch, tierisch – unschuldig hinter Gittern

    Kaum ist Ostern vorbei, landet der Hase im Knast.

    Ob er die falschen Eier geliefert hat, oder einfach nur zu aufwändig im Umgang war, ist nicht bekannt. Fakt ist, er, Brenda, sitzt im Tierheim Mönchengladbach mit ca. 50 Hunden, 20 Katzen und vielen weiteren in einer Unterkunft, die auf Zeit ausgerichtet ist.
    Sieben engagierte Mitarbeiter und ein Auszubildender kümmern sich um das Wohl der Tiere. Ob reinigen von Zwingeranlagen, Medikamentengabe oder Futterversorgung, Arbeit ist immer und mehr als genug da.
    Hier und da wird versucht, auch der kleinen Seele der verstoßenen oder verlassenen Tiere gerecht zu werden. Doch ist dies bei dem immensen Zeitdruck alle zu versorgen und Ihnen gerecht zu werden, nicht möglich. Die Mitarbeiter werden von so genannten „Gassigängern“ im Ehrenamt unterstützt. Diese ermöglichen den Hunden für ein paar Stunden pro Woche ungesiebte Luft zu atmen und ein wenig mehr Auslauf zu haben.

    Gründe, warum die Tiere hier landen, sind vielfältig. In der Corona Zeit wurden viele Tiere angeschafft, die anschließend nicht mehr in den beruflichen Alltag passten. Tiere aus Animal Hoarding sind genauso so ein Probleme wie die zunehmende Zahl der Exoten. So beherbergt das Tierheim zurzeit auch Degus. Zu guter Letzt möchte ich noch die Unglücklichen nennen, die ihre Angehörigen verloren haben und nun ebenfalls ein warmes, liebendes zu Hause brauchen.

    An allen Ecken und Kanten fehlt es. Es besteht Renovierungsbedarf und auch der eine oder andere Handwerker könnte hier mit ein wenig Zeit einiges richten oder auch mit Farbe verschönen.

    Das Tierheim ist ein eingetragener Verein und wird zum Teil von der Stadt Mönchengladbach unterstützt, lebt aber auch von Spenden. Ob Zeit, wie oben beschrieben, Sachspenden in Form von Futter oder Geldspenden um selbstentscheidend die nötigsten Löcher stopfen zu können, sind gerne angenommen.  

    Die Kontoverbindung des Tierheims Tierschutzverein e.V. lautet: DE06 3105 0000 0000 3904 27.
    In naher Zukunft werden wir Ihnen weiteren Informationen und auch Portraits der Bewohner des Tierheims vorstellen. Anders gesagt: Fortsetzung folgt.

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  • SOLAWI  – Was ist das?

    SOLAWI  – Was ist das?

    In ganz Deutschland gibt es mittlerweile Landwirtschaften nach dem Model einer Solidarischen Landwirtschaft, kurz SOLAWI.

    Der erst seit ca. 200 Jahren gepriesene Kapitalismus ist hier nicht das Wirtschaftsmodell. Umsatzsteigerungen und Wachstum sind die Ziele nicht.
    Nein, gemeinsam produzieren und teilen steht hier im Mittelpunkt. Seit Tausenden von Jahren kommt die Landwirtschaft ohne chemische Gifte und Dünger zurecht, so wird es auch hier praktiziert.
    Gesunde Lebensmittel in Bioqualität werden angebaut.

    In unserer direkten Nachbarschaft in Meerbusch, Wegberg oder Jüchen-Neuenhoven sind diese Gemeinschaften entstanden und teilen auch in Mönchengladbach ihre Ernte.
    Biogemüse gibt es vor der Eigenen Haustüre. In Rheydt, Viersen, am Volksgarten, Windberg und auch vor Ort in Jüchen-Neuenhoven kann man Anteile der guten Kost erwerben. Ohne lange Transportwege werden Obst und Gemüse an die Abholstationen gebracht und können dort einmal wöchentlich abgeholt werden.

