Endlich: Verwaltung plant Durchfahrtssperre in der Stresemannstraße

Verkehrssituation in der Rheydter Innenstadt soll weiter optimiert werden

Die Verkehrssituation in der Stresemannstraße soll nach einer ersten Erprobungsphase von vier Monaten weiter verbessert werden.
Zwar hat sich der Durchgangsverkehr in der ersten Phase nach Einführung des neuen Konzeptes Mitte September vergangenen Jahres von früher 4.000 auf heute 2.500 Fahrzeuge nahezu halbiert, aber dennoch prägt der Individualverkehr die Situation und trägt damit zur Qualitätsminderung der Lebens- und Wohnqualität in der Rheydter Innenstadt bei.

Aus diesem Grunde hat die Verwaltung nun nach einer Analyse der ersten Erprobungsphase, die auch durch Zahlenwerte und Aussagen von Polizei und NVV gestützt wird, Vorschläge zur Verbesserung der Situation erarbeitet.

Gestern wurden  der Bezirksvorsteher sowie Vertreter der Fraktionen über die vorgesehenen Änderungen der Verkehrsführung informiert, die in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Süd am 1. Februar der Politik zur Entscheidung vorgelegt werden sollen.
Dabei stießen die Vorschläge der Verwaltung auf breite Zustimmung.
Ursprünglich war die Testphase auf sechs Monate angelegt. „Das üblicherweise stärkere Verkehrsaufkommen in der Vorweihnachtszeit hat  dazu geführt, dass die Schwachstellen schneller und deutlicher erkannt wurden“, so Technischer Beigeordneter Andreas Wurff.

Auf Vorschlag der Verwaltung soll zur Optimierung der Gesamtsituation der Durchgangsverkehr von der Limitenstraße durch die Stresemannstraße zum Marienplatz unterbunden werden.
Stimmt die BV-Süd dem Vorschlag der Verwaltung zu, führt der Verkehr zukünftig nur noch über ein Schleifensystem von den Straßen des Rheydter Rings aus bis in den Stadtkern, dann aber wieder in diese zurück.
„In der Verkehrsanalyse hat sich vor allem auch der Rechtsabbiegeverkehr von der Harmoniestraße in die Stresemannstraße als Schwachpunkt herausgestellt und zur Verschlechterung der Fahrzeiten für den ÖPNV im Bereich Marienplatz und Friedrich-Ebert-Straße geführt“, so Andreas Wurff.
Gemeinsam mit dem Rheydter City-Management wurde zur weiteren Verringerung des Durchgangsverkehrs auf der Stresemannstraße eine Durchfahrtssperre zwischen Harmoniestraße und Marienplatz als Lösungsvorschlag entwickelt.
Diese Lösung entspricht auch den Zielen des Innenstadtkonzeptes hinsichtlich der Vermeidung von störendem Durchgangsverkehr zu Gunsten einer erhöhten Aufenthaltsqualität im Zentrum.
Somit wird zukünftig im Bereich Marienplatz kaum Individualverkehr mehr fließen.

Auch die Verkehrssituation in der Mühlenstraße soll verbessert werden.
Hier ist es zu einer geringfügigen Zunahme des Verkehrs  und damit einhergehenden leicht erhöhte Beeinträchtigungen gekommen.
Daher gehen die Überlegungen der Verkehrsplaner derzeit dahin, die Mühlenstraße als Tempo-30-Zone auszuweisen.
Außerdem soll das Parkleitsystem der neuen Situation angepasst werden.
„Die gesamte Verkehrsführung in der Rheydter Innenstadt befindet sich nach wie vor in der Testphase. Wir müssen auch weiterhin beobachten, wie sich erneute Änderungen in der Verkehrsführung auswirken. Bis zur Sommerpause soll dann Klarheit über die künftige Verkehrsführung in der Rheydter Innenstadt bestehen“, ergänzt Beigeordneter Andreas Wurff.