Digitale Infrastruktur in Mönchengladbach:
Das ist von den lauthals verkündeten Versprechen der Deutschen Glasfaser übriggeblieben

Die Hoffnung vieler Giesenkirchener Bürger war riesig, die digitale Zukunft war vielversprechend.
Doch nach großspurigen Versprechen von 100 Mbit-Internetverbindungen sieht die Realität erschreckend aus.

Große Teile von Mönchengladbach werden nicht einmal ansatzweise beplant. Nicht einmal eine Interessensabfrage (Nachfragebündelung) in diesem Giesenkirchener Teil ist vorgesehen. Dabei bedarf es nur der Unterquerung der Zoppenbroicher Straße um das Gebiet zu erreichen.
Obwohl ich online eine gültige Buchung tätigte, erhielt ich nun nach nochmaliger Nachfrage die Absage durch die stadteigene Tochter NEW.

Bestätigung Ihrer Online-Buchung #8054

Sehr geehrter Herr Wendler,
vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach Überprüfung Ihrer Adresse befindet sich diese außerhalb des geplanten Anschlussgebietes. Die Realisierung eines Glasfaseranschlusses ist an Ihrer Adresse leider nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

NEW Niederrhein Energie und Wasser GmbH

Besucheradresse: Mühlenstraße 30, 41812 Erkelenz
Postadresse: Odenkirchener Straße 201, 41236 Mönchengladbach

Tel. 0800 5585581

info@new-glasfaser.de
http://www.new-glasfaser.de

Geschäftsführer: Ralf Poll
HRB 10874, Amtsgericht Mönchengladbach, USt-IdNr. DE814134204

NEW ist Partner der Deutschen Glasfaser in diesem Geschäft, hat jedoch offensichtlich keine Möglichkeit der Einflußnahme, ein zahnloser Tiger.

2 Kommentare zu "Digitale Infrastruktur in Mönchengladbach:
Das ist von den lauthals verkündeten Versprechen der Deutschen Glasfaser übriggeblieben"

  1. Vielleicht ist der Ansturm größer als erwartet?

    Manch Monopolunternehmen geht zum Minister, holt sich dort Miliarden vom Steuerzahler, verlegt damit eine Infrastruktur und läßt den Steuerzahler für das vom Steuerzahler (mit)finanzierte Netz nochmal zahlen. Die können also ganz locker planen da der Steuerzahler schon mitzahlen wird, Systemrelevant!
    Ein Unternehmen wie DG muss ohne Subventionen auskommen. D.h. Sie müssen rechnen, dass der Steuerzahler nicht aushilft und eben so kalkulieren, dass sie keine Verluste machen. Auf einmal 50Mrd investieren und alles und überall anschließen geht nicht in dem Fall. Die wissen einfach, soviel haben wir, dort sind wir schon tätig, eine Expansion bis da und dort kostet soviel, voraussichtlich 60% dort und 72% dort und 48% dort werden den Anschluss wollen. Ich nehme an dabei berücksichtigen die wieviele Schulen, Altersheime sind wo pro xxx-Einwohner um so zu erkennen wo wohnen eher junge internetbegeisterte und wo eher Älteren die vielleicht nur 10-20% Glasfaser wollen.
    Da fließt mit Sicherheit viel Aufwand rein zu bestimmen wo lohnt sich die Investition am Ehesten.

    Dabei werden dann immer manche Ortschaften mit vielen jungen Leuten eher bevorzügt als Gebiete mit vielen 70+ Einwohner. Auch rein Technisch, eine Leitung verlegen ist nicht alles. Kann eine PoP bis zu 1500 Kunden versorgen aber bis zu Dorf AAA habe ich schon 1500 Kunden, müsste ich nur für dieses eine Dorf zusätzlich 2 Million samt neue Öeitungen, extra PoP, usw. Investieren. Da die Auslastung bis dahin schon die kritische Marke erreicht. Einfach Kabelchen weiterziehen geht nicht wenn die Backbone sagen wir 100Gbps hat und schon 1500 Kunden. Sind wir schon bei gerundet 70Mbps per Kunde. Dann noch ein Dorf dranhängen fällt es auf 50Mbps pro Kunde, falls mal alle, was sicherlich nie passieren wird aber es geht ums Beispiel, gleichzeitig ins Netz wollen. Es gibt da sehr akkurate Statistik aber pro 1000Kunden sind zum Primetime soviele Mbps als Bedarf zu sichern.

    Ein Dorf kann da die vom Unternehmen gesetzten eigenen Minimumansprüche sprengen und dann muss man eben für den weiteren Ausbau, damit es sich lohnt, sofort nicht nur das eine Dorf sondern 5000 weitere Kunden anschließen. Dafür fehlt dann wieder das Yinvestitionsvolumen und die Baufirmenkapazität.

    Das sind nur einige von über 200 Überlegungen für ein Unternehmen das nicht vom Steuerzahler finanziert wird und notfalls von diesem gerettet wird als Systemrelevant.

  2. Alexander Eckers | 16. September 2016 um 14:13 | Antworten

    Hallo, bitte mal die Kirche im Dorf lassen. Im Gegensatz zur Telekom muss die Deutsche Glasfaser alle Leitungen zuerst verlegen, das ist bei einer Stadt wie Mönchengladbach nicht mal eben so erledigt, dabei ist Gladbach auch nicht das einzige Gebiet das mit Glasfaser versorgt wird. Es müssen Leute und Material terminiert werden und Genehmigungen eingeholt werden (hallloooo wir leben in Deutschland, da braucht man für nen Flughafen schon 10 Jahre). Die Deutsche Glasfaser soll jetzt in kurzer Zeit das bewerkstelligen was die Telekom in Jahrzehnten versäumt hat?
    Klar, dass jetzt die Telekom in Giesenkirchen aktiv ist und versucht die veraltete langsamere Technik an den Mann zu bringen, denn 100MBit sind nicht gleich 100MBit. Dies mag zwar beim Download der Fall sein, aber der Upload ist da entscheidend und auch ziemlich wichtig, wenn jemand seine Bilder und Videos in die Cloud laden will.
    Also, cool down und Geduld ausstrahlen. Ich danke der Deutschlen Glasfaser für das Mamutprojekt und freue mich darauf!

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