Dank des bürgerschaftlichen Engagements eine Mähwiese ökologisch aufgewertet

Alle Fotos: NABU

Drohender Klimawandel und Insektenrückgang bedroht auch die Natur und Umwelt in Mönchengladbach; seit Jahren kämpft der NABU dagegen an.

Umso erfreuter waren wir als Frau Cora Hillekamp auf uns zu kam und anbot ihre am Haus angrenzende Wiese für den Naturschutz zur Verfügung zu stellen. Dank des bürgerschaftlichen Engagements von Frau Hillekamp kann der NABU eine Mähwiese aus der Nutzung nehmen und ökologisch aufwerten. Seit 2021 wird die Fläche von Schafen beweidet.

Neben einigen Obstbäumen, wie zum Beispiel der Puspasbirne, wird auch Hainbuche, Weißdorn, Holunder, Eberesche und weiteres heimisches Gehölz auf der Fläche ausgebracht. Puspas ist ein bekannter Begriff, in Neuwerk wird sogar die Puspaskirmes gefeiert. Die Fläche soll umzäunt werden, die Pflegearbeit übernehmen später einige Schafe. Neben den ca. 130 Pflanzen und Bäumen werden auch Wildblumen ausgebracht um unsere Insektenwelt weiter zu stützen. Es ist wichtig vermehrt Trittsteinbiotope anzulegen um ein Austausch von Insekten, Bodentieren, Kleinsäugern und Kleingetier zu ermöglichen. Des Weiteren werden Sitzkrücken für unsere heimische Greifvogelwelt aufgestellt.

Tatkräftige Unterstützung findet der NABU Mönchengladbach dabei von Schülern und Schülerinnen der nahegelegenen Paul Moor-Schule. Die Paul Moor-Schule des Caritasverbandes Mönchengladbach ist eine
Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung in Ganztagsform.
Damit möchte der NABU nicht nur die Integration aller Menschen fördern, sondern auch aufzeigen, dass jeder sich im Natur- und Umweltschutz einbringen kann. Es ist wichtig der Natur immer wieder Flächen zurückzugeben und naturnah zu gestalten. Dies kann schon bei der Gestaltung des eigenen Vor- und Hausgartens geschehen. Zu viele Gärten sind eine sterile Wüste und eignen sich nicht dazu Insekten anzulocken. Gerade Insekten sind eine wichtige Nahrungsgrundlage für weitere Tiere wie Vögel, Amphibien, Reptilien, Insektenfresser und weiteren Arten.

Der Hintergrund ist die starke Abnahme von Insekten: Nicht nur die Menge der Individuen innerhalb einer Art ist rapide zurückgegangen, auch die Anzahl der Arten selbst nimmt ab, indem ganze Spezies aussterben. Dies liegt vor allem an der Zerstörung ihrer Lebensräume in unserer intensiv genutzten Landschaft. „Insekten sind aber ein wichtiger Teil unseres Ökosystems. Ohne sie können wir nicht überleben. Wir benötigen sie unter anderem als Bestäuber von Kultur- und Wildpflanzen, als
Nahrungsquelle für viele Tierarten und als Filtrierer, die das Wasser sauber halten“, erklärt Ralf Fikert, Projektleiter der heutigen Maßnahme. „Deshalb müssen wir allerorten mehr Lebensräume für sie schaffen“, ergänzt er noch.

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