    Gegen eine Art Kaution kann man Mitglied des Vereins werden und sich somit an dem Europaweiten Umbau der Landwirtschaft beteiligen.
    Von diesem Beitrag werden z. B. Maschinen angeschafft. So kommt manches erwachsene Spielkind doch noch zu einem Trecker. Auch wenn nur in einem geringen Anteil. 😊
    Wer möchte, kann sich auch gerne in der Gemeinschaft an der Arbeit beteiligen.
    Der Verein in Jüchen-Neuenhoven besteht zurzeit aus über 100 Mitgliedern, die gemeinsam sähen, pflanzen, hacken und auch ernten. Dies unter fachlicher Leitung. Ganz ohne Leistungsdruck trifft sich hier eine Interessengemeinschaft, um Freude an der Arbeit zu haben und das Gewachsene zu genießen. Die Obst- und Gemüseernte kann für jeden der Mitglied werden möchte, in Anteilen erworben werden. Diese sind wöchentlich an den Abholstationen zu erhalten. Die Ernte ist in ganzen oder halben Korbanteilen zu erwerben. Somit liegt der wöchentliche Einkauf bei noch nicht einmal 15 Euro.

    Für nähere Informationen können Sie z. B. auf der Seite der SOLAWI in Jüchen-Neuenhoven fündig werden.
    https://www.solawi-neuenhoven.de/  oder
    https://www.solawi-meerbusch.de/
    oder auch ab dem 01.05.2024  https://www.basislager-wegberg.de/

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  • Vorgarten gestalten: pflegeleicht & insektenfreundlich

    Vorgarten gestalten: pflegeleicht & insektenfreundlich

    Wenn man durch die Stadt in die Siedlungen der Einfamilienhäuser geht, ist das Bild geprägt von vermeintlich pflegeleichten Gärten. Gebietsfremde Pflanzen wie Palmen, Kirschlorbeer oder Thuja sollen ein Bild der Kiesel- oder Schiefersteine auflockern.  Die geraden Linien nach alter preußischer Art vermitteln Ordnung und Sauberkeit. Meist mit Sperrfolie gegen Unkräuter versehene Flächen sind modern und für manchen Geschmack schick anzusehen.

    Um den Moosen auf den Steinen nach dem Winter entgegenzuwirken, wird in den frühen Monaten des Jahres gerne mit Grünspanentferner entgegengewirkt. Wer sich einmal das öffentlich zugängliche Sicherheitsdatenblatt, eines überwiegend in jedem Baumarkt vertriebenen Mittels durchliest, wird gewahr, wie gefährlich diese Mittel für die Umwelt ist.

    Es wird gewarnt diese Mittel großflächig einzusetzen. In Anbetracht der fünf Liter Kanister auf Paletten zum Verkauf angeboten, wird es ein gut nachgefragter Artikel sein, der hier in die privaten Hände verkauft wird.
    Diese Chemiekeule ist nach eigenen Angaben des Herstellers „Trinkwassergefährdend bereits beim Auslaufen geringer Mengen in den Untergrund“.

    Doch wer es mit der Ordnung hat, sollte sich auch an die Bauordnung halten. Es ist eine Frage der Zeit, wann die aktuelle Verordnung des Landes NRW in Mönchengladbach umgesetzt wird.
    Aktuell sind Schottergärten alle Illegal.

    Wer es besser machen möchte, kann sich bei der Volkshochschule zu dem Online-Kurs am 3.April anmelden.
    In einer kostenlosen Stunde wird hier vermittelt, wie man Vorgärten pflegeleicht und insektenfreundlicher gestalten kann.

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  • Zum Wohle der Bürger

    Zum Wohle der Bürger

    An der Speicker Straße, gegenüber dem Geroweiher, sind ca. 20 teils sehr große Bäume den jüngsten Verkehrsplanungen der Stadt zum Opfer gefallen.

    Wieder einmal plante die Verwaltung nach alter schwarzer Handschrift zum Wohle des Gewerbes eine Straßenführung, die Lärm und Schmutz nach sich zieht.
    Nach wie vor sind Arbeitsplätze wichtig für diese Stadt. Eine vorrausschauende Verkehrsplanung sollte dies auch sein.
    Mit dem Anlieferer und Pendlerverkehr erwarten die Anwohner eine hohe Belastung.
    Ein Hoffnungsschimmer in diesem Desaster ist der Umbau der Turmstraße, wie er von unserer neuen Dezernentin vorgestellt wurde.

