Die Umfaller im Hauptausschuss – Social Media Konzept für den „Konzern Stadt Mönchengladbach“

CDUFDPUnbenanntDer Rat hatte in seiner Sitzung am 12.Oktober 2011 die Verwaltung beauftragt, zum Thema „Nutzung Sozialer Netzwerke“ im „Konzern Stadt Mönchengladbach“ Rahmenbedingungen und Handlungshinweise zu erarbeiten.
Dies hat die Pressestelle der Stadt unter Berücksichtigung von Rahmenbedingungen und Handlungshinweisen in der Stadtverwaltung und den städtischen Gesellschaften umgesetzt. Im Hauptausschuss am 12. Juni 2012 wurde dieses Konzept durch den Leiter der Pressestelle, Wolfgang Speen, den anwesenden Politikern vorgestellt.
Noch bei dieser Gelegenheit brüstete sich CDU Ratsherr Fred Hendricks damit, dass die Initiative zu diesem Konzept von der CDU ausgeht.

 

 

Er äußerte sich überaus positiv und sprach von einem schlüssigen Konzept.

FDP-Ratsherr Dr. Anno Jansen-Winkeln fand, es seien interessante erste Eindrücke:
„Es  ist mir aber noch zu wenig, denn Rechte werden an Facebook abgegeben, z.B. an Bildern“. Er fragte nach einer „Größenordnung der einzusetzenden Mitarbeitern“.

Speen beantwortete diese Frage damals mit: „ Zunächst mit der eigenen Mannschaft, wir planen keine 2-stellige Zahl an Mitarbeitern, sondern gehen mit einfachen eigenen Mitteln an das Thema heran“.

Grünen Ratsfrau Ulla Brombeis war skeptisch, es wird Personal gebraucht, meinte sie zu Recht. Sie wollte wissen, welche Aktivitäten müssen dadurch eingeschränkt werden?
Mehr Bürgerbeteiligung konnte sie damals nicht erkennen.

Ratsherr Helmut Schaper, die Linke, fragte nach dem Kosten/Nutzen Verhältnis und fand zusätzliches Personal logisch.
CDU-Ratsherr Norbert Post, MdL, fragte ebenfalls nach der personellen Ausstattung und erhielt von Speen zur Antwort, dass für die Aufbauzeit ein Mitarbeiter auf dem Weg der außerordentlichen Bereitstellung zur Verfügung stehe.

FDP-Ratsherr Burkhard Küpper: „Wenn wir die Menschen erreichen wollen dann da, wo sie unterwegs sind, also bei Twitter, Facebook + Co“.

Er gab den Rat an Speen, bei anderen Städten Erfahrung abzusaugen.

Ratsherr Karl Sasserath, Bündnis90/Grüne, monierte das Projekt, er vertrat die Auffassung: es gibt genügend Zeitungen in Mönchengladbach, er bezweifelt die Sinnhaftigkeit insgesamt.
Er fragte: „ Haben wir zuviel Personal.? Ohne Kosten ist das alles nicht machbar“.

Oberbürgermeister Norbert Bude wies schon 2012 im Hauptausschuss darauf hin, dass es die Politik war, die dies alles gefordert hatte. „ Sie haben uns beauftragt, das zu tun“.

Es wurde wie vorgestellt ein Jahr lang pilotiert, erfolgreich umgesetzt.
Das zusätzliche Medium wird angenommen und genutzt.

Ängste scheinen nun ein Umdenken bei einigen Politikern zu fördern.
Urplötzlich werden sie kleinlaut und möchten das alles nicht mehr wahrhaben.

Nein, eine konsequenterweise durch die Verwaltung im Haushalt 2014 eingestellte Mitarbeiterstelle genehmigen möchten sie nun nicht mehr.
Scheinbar als Konkurrenz für die Mönchengladbacher Zeitungs-und Medien-Landschaft sehen einige Politiker die Facebook-Aktivitäten der Stadt.
Diesen fühlt sich der Ein oder Andere möglicherweise verpflichtet?
Die eigene Internetpräsenz der Parteien ist unseren Politikern wohl ausreichend weil so schön gefärbt.
So wird umfallen praktiziert. Bei uns in Mönchengladbach.

Bude sagte auch gestern im Hauptausschuss noch einmal: „ Sie haben uns beauftragt, das zu tun“.
Er sprach auch über mögliche Konsequenzen, sollte die weitere Stelle nicht genehmigt werden.
Sehr geringe Hoffnung scheint realistisch.

2 Kommentare zu "Die Umfaller im Hauptausschuss – Social Media Konzept für den „Konzern Stadt Mönchengladbach“"

  1. Wieso Umfaller?

    Jeder ändert doch mal seine Meinung, nämlich dann, wenn er schlauer ist als vorher.
    Ob diese Politiker das sind bezweifele ich stark.

    Die Administratoren der Partei-Internetseiten werden von unseren Steuergeldern bezahlt.
    Weshalb soll unsere Stadt nicht auch Öffentlichkeitsarbeit dort machen wo sie auch gelesen wird.
    Die RP kann man doch nicht alleine dafür nehmen, die ist doch so einseitig schwarz, dass es schon wieder hell wird.

    • Hmpf?!

      Macht DIE LINKE wohl irgendwas falsch :(
      Wir haben niemanden, der für die zwei Webseiten Geld bekommt, weder von Steuerzahlenden noch von irgendwem anders. Die Fraktion hat auf Steuerzahler Geld eine halbe Stelle Geschäftsführung und ja, zur Miete zum Büro wird auch was gezahlt. Aber das Parteien so luxuriös auf kosten der BürgerInnen leben stimmt zumindest auf Kommunaler Ebene nicht.

      Nicht, dass ich mich darüber beklage! Im Gegensatz, da gibt es schon paar Dinge die Abgeschafft werden könnten. Aber so pauschalisiert ist das eben falsch und gehört auch mal gesagt.

      Aber zurück zum eigentlichen Thema:
      Ich und DIE LINKE haben von Anfang an kritisiert, dass sich das Konzept zu den Sozialen Netzwerken mit „Konzern Stadt“ schmückt. Die Stadt an sich ist doch das größte und beste Soziale Netzwerk was wir Kommunal haben. Das gilt es zu Entwickeln und zu fördern!
      Aber es ist eben kein Konzern!

      Doch unabhängig von dieser Kritik an der Verwendung von Begriffen, hat sich DIE LINKE immer für die Nutzung der Sozialen Netzwerke durch die Stadt ausgesprochen und wir haben ja auch mal klar gesagt, dass die MitarbeiterInnen der Stadt das super machen!
      Ich denke es ist ein echter Mehrwert … und den gibt es eben nicht ohne Mehraufwand. Und deswegen steht DIE LINKE auch zu der zusätzlichen halben Stelle. Das kommt beim Artikel leider nicht ganz raus.

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