Borussia kauft, baut, erweitert – diesmal den FohlenCampus – bald das Museum – Geld zur Schuldentilgung ist nicht da.

goldenes-Kalb-Kopie-2Ein klares Ja zur Förderung der Jugend.
Genauer hingucken sollte man jedoch in dem Moment, indem zwei Unternehmen zum wiederholten Mal mit großem Marketing-Aufwand in der Öffentlichkeit sogenannte soziale Taten darzustellen versuchen.
Gemeint sind die Unternehmen Borussia und Santander Consumer Bank.
„Die Bank hat ihre gute Partnerschaft mit Borussia in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich ausgebaut, um talentierte Kinder und Jugendliche in ihrer Fußball-Leidenschaft zu unterstützen und damit möglicherweise den Grundstein für eine Fußball-Karriere legen zu können.“ Dies erhielten wir als Antwort auf unsere Anfrage an den Vorstand der Bank.
Darin ist grundsätzlich nichts Negatives zu finden, solange das Handeln insgesamt positiv zu werten ist.
Zweifel daran jedoch kommt spätestens dann auf, sobald ein eigener Standpunkt zur Vorgehensweise der Borussia zur eigenen Schuldentilgung an die Stadt Mönchengladbach nicht formuliert wird, auch nicht auf Nachfrage.

Borussia selber hat noch vor wenigen Monaten in Verhandlungen mit der Stadt erreicht, dass der Start der Schulden-Rückzahlungen (ca. 50 Mio. Euro) an die Stadt um einige Jahre hinausgeschoben wird. Begründung war nach unserer Kenntnis die schlechte wirtschaftliche Lage des Unternehmens.

Wie das zusammenpasst mit den getätigten Spielerkäufen, den angeblichen Aussagen von Max Eberl: “ Wir haben noch Geld.“ Das ist nicht erklärbar.

Nun also noch ein „Highlight FohlenCampus“. Später soll das Unternehmen weiter gestärkt werden mit einem eigenen Museum.

Angesichts der prekären finanziellen Lage der Stadt werten wir diese Vorgehensweise als unsozial den Bürgern der Stadt gegenüber.
Diese zahlen bisher die Last der Kredite.
Alle anderen heimischen Sportvereine, nicht Borussia, befürchten zudem eine ins Haus stehende Sportstättenbenutzungsgebühr.

4 Kommentare zu "Borussia kauft, baut, erweitert – diesmal den FohlenCampus – bald das Museum – Geld zur Schuldentilgung ist nicht da."

  1. Herr Schmeinck | 29. August 2013 um 09:36 |

    Fussballverrückt bin ich auf jeden Fall, stecke manchen schiefen Haussegen ein, aber Schulden müssen auch unsere Jungs zurückzahlen, und ich würde das gerne noch erleben. Aber es gibt Prioritäten, deshalb arbeite ich jetzt weiter. Ich bin auch einer, der seinen Lebensunterhalt nicht aus der Tasche der anderen Gladbacher bestreiten kann. Meine Bank ist auch die Verkehrte. Offensichtlich. Bestimmt bekommt Santander jetzt mehr Zulauf als ihnen lieb ist, nur leider vom falschen Klientel. Jedenfalls machen wir gerade mächtig gratis Werbung für das Institut.

  2. Norbert Hartmann | 29. August 2013 um 09:23 |

    SCHON ‚MAL SCHULDEN GEHABT?
    Wenn ja, was ist dann mit: „die Seele brennt…“
    Reicht das dann?
    Gibt der Bäcker dafür Brötchen ‚raus?

  3. Randy Kremer | 29. August 2013 um 09:19 |

    Jetzt ma en bisken sachte. Ne Ahnung, wat Borussia bedeutet?
    Biste weltweit bekannt. Haste Kumpels überall.
    „Die Elf von Niederrhein“ for Ewer and ewer

  4. Norbert Hartmann | 29. August 2013 um 09:07 |

    DAS GOLDENE KALB!
    Treffer, und… versenkt.
    Bloss nicht am Lack packen, bei Borussia. Immerhin haben die ja eine gute Partnerschaft mit einer Bank…
    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
    Aber bleiben wir doch einfach einmal bei Borussia.
    Fussball ist ok, und wenn man dann auch noch Jugend kann, um so besser.
    Da hätte ich aber anzumerken, wenn man mir die Taschen mit Riesensummen vollstopft, die ich dann NICHT ZURÜCKZAHLEN muss, der nächsten Verlängerung darf man beruhigt entgegensehen, dann kann ich auch Jugend. Ist doch ein super Aushängeschild. Und im Frühjahr lasse ich mich natürlich auch gerne im bunten Garten mit einem, eigens zu meinen Ehren angelegten groooossen Beet beweihräuchern. Ist halt eine grosse Familie, dieser breite Sport. Borussia hat jede Menge Schulden, aber die sind ja so sozial, wenn auch die Stadt am Stock geht und ihre Strassen vom letzten Winter nicht geregelt kriegt, und da kommt schon bald der Nächste…
    Ein Würstchenkönig ist zwar steuerlich nicht sauber, hat’s auch mit den Millionen, ist aber auch so sozial, also auch nicht schlimm. Liegt sowas auch an den Genen?
    Wo ist der Schlüssel zum Geheimnis? Also ich bin auch so ein Guter, aber bisher ist noch keiner auf die Idee gekommen, mir meine Schuld bis in alle Ewigkeit zu stunden.
    Das Leben ist offensichtlich tatsächlich kein Ponyhof, ausser wenn man Jünter heisst. Ich vermisse ganz ernsthaft, ein ebenso ernsthaftes Signal von Borussia, was die Schuldentilgung angeht. Und wenn es dann noch eine gute Partnerschaft mit der Bank gibt…
    Ich sollte mein Geldinstitut wechseln, vielleicht mailen die dann, wie mit Ihnen, mg-heute, ein bisschen Bla Bla, und ich muss meine Schulden auch nicht zurückzahlen. Stellt sich natürlich auch die Frage, was hat jeder der Beteiligten konkret von der “ guten Partnerschaft“? Banken sind nicht dafür gebaut gut zu sein, und Borussia?

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