    Im vergangenen Jahr hat die Stadt eine Mobilitätswoche durchgeführt. Die Bürgerbeteiligung wurde als Erfolg verbucht. Bei einer Informationsveranstaltung zum Thema Verkehr in den Großstädten wurden Konzepte vorgestellt, die längst autofreie Zonen sind. Diese Version wurde unabhängig ebenfalls in den Workshops von beteiligten Bürgern so erarbeitet. Eine Phobie nicht versorgt zu werden, machte sich nicht breit. Schließlich ist der Liefer- und Versorgungsverkehr gewährleistet.
    Im Gegenteil: Weniger Verkehr, viel mehr Grün für bessere Luft und sicherere Fuß- und Radwege im Einklang mit einem öffentlichen Nahverkehr waren die Wünsche aller Beteiligten. Eine Stadt der kurzen Wege wird favorisiert.

    Weiterhin sollten die PKW Möglichkeiten haben, am Rand der Innenstadt in Parkhäusern einen Platz zu finden. Auch für unsere Stadt würde das bedeuten, dass man vorhandene Parkplätze am Rande der Stadt für Pendler einrichtet und einen Shuttleservice zu den Betrieben. Platz wäre an den Autobahnausfahrten am Nordpark genug. Ob man diese Variante bedacht hat, ist nicht bekannt. In Anbetracht der Erkenntnisse einer Klimakrise, die auch unsere Stadt trifft, hätte diese Entscheidung zumindest in Revision gehen müssen. Doch hierzu fehlte offenbar der politische Wille und Interesse.

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  • Ein zweiter Nationalpark ist eine Chance für die Region

    Ein zweiter Nationalpark ist eine Chance für die Region

    Einst war Mönchengladbach umgeben von Eichenwäldern.

    Die Luft war klar und das Wasser war rein.  Die massive Abholzung der Wälder begann auch vor unseren Stadttoren mit der Industrialisierung und dem Bevölkerungswachstum. Die Textilbranche schaffte Arbeitsplätze. Das ist auch heute noch wichtig.

    Wir haben unser Wohlstandbild in die weite Welt getragen und beklagen nun die massiven Abholzungen auf dem ganzen Erdball. Dabei sollten wir vor unserer eigenen Haustüre anfangen.
    NRW braucht einen zweiten Nationalpark. Dies ist kein „Nice to have“ sondern die Notwendigkeit nach jahrelangem Missbrauch der Natur im eigenen Land. Unser Optimierungswahn hat Wälder und Wiesen verschwinden lassen. Gerade einmal 0,4% unserer Fläche sind bewaldet. Die EU hat festgelegt, dass es 10 Prozent sein müssen, um unsere Lebensgrundlagen zu erhalten.

    Foto: Silvia Erbrath

    Menschen, die in Naturschutzthemen unterwegs sind, wünschen sich zum Erhalt und Wiederaufbau der Fauna und Flora unseres Landes einen grünen Streifen, ausgehend von den Niederlanden, ausgehend vom Nationalpark De Meinweg bis nach Köln. Machbar wäre das schon, wenn denn der politische Wille da wäre.
    Zurzeit hört man, dass Bürgermeister, Verwaltungen und auch politische Bestrebungen immer noch dem alten Narrativ hinterherhecheln, ein weiterer Gewerbepark mit großen Hallen und LKW Verkehr würde den Menschen Sicherheit und Wohlstand erhalten. Dies ist schlicht falsch. Daher wehren sich Bürger in Elmpt (Niederkrüchten) oder in Sasserath (Mönchengladbach) bisher erfolgreich.  

    Um die negative Debatte für einen Nationalpark zu stoppen, muss man klar zum Ausdruck bringen, dass lediglich bereits vorhandene Waldflächen unter Naturschutz gestellt werden können.
    Kein Waldbesitzer wird enteignet und auch kein Bauer hat mit Einschränkungen auf seinen Äckern zu rechnen, betont der NABU.
    Selbst der abstrusen These, dass ein Nationalpark schädliche Auswirkungen auf das Klima hat, wird wohl jeder Klardenkende widersprechen können. Ganz im Gegenteil wirkt sich der Waldboden positiv auf die Menge und die Reinheit unseres Grundwassers aus. Das Regenwasser wird durch den Boden gehalten und gefiltert. Den massiven Problemen aus der Landwirtschaft wird somit ein Gegenpol gesetzt.

    Die neuesten Zahlen des Nationalparks Eifel zeigen, dass in einem Nationalpark ein großes wirtschaftliches Potential liegt. Die direkten Einnahmen liegen bei 2-3 Millionen Euro. Hinzu kommen ca. 30 Millionen Euro Umsatz aus dem Tourismus in dieser Region.
    In unserer nächsten Umgebung wären Anwärter der Reichswald (Kreis Kleve) oder auch ein ganz neues Gebiet, wenn sich die Kommunen endlich trauen und darum bewerben würden. Die Bewerbung ist nur noch bis Ende März möglich.

