Delegiertenkonferenz der SPD mit Licht und Schatten


SPD Parteitag 2013-0048mit O-Tönen
Eine der wichtigen Entscheidungen am Samstag im Stadttheater Rheydt wurde bereits ganz am Anfang des UB-Parteitages getroffen.
Die Delegierten bestätigten den amtierenden Oberbürgermeister Norbert Bude als den SPD-Kandidaten für die OB-Wahl im nächsten Jahr und als den Spitzenmann der Partei im Kommunalwahlkampf 2014.

Das Ergebnis der Wahl fiel eindeutig aus: 91,1% Zustimmung
Ja-Stimmen:         102
Nein-Stimmen:        3
Enthaltungen:          7

 

Bude hatte zuvor in seiner Rede nahezu alle relevanten Bereiche für die Stadt angesprochen und aufgezeigt, wohin die Reise in den Jahren nach 2014 mit ihm als Oberbürgermeister gehen wird.
Die Rede des Oberbürgermeisters
OB-Bude

Das Wahlergebnis zeugt von Vertrauen und Zuversicht in seine Person unter den Mitgliedern der SPD.

Lothar Beine war es anschließend vorbehalten, in seinem Redebeitrag auf mögliche Unstimmigkeiten und Kommunikationsdefizite innerhalb der eigenen Reihen und daraus resultierenden Außenwirkungen einzugehen.
Hintergrund war ein am Samstagmorgen erschienener RP-Bericht mit der Überschrift: „Bohlen fühlt sich von der SPD gemobbt“.
Uwe Bohlen hatte dabei auch seinen Rückzug als Kandidat für den Stadtrat bekanntgegeben.

Hier der Redeausschnitt zu diesem Thema von Lothar Beine
Lothar Beine

Auf Nachfrage erklärte Uwe Bohlen MG-heute gegenüber am Rande des Parteitages, dieser Bericht sei sehr überspitzt geschrieben und entspreche nicht in allen Details seiner Darstellung.

War allen anwesenden Parteimitgliedern klar, es könnte die letzte offizielle Rede Beines zu seinen Mönchengladbachern Genossen gewesen sein?
Nach seinen eigenen Worten wird Lothar Beine sich in 2014 aus der aktiven Politik zurückziehen.

Hier seine gesamte Rede
Beine-Rede Parteitag

Bei der Wahl der Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahlbezirke bei der Kommunalwahl 2014 begann für Barbara Gersmann, aufgestellt durch den Ortsverband Rheydt-Mitte für den Wahlbezirk Pongs/Hockstein, ein persönliches Debakel.

Sie fiel im ersten Wahlgang mit nur 55 Ja-Stimmen, 52 Neinstimmen bei 5 Enthaltungen, glatt durch.

Die Frage, ob sie zu einem zweiten Wahlgang, es reicht dabei die relative Mehrheit der Stimmen, antritt, beantwortete Barbara Gersmann in ihrer Rede selbst.

Rede von Barbara Gersmann
Gersmann-Rede-Parteitag

Im anschließenden zweiten Wahlgang erhielt Gersmann lediglich 41 Ja-Stimmen, 66 Nein-Stimmen bei 6 Enthaltungen.

Nach dieser zweiten Wahlniederlage für Gersmann erklärte sich nach internen Diskussionen Hildegard Wester zur Kandidatur bereit und wurde mit 91/6/10 – Stimmen gewählt.

Die parteiinterne Aufarbeitung der in der jüngsten Vergangenheit aufgetretenen Mißstimmungen und Differenzen scheint dringend und schnell geboten.

Reserveliste für den Stadtrat 2014Hier die Liste der Kandidaten und deren Ergebnisse für die Reserveliste.
An erster Stelle wurde die Nummer 1 (OB Bude) nicht aufgeführt.

 

1 Kommentar zu "Delegiertenkonferenz der SPD mit Licht und Schatten"

  1. Ach wenn sie doch geschwiegen hätte – wenigstens VOR der zweiten Abstimmung. Wenn ich Menschen, deren Stimme ich um 10.00h brauche, um 9.45h erst einmal die Meinung „geige“, dann bekomme ich die Quittung stehenden Fusses. Natürlich müssen Dinge, die nicht in Ordnung sind, angesprochen werden dürfen. Das muss einfach möglich sein, aber nicht in dem dafür denkbar unglücklichsten Augenblick. Das ist dann auch sicher kein Taktieren, sondern schlicht und ergreifend klüger. Ein bedauerlicher Suizid. Ansonsten bleibt zu hoffen, das die nicht übersehbaren parteiinternen Schwierigkeiten schnellst.-und bestmöglich geklärt werden. Tempus fugit – und zwar zügig!

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