Familienforscher Alfred Blömer verstorben

Der ehemalige Mönchengladbacher Gymnasiallehrer und rheinische Familienforscher Alfred Blömer ist am 31. Oktober, nur drei Tage vor Vollendung seines 98. Lebensjahres, verstorben. Er blieb bis ins hohe Alter seiner Leidenschaft für die Familienforschung (Genealogie) treu. Seine umfangreiche Sammlung mit Stammbäumen, Ahnentafeln und Nachfahrenlisten übergab er erst vor zwei Monaten dem Stadtarchiv Mönchengladbach.

Alfred Blömer wurde am 3. November 1918 in Berlin geboren, verstand sich selbst aber immer als Rheinländer. Von 1954 bis 1980 war er Gymnasiallehrer für Deutsch, Geschichte und Erdkunde am Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Gymnasium in Mönchengladbach. Aufgrund seines geschichtlichen Interesses beschäftigte er sich schon früh mit der Geschichte seiner eigenen Familie. Später weitete er diese Forschungen auch auf andere Familien und auf weitere Themen aus, die mit der Regionalgeschichte verbunden sind.

Aktiv forschte er bis zum Jahre 2013. In dieser Zeit erstellte Blömer über 300 Arbeiten, die er bis zuletzt mit der Schreibmaschine abfasste. Viele dieser Arbeiten wurden in Zeitschriften für Familienkunde abgedruckt. Zudem zeichnete er sich durch eine rege Vortragstätigkeit zu familienkundlichen Themen aus. Seit 1966 war Alfred Blömer Mitglied der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde, Bezirksgruppe Mönchengladbach, die ihm später die Ehrenmitgliedschaft verlieh. Für seine Verdienste um die örtliche und regionale Geschichte wurden ihm die Ernst von Oidtman-Medaille und 1992 der Rheinlandtaler verliehen. Damals beendete Blömer seine Danksagung mit den Worten: „Denn die Besonderheiten des rheinischen Lebens haben ihren Ausgang in den Familien. Je besser dieser Bereich erforscht ist, desto besser dient dies der sozialgeschichtlichen Forschung.“

Die Sammlung Alfred Blömer wurde inzwischen im Stadtarchiv Mönchengladbach geordnet und erschlossen und steht jedem Interessenten zur Einsicht zur Verfügung. Für diese beträchtliche Ergänzung der Archivbestände gebührt ihm herzlicher Dank.