Gladbachs Grüne gegen Biogasanlage in Gripekoven

Mit „Zehn-Punkte-Papier“ der Grünen

Die Pläne, in Wegberg-Gripekoven – direkt an der Stadtgrenze zu Mönchengladbach-Merreter – die größte Biogasanlage Nordrhein-Westfalens zu errichten, werden von den Mönchengladbacher Bündnisgrünen klar abgelehnt.
Grünen-Vorstandssprecher Uli Laubach, engagierter Protagonist im erfolgreichen Kampf gegen die Biogasanlage in Wanlo, hat sich sofort nach Bekanntgabe der Pläne vor Ort ein Bild gemacht.

„Die geplante Anlage soll noch größer werden als die, die für Wanlo vorgesehen war, und sie soll mitten im Wasserschutz­gebiet, direkt am Naturschutzgebiet Mühlenbachtal gebaut werden. Das ist absolut unfassbar“, so Laubach in einer ersten Reaktion.
Eine solche industrielle Groß-Methangasanlage (23.500 Tonnen Mais/Jahr) bedrohe nach Ansicht der Grünen das Trinkwasser nicht nur auf Wegberger Gebiet, sondern auch das der Wassergewinnungsanlage in Mönchengladbach-Gatzweiler.

Uli Laubach sieht das nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie geschützte Gebiet Mühlenbachtal ernsthaft gefährdet. „Wir wollen diese geplante Anlage von daher auf gar keinen Fall hinnehmen und werden dagegen vorgehen“, so der Grünen-Sprecher weiter. Vor diesem Hintergrund haben die Mönchengladbacher Grünen ein Zehn-Punkte-Papier erstellt. Darin nennen die Grünen zahlreiche Kritikpunkte gegen die geplante Anlage wie etwa fehlender Klimaschutz, Gefährdung für Umwelt und Artenviel­falt, Mais-Monokulturen, erhebliches Verkehrsaufkommen, steigende Pacht- und Nahrungsmittel­preise, keine Nachhaltig­keit und ethisch nicht zu recht­fertigende Vergärung von Nahrungsmitteln.

„Die Pläne sind auch deswegen abzulehnen, weil es zahlreiche umweltfreundlichere Methoden zur nachhaltigen Gaserzeugung gibt, bei der mit überschüssigem Windstrom Gas hergestellt wird. So ist beispielsweise der Autobauer Audi dabei, diese so genannte power-to-gas-Technologie großtechnisch umzusetzen“, so Laubach.

Das Zehn-Punkte-Papier: Biogasanlage Gripekoven