    Bis dahin finden Sie hier den Link zur Seite des NABU um für Ihren Favoriten zu stimmen:
    https://mitmachen.nabu.de/de/nationalpark-nrw

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  • Kopfweidenschnitte in Giesenkirchen

    Kopfweidenschnitte in Giesenkirchen

    Die Mitarbeiter der Naturschutzstation Haus Wildenrath sind derzeit in Giesenkirchen im Einsatz.

    In der Nähe von  Haus Horst werden aktuell Kopfweiden geschnitten. Dies ist erforderlich, damit die Bäume nicht auseinander brechen.
    Alle paar Jahre ist diese Maßnahme notwendig, um die Bäume gesund zu halten.
    Die hier abgebildeten Bäume weisen Äste mit einer Länge bis zu 20 Metern und einem entsprechend immensen Umfang.

    Ungefährlich sind diese Arbeiten nicht. Daher dürfen nur gut ausgebildete Mitarbeiter diese Kappungen durchführen. Auch Fotograf Johannes Erbrath aus Mönchengladbach ist vor Ort und arbeitet im Team mit.
    Naturschutz  ist teils eine sehr schwere und schweißtreibende Arbeit.

    Das Schnittgut der Bäume wird vor Ort zum Bau einer Benjeshecke verwendet.
    Eine Benjeshecke besteht aus den Stämmen der Kopfweide, die gegenüberliegend in den Boden gerammt werden. In den Zwischenraum wird das restliche Astmaterial und die Zweige eingebracht. Diese Naturhecken bieten Kleintieren und Vögeln wiederrum einen wertvollen Lebensraum.
    Für den Laien mag diese radikal erscheinende Maßnahme der Baumschnitte befremdlich sein. Dies haben die Mitarbeiter auch schon durch unschöne Kommentare erfahren. Die Maßnahme dient allerdings zum Erhalt der Bäume.
    Im Frühjahr werden die Bäume wieder sprießen.  Somit bieten sie wieder einen Lebensraum für Vögel und viele weitere Tiere.

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  • Sicherheit in unseren Städten

    Sicherheit in unseren Städten

    Zu diesem Thema wurde die parteilose Düsseldorfer Ordnungsdezernentin, Frau Britta Zur, nach Mönchengladbach eingeladen.

    Als ehemalige Richterin, Staatsanwältin und später auch Polizeipräsidentin von Gelsenkirchen ist sie aussagefähig zum Thema Ordnung.

    Sie gab eine Übersicht, über die Veränderungen im Bereich der Kommunalen Sicherheitsmaßnahmen. Eine gute Ausbildung und auch Ausrüstung sind ein unverzichtbarer Bestandteil für die Menschen, die in unseren Städten für unsere Sicherheit sorgen.
    Wertschätzung und Teamgeist wird von Britta Zur gefördert und auch gefordert.

    Sie selbst nimmt teil an Aktionen mit Ihren Kollegen. Somit bleibt sie mit der aktuellen Situation auf der Straße vertraut und kann sich aus diesen und ihrer umfangreichen Berufserfahrung ein Bild der diversen Lagen machen und entsprechend delegieren.

    Zu diversen Themen wie Obdachlose als auch der Drogenszene nahm sie Stellung und bekannte sich gleichzeitig dazu, dass dies eine politische und auch gesamtgesellschaftliche Frage ist, die man gemeinsam lösen müsse.

    Beim Thema Kommunikation zwischen den Ämtern und der Polizei stach heraus, dass unsere Stadt hier noch ausbaufähig ist. Frau Zur beschrieb ihren intensiven Austausch in unserer Landeshauptstadt zwischen Polizei und ihrer Behörde.
    Sicher ist das Zusammenspiel mehrerer Kompetenzen eine Herausforderung. Die Landeshauptstadt ist mit über 500 Mitarbeitern in der Kommunalen Sicherheit bedeutend besser aufgestellt als Mönchengladbach.
    Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soll nun in Mönchengladbach auf 28 erhöht werden.  

