Der Wirtschaftsstandort Niederrhein präsentierte sich zwei Tage in Brüssel

OB Hans Wilhelm Reiners beim Parlamentarischen Abend

148020PEuropaweite Richtlinien und Verordnungen haben häufig direkte Auswirkungen auf die regionale Politik.

Die Europäische Union gestaltet unter anderem den Rahmen für viele Wirtschaftsbereiche.
Dies insbesondere auch in den für den Standort Niederrhein so wichtigen Kernbranchen Transport und Mobilität sowie Energie und Umwelt. „Es ist für unsere Region sehr wichtig, Kontakt zu halten zu den Vertreterinnen und Vertretern der Europäischen Kommission und des Europarlamentes. Entscheidungen, die dort fallen, wirken sich mittelbar wie unmittelbar auf die regionale Politik aus. Über EU-politische Entwicklungen und Planungen gut informiert zu sein, birgt Chancen, die wir nutzen sollten“, so Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners, der zu einem Parlamentarischen Abend nach Brüssel reiste, um zusammen mit dem Standort Niederrhein im Rahmen einer zweitägigen Veranstaltung mit Vertretern von EU-Parlament und EU-Kommission ins Gespräch zu kommen und zentrale Fragestellungen zu diskutieren.

Der Parlamentarische Abend, der in Vertretung des Landes NRW in Brüssel stattfand, bildete den Auftakt der von der Standort Niederrhein GmbH in Kooperation mit den Städten Krefeld und Mönchengladbach, den Kreisen Kleve, Viersen, Wesel, dem Rhein-Kreis Neuss sowie der IHK Mittlerer Niederrhein und der Niederrheinischen IHK gemeinsam organisierten Veranstaltung. Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, Mitglied der Gesellschafterversammlung der Standort Niederrhein GmbH, begrüßte die knapp 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft, EU-Kommission und Politik, darunter auch Michael Hager, Kabinettchef von EU-Kommissar Günter Oettinger.

Unter dem Motto „Standort Niederrhein – Innovationsregion für Logistik und Energie“ fanden an zwei Tagen in Brüssel Fachworkshops zu den Themen Logistik & Verkehr, Energie & Umwelt sowie TTIP statt, bei denen unter anderem Unternehmer mit Vertretern der Europäischen Kommission diskutierten. Karl-Hein Florenz, Mitglied des Europäischen Parlaments und Abgeordneter vom Niederrhein begrüßte das gemeinschaftliche Engagement und die gemeinsame Präsentation in Brüssel unter dem Dach der Standort Niederrhein GmbH ausdrücklich, forderte gleichzeitig aber den Aufbau einer einheitlichen Strategie.

Bei den Fachworkshops informierten sich Logistikakteure aus erster Hand über die neu gegründete Innovation and Networks Executive Agency (INEA). Diese verwaltet im Bereich der Verkehrsinfrastruktur und des Transportwesens die von der EU in den nächsten Jahren bereitgestellten Fördermittel in zweistelliger Milliardenhöhe. In den Energieworkshops diskutierten die vom Standort Niederrhein mitgereisten Unternehmen mit Vertreterinnen und Vertretern der Europäischen Kommission teilweise kontrovers über zukünftige Planungen bei europäischer Versorgungssicherheit und die Reformbestrebungen rund um den EU-Emissionsrechtehandel.

Abgerundet wurden die Fachworkshops durch aktuelle Informationen über das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP. Dr. Jan Schmitz, einer der TTIP-Koordinatoren der Europäischen Kommission, referierte dabei sowohl zum Hintergrund des angestrebten Abkommens, den aktuellen Stand der Verhandlungen als auch zu thematischen Knackpunkten und die sich ergebenden wirtschaftlichen Chancen für Europa und die USA.

Über die Standort Niederrhein GmbH:
Die Standort Niederrhein GmbH informiert national und international über die Wirtschaftsregion Niederrhein und ihre Standortvorteile. An der Region interessierte Unternehmen, Investoren und Projektentwickler erhalten Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Gewerbeflächen und -immobilien sowie durch Kontaktvermittlung zu Kooperationspartnern und öffentlichen Institutionen. Als Zusammenschluss der Städte Krefeld und Mönchengladbach, der Kreise Kleve, Viersen, Wesel und dem Rhein-Kreis Neuss sowie der IHK Mittlerer Niederrhein, setzt die Standort Niederrhein GmbH ihre zielgruppenspezifischen Schwerpunkte bei den Branchen Logistik, Chemie, Energie, Maschinenbau und Elektrotechnik, Textil und Bekleidung sowie Agrobusiness.

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