GroKo-Berlin verdoppelt die Mittel für den sozialen Wohnungsbau

Die Wohnraumsuche für Flüchtlinge soll dadurch unterstützt werden.

Die Mittel werden zunächst für den Zeitraum von vier Jahren auf eine Milliarde Euro verdoppelt.
Außerdem hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW ein spezielles Programm für den Neu-, Aus- oder Umbau von Flüchtlingsunterkünften aufgelegt, aus dem die Städte und Gemeinden zinslos Kredite abrufen können.

Ebenso wichtig wie die finanzielle Unterstützung ist jedoch auch die Vereinfachung des Baurechts: „Wir brauchen angesichts der hohen Flüchtlingszahlen pragmatische Lösungen“, so der Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings (CDU).
Er setzt in Mönchengladbach auf die Zusammenarbeit mit den städtischen Wohnungsbaugesellschaften – aber auch auf private Partner.
„Der Wohnungsbau und damit Integration in unsere Gesellschaft ist für anerkannte Asylsuchende, die lange Zeit oder sogar für immer in unserem Land bleiben ebenso ein zentraler Baustein, wie die Integration in den Arbeitsmarkt. Mehr sozialer Wohnungsbau und andere Erleichterungen werden dabei nicht nur den Flüchtlingen zugutekommen, sondern das sind positive Maßnahmen zugunsten aller Menschen bei uns.“

Er macht jedoch auch deutlich, dass die Ressourcen nicht unendlich sind: „Die Zahl der Zuwanderer ist zwar in den vergangenen Wochen stark gesunken – aber immer noch zu hoch für Deutschland alleine.“

Krings sieht drei zentrale Ziele, über die am Abend auch der CDU-Kreisparteivorstand in einer ausführlichen Sitzung diskutiert hat.
Dazu gehörten beim ersten Ziel „Integration“ neben Arbeit und Wohnung auch die Themen „deutsche Sprache“ und „Befolgen der deutschen Werte und Regeln“.
Zweitens müsse die Zahl der Rückführungen bei den abgelehnten Zuwanderern deutlich erhöht werden.
Drittens sei außerdem eine Reduzierung der Flüchtlingszahlen notwendig: „Das Ziel ist eine europäische Lösung.
Da uns hierfür aber nicht mehr viel Zeit bleibt, dürfen wir die Option nationaler Lösungen natürlich nicht von vorneherein ausschließen“, betont Krings.

2 Kommentare zu "GroKo-Berlin verdoppelt die Mittel für den sozialen Wohnungsbau"

  1. Torben Schultz | 22. Januar 2016 um 15:16 |

    Ich würde dann auch gerne in diesem Zusammenhang auf diese Petition hinweisen:
    https://www.change.org/p/hannelore-kraft-ministerpr%C3%A4sidentin-des-landes-nrw-ein-dach-%C3%BCber-dem-kopf-ist-noch-kein-zuhause-wohnen-ist-menschenrecht

    „Ich fordere von der Landesregierung gute Wohnbedingungen für alle Menschen in unserem Land:
    – Sozialer Wohnungsbau statt Privatisierungen und Leerstand
    – Wohnungen statt Zeltstädte und Turnhallen für Geflüchtete
    – Soziale Infrastruktur für alle statt reiche Steuerflüchtlinge

    Geflüchtete, Arme und Obdachlose dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.
    Handeln Sie jetzt für ein soziales und menschliches NRW!“

  2. Torben Schultz | 22. Januar 2016 um 13:37 |

    „Er setzt in Mönchengladbach auf die Zusammenarbeit mit den städtischen Wohnungsbaugesellschaften – aber auch auf private Partner.“

    Das ist nicht erst jetzt das Problem des Sozialen Wohnungsbaus.

    Seit Jahren werden die Mittel nicht vollständig oder erst nach langem „Betteln“ abgerufen. Das liegt an den extrem niedrigen Zinsen und den Auflagen/Bindungszeiten bei dem Fördertopf Sozialer Wohnungsbau.

    Da kann es niemanden wundern, dass private, aber auch die städtischen Gesellschaften die ja auch auf Gewinne/Verluste achten müssen, nur ungerne diese Gelder in Anspruch nehmen. Deswegen bringt die Verdopplung der Mittel auch kaum was.

    Besser wäre das Geld selbst in die Hand zu nehmen und selber zu bauen. Dann auch noch so, dass eine Durchmischung zustande kommt. Also keine Häuser mit 100% Sozialwohnungen, sondern auch Wohnungen die Barrierefrei sind für Ältere und Behinderte. Wohnungen für Studierende und junge Familien.

    Wir brauchen durchmischte Stadtteile!

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