Greta war da

In einem gerade einmal dreiminütigen Statement, glaubte Greta Thunberg die gesamte Lützerath-Thematik heute an der Braunkohlen-Grubenkante darstellen zu können.
Meine Informationen stammen aus den Live-Berichterstattungen verschiedener Fernsehsender.
Ein großer Teil der erwarteten Demontranten haben dieses Statement nicht hören können. Sie waren zu der Zeit damit beschäftigt, sich in Lebensgefahr zu begeben. Sie wollten nicht auf den zugewiesenen Versammlungsort mit Bühne, sondern an die Grubenkante. Dort droht unter anderem der Abbruch des durch schlechten Wetters aufgeweichten Erdreiches.
Greta Thunberg prangerte, wie in vielen ihrer Reden, nicht nur einen Konzern an, der ihrer Meinung nach nur Gewinne erzielen wolle. Sie unterstellte auch der Bundesregierung ökonomische Geschäftemacherei.
Natürlich hat sie an den Tagen zuvor viele Interviews für etliche Medien gegeben, mit immer wiederkehrenden Anschuldigungen.

„Dass die Grünen mit solchen Unternehmen Kompromisse schließen, zeigt, wo ihre Prioritäten liegen“, sagte die schwedische Klimaaktivistin am Samstag in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur in Erkelenz. Sie selbst sei nie mit einer grünen Partei verbunden gewesen.

Weshalb hat sie den weiten Weg nach Lützerath auf sich genommen? Wie war sie dorthin gekommen?
Welches Verkehrsmittel hat sie gewählt?

Greta Thunberg hat nichts zur Deeskalation beigetragen. Sie sprach nicht davon, dass Gerichte rechtskräftige Urteile gesprochen haben und der RWE-Konzern rechtmäßig handelt. Sie sprach auch nicht davon, dass die Polizeit diese Rechte des Unternehmens zu schützen hat.
Viele Demonstranten versuchen kurz vor Einbruch der Dunkelheit noch immer nach Lützerath durchzubrechen, obwohl es ein Betretungsverbot gibt.
Protest in dieser Größenordnung ist grundsätzlich in Ordnung und beeindruckend. Greta hätte gut daran getan, angesichts der großen Menschenmasse darauf hinzuweisen, weiterhin friedlich zu bleiben und den Ansagen der Ordnungskräfte Folge zu leisten statt einzupeitschen.

2 Kommentare zu "Greta war da"

  1. Christine Schwabe | 15. Januar 2023 um 16:27 | Antworten

    Dem Deutschlandfunk soll eine Grünenpolitikerin gesagt haben:
    „Die Grünen-Politikerin Kathrin Henneberger aus Köln/Mönchengladbach sprach sich im Dlf Anfang Januar gegen die geplante Räumung von Lützerath und für ein Moratorium aus. Nach Beginn der Räumung schilderte sie dem Dlf: „Sehr wichtig ist es zu sagen, dass mir viele Beamte sagen, dass sie selber keine Lust haben, hier im Einsatz zu sein.“ Für Lützerath hätte es eine politische Lösung geben müssen, so Henneberger, nun sei es die Situation „Mensch gegen Mensch“.

    Die Frage stellt sich deshalb konkret, was hat Henneberger seitdem getan um die Räumung zu verhindern?
    Das Polizisten diesen Räumungsjob nicht gerne machen, ist für mich klar.
    Die Grünen und die CDU hätten es gemeinsam verhindern müssen und hätten eine politische Mehrheit gehabt.

  2. Ja war sie, wir auch. Ein Grüppchen von 10 Leuten. Nicht jeder Demonstrant benimmt sich daneben. Wir waren begierig, Greta live zu erleben und wurden enttäuscht. Leider muß ich bestätigen, was ich gerade gelesen habe.
    How dare you, das hätte sie gerne wiederholen dürfen. Für die wenigen Minuten, die sie ihre mittlerweile bekannten Sprüche runtersagte, dafür hätte sie nicht anzureisen brauchen.
    Die ist nicht das Meeedchen, das man uns vor ein paar Jahren verkaufen wollte. Die weiß mittlerweile genau, wie sie mit den Medien umgehen muß. Ein paar beschwichtigende Worte hätte sie finden sollen.
    Reifenstecher zu sehen, Randalierer, die Steine und Pyro werfen, unterirdisch. Was hat das mit unseren Zielen, unseren Werten zu schaffen. Nichts!
    Da kamen Typen an und wüteten sich sofort in Richtung Abbruchkante. Hirnis. Und genau solche Typen werden in den nächsten Tagen ihre Wunden zeigen, in jede Kamera halten, die Wunden, die die böse Polizei ihnen zugefügt hat.
    Diese ungeheure Menschenmenge, wo alle dasselbe Anliegen haben, zu erleben, war trotzdem ein Erlebnis und die Erfahrung wert.

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