    Mehr Wertschätzung wünscht die Dezernentin sich für die Menschen, die in den Büros und auf der Straße für uns Bürger da sind.
    In diesen Berufen wird nicht das große Geld verdient. Ausschlaggebend für diese Berufswahl ist das Bedürfnis, für Sicherheit, Ordnung und Hilfe einen Beruf zu wählen, der der Gemeinschaft nützt.
    Diese öffentliche Informationsveranstaltung wurde von der CDU organisiert.

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  • Totes Reh im Umfeld des Volksgartens

    Totes Reh im Umfeld des Volksgartens

    Entsetzen macht sich breit, wenn man solche Bilder sieht.

    Offensichtlich hat hier jemand seinen großen Hund nicht im Griff. Dieses Bild ist am heutigen Donnerstag im Umfeld des Volksgartens entstanden.
    Ob dieses Reh das einzige Opfer ist, bleibt fraglich.
    Somit rückt die mangelnde Führungsfähigkeit des Besitzers in den Fokus. Alle Hundebesitzer und Ausführer eine Hundes ab einer Größe von 40 cm oder einem Gewicht ab 20 kg unterliegen in NRW der Pflicht, einen Sachkundenachweis zu erbringen.

    Nicht nur große Hunde bereiten Schwierigkeiten. Besitzer von kleinen Hunden halten es meist für übertrieben, wenn sie aufgefordert werden, diese zu erziehen. Die süßen Kleinen benehmen sich oft wie Rowdis anderen Hunden und Menschen gegenüber und tyrannisieren ihr Umfeld.

    Ob das Reh oder die Ente gejagt wird oder sogar das Kind angekläfft wird, ist Erziehungssache.
    Kein Hund wird böse geboren. Es bleibt dem Erzieher überlassen, was er aus dem Charakter des Tieres macht.
    Ein Hundeführerschein sollte in einer dicht besiedelten Stadt eingeführt werden.
    Alle Hunde und deren führende Personen sollten eine Ausbildung haben. Die Prüfung, ob ein Hundehalter geeignet ist, scheint derzeit noch kompliziert. In Anbetracht von Datenverknüpfungen und KI aber nicht unmöglich.  Eine Hundemarke ist schließlich auch ein erforderliches Muss.

    Der Sachverhalt wurde durch Polizei, Jagaufsicht und UNB aufgenommen.

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  • Tier des Jahres 2024 ist der Igel

    Tier des Jahres 2024 ist der Igel

    Nein, das kleine Tierchen auf dem Bild schläft nicht.

    Es ist tot. Tot, wie zwei weitere Igel, die innerhalb von 20 Metern und innerhalb von drei Wochen auf der Carl-Diem-Straße nahe dem Wald gefunden wurden. Mit einer beachtlichen Geschwindigkeit von bis zu 7 km/h können Igel sehr schnell laufen. Den Rasern um den Volksgarten entkommen sie dennoch nicht.  Gerade aufgrund ihrer Geschwindigkeit und der immer wieder auftretenden Vorfälle, ist der Unfallcharakter dabei  zunehmend unglaubwürdiger.

    Die kleinen stacheligen Gefährten sind keineswegs nur Bewohner des Waldes. Oft findet man sie in unseren Vorgärten. Hier finden die Igel ihre Nahrung. Naja oder würden sie finden, wenn sie nicht auf Steinwüsten und (illegales) Pflaster treffen würden. Durch diesen Mangel an natürlicher Fläche sind die kleinen Säuger unterernährt und kommen nicht durch den Winter.

    Ein Rasen ist auch nicht die bessere Alternative, da dieser ebenfalls eine Nahrungswüste ist. Wie perfide der Umgang mit den stacheligen Gesellen sein kann, zeigt auch die „Innovation“ der Mähroboter. Durch die Bequemlichkeit des Hausbesitzers wird so manches Tier zum Invaliden. Mit abgetrennten Beinchen haben sie Glück, wenn sie auf einer Igel-Hilfe-Station landen. Das ist nach Schätzungen nur selten der Fall. Wie viele Tiere durch die Roboter und im Straßenverkehr umkommen kann man nur schätzen. Grob eine halbe Millionen alleine in Deutschland, so wird es zumindest vermutet. Wenn die Erwachsenen Igel im Frühjahr nicht zum Nest zurückkommen, bleiben die Igelkinder als Weisen hilflos allein und verhungern nicht selten.

