Das Stadtbad Rheydt, Pahlke-Bad, ist wiedereröffnet – dank Denkmalschutz

„Einer der ersten, oder sogar der erste, der sich für einen Erhalt des Pahlkebades aussprach, war Bernd Adelt“, sagte kein anderer als der Grüne Karl Sasserath über den SPD-Mannaus Rheydt.
Zuvor hatte bereits Oberbürgermeister Norbert Bude auf die große Bedeutung des Bades hingewiesen.
Seitens des Badbetreibers, der NEW, sprachen während der Eröffnungsfeierlichkeit das Vorstandsmitglied Dr. Rainer Hellekes und Prokurist Armin Marx.

Während Marx die verbaute Technik und deren Finanzierung ansprach, wies Hellekens auf das Gesundheitsangebot hin, das Wasser ist konstant 30 Grad Celsius warm, dies sei einer der Schwerpunkte des Bades, meinte er.

Sportdezernent Dr. Gerd Fischer äußerte zwar seine Freude über die Wiedereröffnung des Stadtbades in Rheydt, ist aber nach eigenem Bekunden erst dann wirklich zufrieden, sobald das koplette Bäderkonzept in der Stadt realisiert sein wird.
Dies dauert sich noch 2-3 Jahre, es gehören noch die Sanierungen weiterer Stadtteilbäder dazu und leider auch Schließungen.

Norbert Bude war es, der den ersten Aktiven ins Wasser springen ließ.
Auf sein Kommando sprang Philipp Thelen vom 10 m Turm ins 30°C warme Wasser.

Im Lehrschwimmbecken nebenan zeigten anschließend die Mitglieder von „Sport für betagte Bürger“ wie man sich im Wasser fit halten kann.

Informationen zum Bad:

  • Die erste Eröffnung war am 7. November 1969 nach dreijähriger Bauzeit.
  • Am 29. September 2010 fiel der Startschuss für die Sanierung des Stadtbades Rheydt.

Zuvor hatte es heftigen politischen Widerstand durch CDU und FDP gegeben.

Rolf Besten (CDU) sprach sich eindringlich für eine Eigenheimbebauung auf dem Grundstück aus, es sollte nur ein kleineres neues Schwimmbad gebaut werden.
Erst durch bürgerliches Engagement und die unter Denkmalschutzstellung des Gebäudes wurde die Sanierung möglich.
Hieran waren maßgeblich SPD und Bündnis90/Grüne beteiligt.
Das Ergebnis der umfangreichen Maßnahmen vereint nun moderne, umweltschonende Badtechnik und denkmalgeschützte Baustruktur.
Gleichzeitig wurde durch die Umgestaltung des ehemaligen Saunabereiches im
1. Obergeschoß eine Kindertagesstätte mit vier Gruppen zur Betreuung von 80 Kindern (auch U3) geschaffen.
Zusätzlich wurde die ehemalige Hausmeisterwohnung zu einer tagespflegeeinrichtung (LENA) mit 9 Betreuungsplätzen ausgebaut.

  • Das Auftragsvolumen der Sanierungsarbeiten betrug ca. acht Millionen Euro inkl. der Integration der Kindertagesstätte.
  • Altersbedingt wurde eine fast vollständige Erneuerung der gesamten Haustechnik (Sanitär, Elektro, Heizung, Lüftung) durchgeführt.
  • Erneuerung der Badewasseraufbereitung für das Sportbecken durch moderne Ultrafiltration.
  • Energetische Verbesserung sowie Schallschutzmaßnahmen.
  • Erhalt der im Jahre 2002 sanierten Umkleiden und Duschen.Erhalt der vorhandenen Beckenaufteilung. Markanteste Veränderung des Innenraumes ist die Entfernung derTrennwand zwischen Lehrschwimmbecken und Sportbecken.
  • Erhalt der Sprunganlage: 1m- und 3m- Sprunbrett; 3m-, 5m-, 7,5m- und 10m- Plattform.
  • Circa 800 m² Edelstahl wurden im Schwimmerbecken verbaut.
  • Energiesparende Unterwasserbeleuchtung
  • Block-Heiz-Kraftwerk mit Mikrogasturbine (Abwärme aus Stromproduktion wird direkt zum Beheizen des Schwimmbades genutzt – 100 kWh thermische /50 kWh elektrische Leistung)
  • Barrierefreier Zugang sowohl ins Stadtbad als auch in die Kindertagesstätte (neuer Aufzug)

Am Sonntag, dem 1. April 2012 wird der normale Badebetrieb aufgenommen.
Es gelten die normalen Eintrittspreise, die in allen Mönchengladbacher Bädern einheitlich sind.