Bücher statt Biergärten – Warum dieser Sommer in Mönchengladbach (doch) alle Rekorde bricht

Wer in diesen Tagen eine Buchhandlung besucht, könnte meinen, dass Weihnachten kurz bevorstünde.
Doch weit gefehlt: Es ist Sommer. Genauer gesagt: Rekordlesesommer.
Keine meterlangen Warteschlangen vor der Eisdiele, keine Besucherrekorde im Biergarten oder im Freibad – dieser Sommer verführt die Deutschen eindeutig zum Lesen. Und das liegt denkbar nahe: Wenn der Regen das einzig Beständige am Wetter ist, macht man es sich am liebsten zu Hause gemütlich.

Dazu gehört in der Regel ein gutes Buch, weiß auch Michaela Pinna, Leiterin der Mayerschen Buchhandlung Mönchengladbach, zu berichten:

„Gute Bücher lassen das schlechte Wetter vergessen, denn sie nehmen uns dennoch mit auf unvergessliche Reisen.“

Besonders gefragt sind zur Zeit folgende Titel:
„Shades of Grey“, eine Erotik-Reihe, von der soeben der erste Teil auf Deutsch erschien, „Pinguinwetter“ von Britta Sabbag (vergnüglicher Frauenroman mit einem sehr aktuellen Titel),
„Blutsommer“ von Rainer Löffler (Hochspannung für alle Krimi-Fans),
„50“ (ein prachtvoller Bildband zum 50-jährigen Bühnenjubiläum der Rolling Stones)… und dem Wetter zum Trotz: „Weber’s Grillbibel“.

Wie sehr das momentane Regenwetter mit einem allgemeinen Lesebedürfnis verbunden ist, zeigte sich jüngst auch an einer Online-Aktion der Mayerschen Buchhandlung:
Das auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichte Statement „Das Wetter ist mir egal. – Bin eh gerade woanders.“, worauf ein im strömenden Regen sitzender Leser zu sehen ist, entwickelte sich binnen 24 Stunden zum erfolgreichsten Eintrag im sozialen Netzwerk, den die Mayersche in über zweieinhalb Jahren tätigte.

Hundertfach geteilt und geliked, verbreitete es sich rasend schnell im Netz und unterstreicht damit nur das, was wir längst wissen:

Es gibt kein schlechtes Wetter, solange es gute Bücher gibt.
[PM]