    Wer Igeln helfen will, hat einen Garten mit Hecken und Ecken mit Totholz und Laubhaufen. In einem guten Versteck können Sie eine Überwinterungsmöglichkeit bieten. Im Gegenzug befreit der Igel als Nützling den Garten auf Grund seines Speiseplans von Schnecken, Insekten und anderem kleinen Getier.

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  • Haine und Raine – Dabei sein ist alles!

    Haine und Raine – Dabei sein ist alles!

    Runter vom Sofa und ab in die Buddelklamotten.

    Es ist Herbst und kalt und nass. Somit auch die beste Pflanzzeit des Jahres.
    Alle sind aufgerufen bei einer oder mehreren den unten aufgeführten Pflanzaktionen zu helfen.
    Ob Einzelpersonen, Vereine, Kinder in Begleitung von Aufsichtspersonen von klein bis groß sind alle herzlich willkommen. Viele haben sich schon beteiligt, aber es reicht noch nicht. Es sind noch reichlich Obstbäume und weitere Pflanzen da. Promis und die, die es werden wollen, sind auch schon gesichtet worden. Keiner sollte sich zu schade sein. Jeder ist eingeladen unsere Stadt zu begrünen.
    Wer seinen Garten schon für Igel, Marienkäfer und Co. bereitet und sein Dach schon begrünt hat kann sich weiter in der Stadt austoben.
    Auch ohne Erfahrung mit zwei linken Spaten ist man herzlich gerne gesehen.

    Unter Fachlicher Leitung wird bei guter Laune weiter gepflanzt. Wir Städter profitieren von besserer Luft, einem kühleren Umfeld im Sommer und einer besonderen Atmosphäre. Wer dabei sein möchte wird um Anmeldung gebeten um die Arbeiten besser koordinieren zu können.
    Eine kurze Mail an die Naturschutzstation Haus Wildenrath mit Anzahl der Teilnehmer und Terminwunsch erbitten wir an folgende Adresse: info@naturschutzstation-wildenrath.de
    Dies ist einer telefonischen Anmeldung unter der Rufnummer 02432-933400 vor zu ziehen. Wir sind meist schon draußen fleißig und freuen uns über weitere Helfer an den Vormittagen.

    Termine der Pflanzaktionen an verschiedenen Orten in Mönchengladbach sind wie folgt:
    14.11.2023; 17.11.2023; 25.11.2023; 30.11.2023; 07.12.2023; 20.12.2023

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  • Hat unser Wald Zukunft? Teil II

    Hat unser Wald Zukunft? Teil II

    Diese und viele weitere Fragen wurden an beiden Veranstaltungstagen von Lutz Fähser beantwortet.

    Waldbesitzer, Förster sowie weitere Entscheider aus Politik und Verwaltung, haben sich die sehr gut besuchten Veranstaltungen nicht entgehen lassen.
    Herr Fähser stellte das ausgesprochen ökonomisch sparsame sowie ökologisch interessante Konzept der Waldbewirtschaftung vor. Das Natura- und FSC- zertifizierte Modell wird in der BRD schon vielerorts übernommen. Der Kern dieser Art Umgang mit dem Wald ist nicht nur schonend, sondern auch finanziell reizvoll.
    Frei nach dem Motto: weniger bringt mehr.

    Das Konzept nach dem Vorbild des Stadtwaldes Lübeck setzt auf die Anpassung heimischer Arten.
    Dies funktioniert seit Tausenden von Jahren ohne den Einfluss des Menschen. Von Exoten aus anderen Gebieten wird abgeraten. Der Einfluss auf das gesamte Habitat ist nicht einschätzbar.

    Ein Waldspaziergang am Samstag den 21.10.23 im Buchholzer Wald vertiefte die Antworten zum praktischen Umgang. Die vielen Fragen aus der Reihe der Teilnehmer an beiden Tagen haben einen regen Informationsfluss und auch viele Diskussionen entstehen lassen. Gerne teilte Herr Fähser seinen langjährigen Erfahrungsschatz.

    Die Frage ob man von einem Pilz befallene Bäume fällen sollte, wurde mit der Gegenfrage beantwortet, „Welcher Baum ist krank?“.  Sicherlich haben alle alten Bäume abgestorbene Äste und Zweige. Dies zeigte auch der Spaziergang im Buchholzer Wald.
    Die in Teilen sehr alten Exemplare deshalb gleich komplett abzuholzen wurde an keiner Stelle empfohlen. Auf die Frage der Behandlung mancher Krankheiten oder auch Schädlingen  mit chemischen Mitteln zu begegnen kam ein  Klares: „NEIN. KEINE CHEMIE“.

