Borussia und die Polizei mit dem Präventionspreis „Roter Ritter“ der Aktion Kinderunfallhilfe ausgezeichnet

rote-ritter_logoDie Ehrung nahmen die Parlamentarische Staatssekretärin Katherina Reiche und Adalbert Wandt, Vorsitzender des Vereins „Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V., im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur vor.
Damit wurde ein Projekt ausgezeichnet, bei dem erstmalig ein Maskottchen eines Fußballbundesligisten in die Verkehrssicherheitsarbeit der Polizei für Kinder und Jugendliche eingebunden wurde.

Die Verkehrssicherheitsberater der Polizei beklagten, dass Schülerinnen und Schüler immer wieder mit nicht verkehrssicheren Fahrrädern unterwegs waren. Auch das Tragen von Fahrradhelmen entwickelte sich mit zunehmendem Alter der Kinder rückläufig.

Aus diesem Grunde sollte neben der Aufklärung und Information durch die Verkehrssicherheitsberater der Polizei, eine Identifikationsfigur mit hohem Beliebtheits-/ Bekanntheitsgrad und großer Akzeptanz gefunden werden, die die Kinder erreicht und zusammen mit den Polizeibeamten das Tragen von Fahrradhelmen und die Nutzung von verkehrssicheren Fahrrädern als wichtigen Aspekt wieder in den Vordergrund rückt.

Mit diesem Anliegen wandte sich die Polizei- in diesem Fall die Verkehrsunfallprävention aus dem Polizeipräsidium Mönchengladbach – im Herbst des Jahres 2012 an unseren ansässigen Bundesligafußballverein Borussia Mönchengladbach mit dem Ziel, das Vereinsmaskottchen „JÜNTER“ für diese Pläne zu gewinnen.

Nach intensiven Gesprächen mit Verantwortlichen und dem Vorstand des Vereins wurde dann gemeinsam die Idee geboren: „JÜNTER“ bekommt zunächst einen Fahrradhelm, später ein eigenes, verkehrssicheres Fahrrad und lernt dann zusammen mit den Kindern Radfahren mit der Polizei.

Wie die Schülerinnen und Schüler absolvierte er hierbei auch Trainings im öffentlichen Straßenverkehr, um u.a. dabei das sichere Linksabbiegen an Einmündungen und Kreuzungen zu erlernen.

Die gemeinsamen Aktionen schildert „JÜNTER“ auch immer wieder in seiner eigenen Zeitung, dem Sonderheft „Fohlenecho – Jünters Welt“, das zwei Mal im Jahr kostenlos an alle Clubmitglieder des „JÜNTER“ – Clubs ausgeliefert wird.

Die Akzeptanz bei gemeinsamen Verkehrssicherheitsterminen war von Anfang an riesengroß. Von Seiten der Kinder waren schon mehrfach Sätze wie:
„Wenn der „JÜNTER“ einen Fahrradhelm hat, ziehe ich meinen auch an“ oder „Wer ein verkehrssicheres Fahrrad hat, bekommt einen Aufkleber. „JÜNTER“ hat einen, dann will ich den Aufkleber auch“ zu hören.

Aussagen wie diese zeigen uns, dass das Projekt auf dem richtigen Weg ist, obwohl die Beteiligten damit Neuland betreten haben. Denn eine Zusammenarbeit von Polizei und einem Bundesligafußballverein im Rahmen der Verkehrs- und Mobilitätserziehung hat es unseres Wissens nach bisher noch nicht gegeben.

Dazu der Geschäftsführer von Borussia Mönchengladbach, Stephan
Schippers: „Wir sind froh, wenn wir mit „Jünter“ als Sympathieträger einen Beitrag dazu leisten können, Kinder und Jugendliche für das Thema Verkehrssicherheit zu sensibilisieren. Borussia Mönchengladbach freut sich darüber, dass dieses Engagement jetzt mit dem Präventionspreis „Roter Ritter“ der Aktion Kinderunfallhilfe gewürdigt wird“.

Auch der Polizeipräsident Mönchengladbach, Hans-Hermann Tirre, freut sich über die Zusammenarbeit mit dem Aushängeschild der Region:
„Dass Borussia Mönchengladbach uns in unserer Verkehrssicherheitsarbeit so engagiert unterstützt, erfüllt mich mit Stolz und Dankbarkeit. Dieses positive Image kann für die Arbeit unserer Verkehrssicherheitsberater nicht hoch genug eingeschätzt werden“.

Anerkennung kommt auch von höchster Stelle der Landesregierung
NRW: „Jünter liebt den Fußball. Und er setzt sich vorbildlich für sicheres Fahrradfahren ein“, lobte NRW-Innenminister Ralf Jäger das glücklichste Fohlen der Welt. „Ich finde es großartig, dass uns die Borussia dabei unterstützt, die schwächeren Verkehrsteilnehmer zu schützen. Damit ist sie bundesweit Spitzenreiter.“