Barrierefreiheit in Mönchengladbach soll 2012 vorangebracht werden

Team „Null Barrieren“ weiterhin aktiv – Inklusion für alle Bedürftigen

Mit Beginn eines neuen Jahres findet wieder eine Vielzahl von Zusammenkünften von Menschen statt, die sich in Parteien, Kirchen, Vereinen und Verbänden engagieren.
Politiker halten Jahresrück- und ausblicke und laden dazu Geschäftsleute, Vertreter aus Verwaltung, Wirtschaft und Marketing unserer Stadt ein.
Aktivitäten und Termine werden geplant und damit Weichen für das beginnende Jahr gestellt.
Vor mehr als zwei Jahren startete das Projekt „NULL Barrieren“ in Mönchengladbach.

Vieles, wie zuletzt der Barriere freie Eingang des Rathauses Rheydt, wurde unter Mithilfe des Projektes erreicht oder wie bei den Behindertentoiletten auf öffentlichen Veranstaltungen auf den Weg gebracht.
In anderen Bereichen, von karnevalistischen Veranstaltungen und Stadtteilfesten über Parkplatzprobleme bis hin zu Bordsteinabsenkungen, brachten sich der Sozialverband VdK  und dessen Behindertenvertreter „vor Ort“ ein.
Dabei „sammelten“ die Akteure nicht nur eine Vielzahl von Problemen, sondern auch Wissen und Erkenntnisse.
Gerade die Sichtweise mobilitätseingeschränkter Menschen und deren Angehörige, die sich in Aktionskreisen engagieren und intern fortbilden, öffnet neue Wege und oftmals erstaunlich einfache und pragmatische Lösungen.
Der Hinweis auf die Überalterung der Gesellschaft und auf damit einhergehende
notwendige Veränderungen, um möglichst vielen Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, sollte für Veranstalter und Geschäftsleute den Blick öffnen, dass es beim Projekt „NULL Barrieren“ nicht nur um ein paar Rollstuhlfahrer geht.
Vielmehr sind alle, Vereine, Geschäftsleute, Wirtschaftsvertreter und Politiker gefordert, bei ihren Angeboten und Planungen die Bedürfnisse von Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind – gleich ob durch Alter, Krankheit oder Behinderung verursacht -, zu berücksichtigen.
Damit werden nicht nur Maßstäbe für die Inklusion behinderter Menschen gesetzt, sondern auch Zeichen von Familienfreundlichkeit, denkt man an Eltern behinderter Kinder, an Betreuende und die, behinderte Erwachsenen begleitende Angehörige, die ebenfalls erhebliche Einschränkungen auf sich nehmen müssen, aber auch an Eltern, die mit dem Kinderwagen unterwegs sind.
Auch in 2012 steht das Projekt-Team allen Ratsuchenden, gleich ob Umbaumaßnahmen an Gebäuden, Umgestaltungen im Verkehrsraum oder Vorbereitungen zu Stadtteilfesten und Vereinsfeiern gestaltet werden sollen gerne beratend zur Verfügung.

In 2011 gab es auch Grund zur Freude für das Projekt.
Alle Beteiligten des VdK-Projektes “Null Barrieren“ strahlten bei der Scheckübergabe am 30.5.2011.
Aus dem Topf des PS-Zweckertrages der Stadtsparkasse Mönchengladbach stammt dieses Geld zugunsten des Projektes “Null Barrieren“.
Geschäftsstellenleiter der Sparkasse Keplerstraße, Rüdiger Pauluhn, überbrachte symbolisch den großen Scheck.
„Dieses Geld werden wir gut anlegen“ erklärte der Kreisverbandvorsitzende des VdK Mönchengladbach, Bernhard Wilms.
So soll u.a. ein PKW-Anhänger angeschafft werden, mit diesem können (auf Leihbasis) z.B. Rollstuhlfahrer größere Mobilität erlangen, indem sie den Rollstuhl einfach im Anhänger mitnehmen.
Außerdem soll eine Internetplattform für das Projekt finanziert werden.
[PM VdK/MG-heute]