    Auch die Verkehrssicherheitspflicht, die immer wieder zur Abholzung in unseren Wäldern führt, wurde deutlich erklärt. Es gibt keine in Waldgebieten!
    Lediglich Waldstraßen, seien davon ausgenommen. Jeder der in den Wald geht, sollte sich dessen Gefahren bewusst sein. Gerichtsurteile der Vergangenheit haben zu einer übervorsichtigen Reaktion der Verantwortlichen in unseren Wäldern geführt.

    Ein Ergebnis dieser herausragenden Veranstaltung ist, dass ein Waldbeirat in Mönchengladbach entstehen soll. Das gibt Hoffnung.

    In dem Wissen, dass nachfolgende Präsentation ohne erklärende Worte nicht einfach zu verstehen ist, halten wir den Informationsgehalt dennoch für wichtig.

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  • Aufruhr im Kuhstall

    Aufruhr im Kuhstall

    Im Land der Dichter und Denker wird der Umgang mit so genannten Nutztieren zunehmend zu einem ethischen Problem.

    Vorwiegend jüngere Menschen schauen gerne Clips in den neuen Medien mit Kühen und Kälbern. Hier wird mit den Tieren geschmust, diese als Kosmetikmodell verwöhnt oder auch Fußball gespielt. In einer Fußball-verrückten Stadt eine ganz neue Alternative für Kicker.

    Die Realität der Haltung sieht meist anders aus. Weder der Gewinn gesteuerte Handel noch der angeblich so tierliebende und gut gebildete Mensch greift überwiegend zu Produkten mit einem höheren Standard für mehr Tierwohl. Wobei diese Bezeichnung schon ein Verdrängen der Realität im Stall darstellt. In der massenhaften Stallhaltung mit der Kennzahl „1“ kommen diese Tiere nicht mal in den Genuss frischer Luft. Selbst Discountermärkte wie Aldi und Lidl wollen dieses System durch ihr Angebot hin zu mehr Bioprodukten ändern.

    Viele Bauern machen sich auf den Weg, ihren Tieren eine bessere Haltung zu bieten. Wald und Wiesen waren  und sind der natürliche Lebensraum von Rindern.  Bei gehaltvollerer Weide-Milch stehen diese Tiere garantiert an mindestens 120 Tagen auf der Weide. Doch das kostet Geld. Mit einem Preis unter einem Euro für einen Liter Milch kann dies nicht geleistet werden. Das sollten wir bedenken, bei unserem Griff zur Tüte Milch.

    Die braunen oder meist schwarz-weißen sanften Riesen sind fühlende Lebewesen, die selbst, oder deren Muttermilchprodukte im Supermarkt hygienisch verpackt und portioniert in der Auslage liegen. Ob das Kälbchen, das in der Leberwurst landet, seiner Mama direkt nach der Geburt oder erst nach einigen Monaten entrissen wurde, sieht man dem meist gut in Plastik verpackten Produkt nicht an. Was macht das für einen Unterschied für Mutter und Kind? Die Mütter schreien und rufen ihren Kälbern nach, wenn diese getrennt werden. Kälbchen, die in einem biologisch geführten Stall aufwachsen, dürfen länger bei der Mama bleiben.

    Der Kühe Muttermilch, so glaubt man, soll auch für uns gesund sein. Da fragt man sich, warum reagieren so viele Menschen auf Laktose intolerant? Sind es nur einzelne Personen, die Milchprodukte meiden sollen? Oder sind diese Menschen schlicht sensibler? Ist der massenweise Verzehr (84 KG pro Kopf im Jahr*) von z. B. Milch, Sahne, Joghurt, Quark, Käse oder Butter wirklich nötig? Es gibt genügend Alternativen. Ob die gute alte Margarine, Hafer- oder Sojamilch, an einer Auswahl von verschiedenen Herstellern und Produkten mangelt es nicht.

    Der Siegeszug von Vegi Hack und auf pflanzenbasierenden Lebensmitteln boomt. Bei Milchprodukten ist noch reichlich Luft nach oben. Ob im Kaffee oder auf dem Brot kann man Neues testen. Meist ist es zudem Kalorienärmer. Warum also nicht mal etwas Anderes probieren?

    *Quelle Statista.

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