Trotz widriger Umstände waren viele Bürger einer Einladung zur Informationsveranstaltung bezüglich der Umgestaltung der Carl-Diem-Straße gefolgt.
Der Teamleiter der städtischen Verkehrsplanung, Herr Scotti, stellte einen Entwurf mit möglichen Lösungen für eine Verkehrsberuhigung vor. Hierzu soll der Bereich hinter der Skater Anlage für den motorisierten Verkehr, mit Ausnahme des ÖPNV gesperrt werden. Die dort fahrenden Busse sollen im gegensätzlichen Verkehr weiterhin fahren können. Dies soll durch Busschleusen gelöst werden.
Die aktuelle Parksituation ist für Anwohner und auch Besucher der Sportstätten nicht zufriedenstellend. Daher ist weiterhin eine Umgestaltung im vorderen Bereich der Carl-Diem-Straße vorgesehen. Für den neuen Kindergarten soll es eine „Kiss-And-Drop Area“ geben. Die dortigen Parkplätze sind für das Personal des Kindergartens vorbehalten und können am Wochenende ebenfalls von den Besuchern genutzt werden.
Um die 100 Parkplätze gibt es in der Umgebung der Sportstätten.
Das sind aber nicht die einzigen Probleme. Die Bürger nahmen die seltene Gelegenheit der Anwesenden aus Politik und Verwaltung zum Anlass, ein ganzes Potpourri an Problemen aus dem Viertel anzubringen. Der Drogenhandel vor den Sportstätten wurde, wie bereits vor einigen Jahren schon, wieder an die anwesenden Vertreter herangetragen. Aktuell kann man überall Luftballons sowie leere Kartuschen der Lachgasszene finden.
Kinder der umliegenden Kindergärten sind beim Aufnehmen der achtlos weggeworfenen Ballons und Kartuschen bereits ermahnt worden.
Weiterhin sind die im Viertel bekannten Rasereien der Tuningszene thematisiert worden. Es wurde von Zeitmessungen pro Runde um den Volksgarten berichtet. Anwohner erklärten im Vorfeld von regelrechten Jagdfahrten auf Tiere. So musste am Sonntag eine Ente daran glauben.
An den „Zwölf Morgen“ wundert sich ein Anwohner, dass bisher nur ein Reh tot gefahren wurde. Er beklagte die täglichen Reibereien zwischen Rad- und Autofahrern durch ein zu hohes Verkehrsaufkommen, ausgehend von der Straße „In der Bungt“. Die Anwohner dort haben zu Stoßzeiten keine Möglichkeit, die Straße gefahrlos zu überqueren.
Dies gilt ebenfalls für die Hardterbroicher Straße. Dort gibt es einen weiteren Kindergarten.
Das hohe Verkehrsaufkommen wird durch eine Umfahrung der Korschenbroicher Straße verursacht.
Diese teure Maßnahme mit zweispurigen Fahrbahnen für den motorisierten Verkehr wird bis heute nicht ausreichend in Anspruch genommen. Es wurde deutlich gemacht, dass die gesamte Situation im Bereich des Volksgartens prekär ist. Das von Herrn Scotti vorgestellte Konzept wurde von den Anwesenden begrüßt, ist aber nicht ausreichend.
Eine gewünschte schnelle Umsetzung der Maßnahmen wird es wohl nicht geben. Der bürokratische und politische Weg ist einzuhalten. Etwas enttäuscht wiesen die Anwesenden auf die dringlichen Gefahren der aktuellen Situationen ausdrücklich hin. Ein reger Austausch mit vielen konstruktiven Ideen sind von den Anwohnern und den Nutzern der Sportstätten angebracht worden.
Die anwesenden Politiker fast aller Parteien der BV-Ost haben einige Hausaufgaben bekommen. Es wurde vom Bezirksvorsteher, Herrn Küppers, zugesagt, die akute Problematik der Drogen- und Raser-Szene nochmals an die Polizei zu geben.
Leider darf man auch festhalten, dass verkehrsberuhigte Maßnahmen auf der Stieger Feldstrasse nun in Teilen zurückgebaut werden sollen, da man der nächtlichen Raser nicht Herr wird, diesen nunmehr nachgibt mit freier Fahrt.
Thank You For Your Vote!
Sorry You have Already Voted!