Giesenkirchen Konstantinplatz – CDU-Ost wirft Nebelkerzen in der Sitzung der Bezirksvertretung

Natürlich will die CDU-Giesenkirchen keine Verantwortung für den Zustand und die Situation am neuen Giesenkirchener Parkplatz Konstantinplatz übernehmen.
Sie hat nun endlich den Schuldigen gefunden für die Verkehrssituation, es sind die Fachleute der Stadtverwaltung und die Ampel-Koalition.

So erklärte Ralf Kremer (CDU) in der BV Ost im schönen Ambiente des Volksbades, die CDU habe sich bei ihren Entscheidungen zum Konstantinplatz selbstverständlich auf die Verkehrsexperten der Stadt verlassen.

Er ignorierte ebenfalls die Ausführungen der Polizei, die keine wesentlichen Verkehrsbehinderungen von NVV-Bussen und Anliegerverkehren festgestellt haben.
Sie, die CDU-Ost möchte erreichen, dass die von ihnen ursprünglich geplante Einbahnstraßenregelung nun auch umgesetzt wird.
Sie möchten dabei vergessen machen, sie waren es, die mit ihrer Stimmenmehrheit diesen Platz so durchgeboxt haben gegen alle Andersdenkenden auch aus der Bevölkerung.

Ratsherr Frank Boss meinte anschließend etwas gegen die „Legendenbildungen, die während der Bauphase entstanden sind, “ sagen zu müssen.
Welche dies sein sollen, sagte er freilich nicht.

Er meinte, ohne wie er sagte, „statistische Nachweise“ antreten zu können, der Platz werde mittlerweile von der Bevölkerung angenommen.
Boss glaubt möglicherweise selbst, der Platz werde schlechtgeredet.
Auch Boss erklärte, die CDU habe auf die wirklichen Fachleute gehört, die Verwaltung habe schließlich tagtäglich mit Verkehrsthemen zu tun.
Er ist überzeugt von der Notwendigkeit, eine Einbahnstraßenregelung an der Korschenbroicher Straße in Richtung Platz müsse eingerichtet werden.

Von der Möglichkeit, den ÖPNV insgesamt vom Platz fernzuhalten sprach Boss nicht. Dies hat sicher keinen Platz in seinen Überlegungen.
Zu Unrecht wies er Hajo Siemes darauf hin, er habe zu diesem Problem in seinen Ausführungen keine Stellung bezogen.
Siemes (Grüne) hatte wenige Minuten vorher erklärt, man wolle ja gerade verhindern, dass ein reger Verkehr auf dem Platz stattfinde. Der Erfolg sei in den Behinderungen erkennbar. Er erwarte, dass als Konsequenz weniger Verkehr stattfinde.

Boss stellte den Zustand des Konstantinplatzes als das Ergebnis aus einer Vielzahl von Beratungen nicht nur im politischen Raum, sondern in intensivster Zusammenarbeit mit dem Gewerbekreis, der massiv Einfluss genommen habe, dar.

Man, so Boss, habe eine Bürgerversammlung abgehalten, habe Eigentümer eingeladen, alles im Vorfeld der Planung.
Belege für solche Angaben existieren leider nicht. Seine Angaben sind also nicht nachprüfbar, er bedauert dies offensichtlich nicht.

Die Verwaltung empfiehlt, den Verkehrsfluss für den Linienverkehr zu verbessern.
Wie dies erfolgen könne, das haben die Fachleute der Verwaltung bisher noch nicht erklärt.