Härtere und wirksamere Strafen bei illegalen Autorennen –
Yüksel: „Bisherige Regelungen waren unzureichend“

„Immer wieder werden bei illegalen Autorennen Menschen getötet. Zuletzt auch bei uns in Mönchengladbach. So betroffen, traurig und wütend solche schlimmen Ereignisse machen, so wichtig ist es, dass die Politik alles tut, um zukünftig Menschenleben zu schützen“, sagt die Bundestagsabgeordnete Gülistan Yüksel. Aktuell hat der Bundestag eine Gesetzesänderung bezüglich dieser Autorennen beschlossen. „Damit wird es möglich, Teilnehmerinnen und Teilnehmer solcher unverantwortlichen und gefährlichen Autorennen konsequenter und härter zu bestrafen“, informiert Yüksel.

Bisher wurden Autofahrer, die an einem Rennen teilgenommen haben, in der Regel mit einem Bußgeld in Höhe von 400 Euro und einem einmonatigen Fahrverbot belegt. „Damit kann kaum eine Abschreckungswirkung erzielt werden – gerade auch, weil bei Ordnungswidrigkeiten lediglich ein kurzes Fahrverbot, nicht aber eine länger dauernde Entziehung der Fahrerlaubnis möglich war. Überhaupt ist die Einordung als Ordnungswidrigkeit der unverantwortlichen Tat nicht angemessen“, erklärt Yüksel den Handlungsbedarf für eine Gesetzesverschärfung.

Anstelle der bisherigen Bußgeldtatbestände wurde nun ein neuer Straftatbestand eingeführt. Dieser betrifft die Veranstaltung und die Teilnahme an verbotenen Autorennen. Wer dabei zudem noch ‚Leib oder Leben eines anderen Menschen‘ gefährdet, wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bestraft. Verursacht der Täter den Tod oder eine schwere Gesundheitsschädigung eines anderen Menschen, so ist eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren möglich.

„Die Heraufstufung von Autorennen zur Straftat zielt auch darauf ab, den Beteiligten ihr Auto entziehen zu können. Verkehrspsychologen hatten dies immer wieder als nachhaltig wirkende Strafe vorgeschlagen“, informiert Yüksel, die die Gesetzesverschärfung für richtig hält: „Es ist gut und wichtig, dass nun gerechtere, härtere und präventiv wirkende Strafen möglich sind – auch um zukünftig schweren Unfällen vorzubeugen.“