MG-Heute

Mönchengladbacher Zeitung

Über Europa sprechen und dabei die Perspektiven junger Menschen aus anderen Ländern kennenlernen:

Diese Gelegenheit erhielten fünf Schüler des Bischöflichen Albertus-Magnus-Gymnasiums aus Viersen-Dülken bei der SchulBrücke 2026, die vom 1. bis 9. Oktober 2026 im Mönchengladbacher Wilhelm Kliewer Haus stattfand.

Die internationale Jugendbegegnung der Deutschen Nationalstiftung brachte auf dem rund 13.000 Quadratmeter großen Gelände Jugendliche aus Frankreich, Italien, Rumänien, Ungarn, der Slowakei, Kroatien und Deutschland zusammen. Für das Dülkener Gymnasium, dessen Teilnahme Lehrerin Mai Lan Bui mit großem Engagement organisierte, war es die erste Mitarbeit an dem Projekt, an dem bis heute über 5000 junge Menschen teilgenommen haben.

Die SchulBrücke verbindet politische Bildung mit persönlicher Begegnung. Im Mittelpunkt stehen politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Fragen zur gemeinsamen Zukunft Europas: Welche Herausforderungen beschäftigen junge Menschen? Welche Vorstellungen haben sie vom Zusammenleben? Und wie können sie selbst Verantwortung in einer herausfordernden Zeit übernehmen? Während der gemeinsamen Arbeit lernten die Jugendlichen, ihre eigenen Positionen zu begründen und sich mit unterschiedlichen Standpunkten auseinanderzusetzen.

Darüber hinaus führten Exkursionen die jungen Demokraten zur Münster-Basilika St. Vitus, ins Rathaus Mönchengladbach und ins Museum Abteiberg. Gesprächsrunden mit der Mönchengladbacher Bürgermeisterin Gülistan Yüksel, Dr. Agata Klaus, der Geschäftsführerin der Deutschen Nationalstiftung, und Dr. Christian Veith, dem Kuratoriumsvorsitzenden der Stiftung, ergänzten das Programm. Weiterhin boten zahlreiche Workshops Gelegenheiten, eigene Ideen zu entwickeln und sich kreativ mit gesellschaftlichen Zukunftsfragen auseinanderzusetzen. Ein Höhepunkt war in diesem Zusammenhang das Gespräch mit dem ehemaligen Bundesminister für Gesundheit und jetzigen Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes Hermann Gröhe.

Die Projektleitung lag in den bewährten Händen von Julian Kamphausen, einem Mönchengladbacher, der die sechs SchulBrücken für die Deutsche Nationalstiftung organisiert. Die Begegnungen finden jährlich in sechs deutschen Städten statt, darunter Weimar und Lübeck – und jetzt auch in Mönchengladbach. Seit mehr als zwei Jahrzehnten verfolgt die Stiftung, die einst vom ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt ins Leben gerufen wurde, das Ziel, die Verständigung junger Menschen über Ländergrenzen hinweg zu fördern. Dabei sollen Kontakte entstehen, die über die gemeinsame Zeit hinaus Bestand haben. Ein Alumni-Verein bietet ehemaligen Teilnehmenden die Möglichkeit, diese Verbindungen zu pflegen und sich gemeinsam gesellschaftlich zu engagieren.

Mit der erstmaligen Teilnahme an der SchulBrücke erweitert das Albertus-Magnus-Gymnasium in wunderbarer Weise seine Möglichkeiten, internationale Begegnungen und politische Bildung außerhalb des Unterrichts zu fördern. Für die fünf jungen und engagierten Demokraten aus Dülken wurde Europa dabei auch zu einer persönlichen Erfahrung – durch Gespräche, gemeinsame Arbeit und das Kennenlernen Gleichaltriger aus sechs weiteren Ländern. Die internationale Jugendbegegnung im dafür ideal geeigneten Wilhelm Kliewer Haus, das mitten im Naherholungsgebiet Hardter Wald am Rande des Naturparks Maas-Schwalm-Nette liegt, war ein so großer Erfolg, dass die Deutsche Nationalstiftung plant, in der Zukunft weitere SchulBrücken in der Vitus-Stadt zu veranstalten.

10 – 0

Thank You For Your Vote!

Sorry You have Already Voted!

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert