MG-Heute

Mönchengladbacher Zeitung

Bei der erneut gut besuchten Veranstaltung von „Kaarster gegen Fluglärm“ hat deren Vorsitzender Werner Kindsmüller die Erkenntnisse der vom Flughafen vorgelegten Gutachten dargestellt.

Dabei zeigte sich, dass eine Erweiterung der Kapazitäten, wie vom Flughafen beantragt, für den Nord-Osten von Kaarst und Teile von Neuss (Vogelsang, Furth) zu einer Verdoppelung der Flugbewegungen über die Nordbahn führen würde, die diese Gebiete überfliegt.

Die Anwesenden, etwa 60 Bürger*innen aus Kaarst. Neuss und MG-Giesenkirchen zeigten sich angesichts dieser Perspektive geschockt und kündigten ihren Widerstand an.

Die Gesamtbewertung der Gutachten und des Antrags des Flughafens wird in eine umfangreiche Stellungnahme des Vereins einfließen, die in der nächsten Woche veröffentlicht werden soll.

Weitere Informationen finden sich in der Präsentation.

Anmerkungen der Redaktion:

Nicht nachvollziehbar ist unter diesen Aspekten die demonstrative Untätigkeit der Mönchengladbacher Verwaltung und der örtlichen Politik.
Lediglich die Partei „die Grünen“ meldeten sich in der Sitzung der Bezirksvertretung Ost zu Wort.
Es bleibt abzuwarten und zu hoffen, ob sowohl Oberbürgermeister Felix Heinrich und / oder die neu ernannten Bezirks-Bürgermeister im Sinne derBürger agieren werden und sich dem neuerlichen Widerstand anschließen werden.

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Kommentare

4 Kommentare zu „Der Schock sitzt tief: Die beantragte Erweiterung des Flughafens in Düsseldorf soll zur Verdoppelung der Flüge auf der Nordbahn führen“

  1. C.R.

    Gerade Beitrag in der Lokalzeit gesehen. Wenn der Flugplatz Tor zur Welt sein und bleiben soll, meinetwegen.
    Und für Anwohner das Tor zum Ende ihrer Gesundheit? Das kanns doch nicht sein.
    Von mir selber muß ich leider sagen, daß ich mich jeden Abend nicht vor Mitternacht, voller Aggression zum Schlafen lege. Nein, ich wundere mich nicht, daß ich so erst mal nicht einschlafen kann. Und dann ist die Nacht um sechs Uhr schon wieder vorbei. Einschlafen mit Wut auf die S…Flieger, und morgens sauer weil müde wachwerden. So gelingt der Tag. Und mit diesem Kram bin ich sicher nicht alleine. Mein Hausarzt meinet neulich, ich sollte mal aufpassen das ich nicht im Burnout lande. Vor zwei Wochen doch tatsächlich am Schreibtisch eingenickt. Solange der Chef das nicht mitkriegt.

  2. H.Dohmen

    Sollte eine Kommune neben dem Interesse an Geld und Gewinn, nicht auch Verantwortung für die Gesundheit der Einwohner zeigen? Nicht so jedenfalls Mönchengladbach. Welche Auswirkung Veränderungen am Flughafen Düsseldorf für die Region hat, wird nicht wirklich in der Breite kommuniziert.
    Und dabei ist z .B. Giesenkirchen in Teilen sehr deutlich schon jetzt betroffen. Ich kann das beurteilen, weil wir in diesem Stadtteil leben. Wir haben eine gute Nachbarschaft, daher sind wir natürlich in engem Austausch. Eine ganze Strasse, die leider alle Probleme zu bieten hat, die Lärmbelästigung nach sich zieht.
    Mehrere Anwohner mit Bluthochdruck, Tinnitus, massiven Schlafstörungen, Säuglinge die nicht in einen Schlafrhythmus finden, Schulkinder jeden Alters, für die sich der Nachtschlaf von Mitternacht bis 6 Uhr in der Frühe, negativ auf die Leistungen in der Schule auswirkt. Und das ist nur eine einzelne Strasse. Wegziehen ist schwierig. Nachbarn haben das im letzten Jahr versucht. Interessenten sind abgesprungen, weil sie bei einer Besichtigung am Abend den Terror am Himmel mitbekamen. Andere wollten sage und schreibe 50.000 Euro wegen des Fluglärms vom Kaufpreis abziehen. Interessiert das irgendeinen Entscheider? Bürgererfahrung sagt: Eher nein.

  3. Die eigentliche Diskussion zum Thema fand ja im Ausschuss Umwelt & Mobilität statt und da habe ich für Die Linke auf etwas hingewiesen:

    Es gibt einen Antrag im Regionalrat von CDU/SPD/FWG&FDP: Der eigentliche Antrag ist lediglich Punkt 5, dass vernünftig über Stand, Planung, Ablauf berichtet wird. Dem könnte man zustimmen. ABER das ganze „Wording“ des Antrag ist ein positives Richtung Flughafen, ab vom Punkt 5 wird im ganzen Rest unterstrichen wie wichtig der Flughafen ist (Wirtschaft, Arbeitsplätze, Steuern, … aber kein Wort über Mensch & Umwelt). Es wird fast so getan, dass mit der herausgenommenen Kapazitäts-Erweiterung die Probleme weg sind. Dem ist natürlich nicht so. An einzelnen Tagen / Stunden wird die Belastung zunehmen. Weiter sind die verschiedenen Landebahnen auch anders nutzbar. Die Stadt schreibt es so: „Inhaltlich ist es auch nach Antragsänderung weiter so, dass die beantragte Sloterhöhung zu einer intensiveren Lärmbelastung auch auf Mönchengladbacher Stadtgebiet führen könnte.“

    Darauf angesprochen hat Herr Hildemann (SPD) – schon im Regionalrat für diesen Antrag mit verantwortlich – auch hier im Ausschuss bestätigt, dass die SPD die Bedeutung des Flughafen unterstreicht und nach der herausnahme der Kapazitätserweiterung eigentlich zufrieden ist. Es waren dann SPD und CDU die gegen die Stimmen von Linke und Grünen keine erneute Ablehnung beschließen wollten.

    Es ist also nicht Verwaltung und Politik die schläft, es sind klar SPD und CDU die gar die geänderten Pläne unterstützen.

  4. Marie-Luise Wendler

    Nebenbei bemerkt. Wir wohnen in MG Giesenkirchen und gehen, je nach Flugrichtung, überwiegend gegen 20:30h ins Haus, weil der Lärm der, in wenigen Minutenabständen überfliegenden Maschinen, einen entspannten open air Aufenthalt an einem lauen Sommerabend unmöglich macht. Die „Flucht“ bringt uns relative Ruhe, weil die Flieger auch im Haus gut zu hören sind, und das pünktliche Wecken um 6:00h will ich in keinem Fall unerwähnt lassen. Darauf können wir uns auch im Winter verlassen.

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